Hallo,
mir ist heute etwas ziemlich Unangenehmes passiert:
Ich habe mich im Flur rückwärts gegen meine Zimmertür gelehnt, diese hat dann plötzlich nachgegeben und auf einmal lag ich glücklicherweise unverletzt auf dem Hosenboden in meinem Zimmer. Zum Glück bin ich nicht gegen meine Bettkante gefallen, dann wäre es nicht bei dem Schock und den Gesäß- und Rückenschmerzen geblieben.
Nun habe ich etwas Angst, auch finanziell darunter zu leiden, denn folgendes ist geschehen:
Das Schließblech, also das Metallding im Türrahmen, bei dem "die Tür ins Schloss fällt", ist zuerst an der oberen Schraube mitsamt eines größeren Holzstücks (etwa 5cm hoch, 3cm breit und 7mm dick, darunter war dementsprechend die Schraube, alle Maße an den jeweiligen Extremstellen) des Türrahmens rausgerissen. Dadurch ist dann natürlich mit der öffnenden Tür auch das Schließblech mit in Bewegung geraten und hat sich bei der unteren Schraube mitsamt etwas Holz (kleiner als das erste Stück) aus dem Türrahmen gelöst, wobei es schlussendlich daran noch leicht hing. Deshalb würde ich mir den Ablauf auch so erschließen, mitbekommen habe ich so schnell im Fallen natürlich nichts.
Wenn ich mir das herausgerissene obere Holzstück so ansehe, scheint daran auch schonmal nachgebessert worden zu sein, da die Maserung des Holzes teilweise nicht zum Rest passt.
Um eine weitere Beschädigung des Türrahmens zu vermeiden, habe ich das Schließblech mitsamt des herausgerissenen Holzes und der Schrauben entfernt, was recht einfach ging, ohne dabei weiteren Schaden zu verursachen.
Was soll ich damit nun machen? Ich sehe da bei mir ehrlich gesagt keine Schuld, denn eigentlich sollte man doch davon ausgehen können, dass eine Tür einen sich anlehnenden 80kg-Menschen aushält. Wie sieht es rechtlich aus? Kann mein Vermieter die Übernahme der Kosten von mir verlangen?
Ich bin jetzt zwar kein Fachmann in Sachen Türreperatur, kann mir aber vorstellen, dass das ganze nicht ohne weiteres reparabel ist und eventuell sogar der ganze Türrahmen ausgetauscht werden muss. Glaube nicht, dass man bei Holz einfach irgendeine Art Holzspachtelmasse da draufklatschen kann und man dann das Schließblech dort wieder anschrauben kann.
Als Student wäre ich natürlich ziemlich blöd dran, jetzt eine 300€-Rechnung bezahlen zu müssen, das wäre quasi alles, was ich mir in einem Jahr durch diverse Einschränkungen, die mein Leben nicht grundlegend beeinflussen, zusammensparen kann. Droht mir so ein Szenario oder komm ich daran vorbei?
Schonmal danke für jede Hilfe, weiß gerade echt nicht, was ich tun soll.
Liebe Grüße
Knarz