Hallo,
bis vorgestern dachten wir, die perfekten Vermieter zu haben (wohnen nebenan), dann jedoch wurde gestern aus einer Mücke ein Elefant. Teilweise bin ich mir im klaren, wie die Gesetzesgrundlage aussieht, in einem Punkt jedoch nicht.
Wir haben einen kleinen Garten mit großer Terrasse und Doppelstellplatz für unsere 2 Fahrzeuge. Im Garten gibt es einige größere Sträucher die am Gartenzaun stehen. Unser Vermieter stand bei uns im Garten und hat die hälfte eines Strauches entfernt, weil er den Gartenzaun zu sehr nach außen drückt. Klingt verständlich, allerdings leuchtete mir nicht ein, wieso man da vorher nicht bescheid sagen könne und ich durch Zufall am richtigen Fenster stehe (war zuhause) und dann sehe, dass da fröhlich der große Strauch verunstaltet wurde.
Er meint er ist mir keine Rechenschaft schuldig, weil es sein Grund und Boden ist. Wir wiesen ihn darauf hin, dass uns der Beschnitt selbst nicht stört, wenn auch fraglich ist, in welchem Umfang der nötig war, sondern man einfach klingeln könnte "wir beschneiden mal eben den Baum". Wir nehmen es da nicht so genau mit Ankündigungen, ist ja eigentlich alles recht locker gehalten... bzw. war.
Die Einstellung ist sehr altmodisch, er schrie meinen Mann förmlich an, was uns einfalle. Immer wieder der Verweis, dass es sein Grundstück sei. Mieterrecht? Fehlanzeige. Wir haben uns nicht unterkriegen lassen und versucht zu schlichten, weil wir den Aufstand nicht verstanden. Wir wollten doch nur, dass er im angemieteten Garten nicht macht, was er will.
Und nun kommts: Als wir ihm dann nüchtern irgendwann sagten, dass man als Mieter nicht nur Pflichten sondern auch Rechte hat, kündigte er an, den Baum heute komplett umzulegen. Natürlich wird er wieder ohne Genehmigung das Grundstück betreten WEIL er ist schließlich der Eigentümer. Wir haben keine Rechte.
Bis zu diesem Punkt wissen wir grob den rechtlichen Umfang, nun kommt der Punkt, bei dem ich/wir keine Ahnung haben:
Er hat unseren Kindern das spielen auf der Straße verboten (alles sein Privatgrund). Bei Einzug war Vorraussetzung, dass nur eine Familie mit Kindern die Wohnung bekommt. Bisher hat er die Kinder auch mitgenommen wenn er mal irgendwo was gearbeitet hat und ihnen alles gezeigt und erklärt. Das war wie ein "Ersatzopa" Jetzt aber dürfen sie nicht mehr auf die Straße (Zufahrtsstraße, wird nur von uns und einem weiteren Nachbarn genutzt, per Mietvertrag festgelegt, dass Schrittgeschwindigkeit gefahren werden muss, Schild steht auch an der Straße). Sie dürfen jetzt echt nicht mehr mit Fahrrad, Roller, Bobby Car oder womit auch immer auf die Straße. Ist das Rechtens? Die Nachbarskinder betrifft das Verbot nicht (bzw. noch nicht, er hat es uns gestern als Machtdemonstration ausgesprochen). Die Kinder haben das ganze Geschrei natürlich gehört und verstehen die Welt nicht mehr. Als Grund nannte er "zu gefährlich"
Wieso es dazu kam? Mein Mann kündigte zum kompletten Baumfall an, dass rechtlich prüfen zu lassen. Daraufhin kam als Antwort "na mal sehen wer am längeren Hebel sitzt" und damit der Spielverbot für die Kinder.
Ich stand tränen aufgelöst draußen. Habe ihn gefragt, ob es jetzt wirklich sein muss, dass man wegen sowas die kleinsten bestrafen muss. Die, die nichts dafür können. Er schrie mich an, ... diskriminierend der Herkunft (nein, nicht Ausländisch, aber Ostdeutsch, für Urbayern halt Ausländer) ... und ging.
Kann er sowas tun? Die Art und Weise mal ausgenommen, darf er nachträglich das Spielen auf der Straße verbieten? Schrittgeschwindigkeit muss hier gefahren werden, weil die Kinder alle Nachbarn halt auf der Straße spielen und seit Jahrzehnten es schon immer getan haben. Und "alle Nachbarn" klingt jetzt so viel, es gibt hier genau 3 Autos die 2x pro Tag vorbei fahren. Auf Arbeit und wieder zurück halt. 4 Autos wenn man die Post mitzählt.
Ich bin schon wieder ganz aufgelöst. Irgendwie habe ich nur noch Probleme mit Vermietern ![]()