Guten Abend zusammen,
ich brauche bitte einmal Hilfe.
Vor ein paar Tagen habe ich Post von meinem Vermieter erhalten und habe seitdem schlaflose Nächte, ich wurde abgemahnt und die Kündigung angedroht, weil ich "eigenmächtig" (Wortlaut des Vermieters) und "ohne Zustimmung" des Vermieters meine Nebenkosten gesenkt habe, was ich dem Vermieter aber auch rechtzeitig vorher mitgeteilt habe, mit Begründung des Paragraphen 560 Abs. 4. Da ich im vorletzten Jahr ein Guthaben aus der Betriebskostenabrechnung von 1160,- hatte, daraufhin monatlich um 80,- die Nebenkosten senkte; und dann dieses Jahr (sprich für 2024) wieder ein Guthaben in der Endabrechnung von 700,- hatte und daraufhin die Nebenkosten um 100,- pro Monat gesenkt habe, da die 80,- offensichtlich noch zu niedrig angesetzt waren. Immer ab dem Zeitpunkt nach Erhalt der Endabrechnung die Senkung schriftlich angekündigt mit Begründung usw. und Verweis auf Paragr.560 Abs. 4.
Nun habe ich wie schon öfter Post vom Vermieter bekommen, dass er der Senkung nicht zustimmt, diesmal aber mit einer Abmahnung und Kündigungsandrohung(!) ich brauche bitte dringend Hilfe und Tips. Er begründet dies wie folgt:
1.Begründung des Vermieters: Die aktuellen Vorauszahlungen der Betriebskosten sind angeblich angemessen kalkuliert und orientieren sich an den tatsächlichen Kostenentwicklungen und Prognosen.
-Aber meine letzte Endabrechnung ist ja bereits für das Jahr 2024 mit Guthaben von 700,-, wie kann ich ein derartiges Guthaben haben, wenn die Nebenkostenvorauszahlung vom Vermieter angeblich angemessen kalkuliert war?! Ich habe ja offensichtlich zu viel gezahlt, wie die Endabrechnungen zeigen. Auch in den Jahren davor hatte ich sehr oft immer ein Guthaben, mal um die 500,-, mal um die 350,-, bis ich dann bei der Energie anfing zu sparen wegen der Energiekrise, da wurde es dann mehr Guthaben.
2. Begründung des Vermieters: Die Preisbremse für Energie ist im Jahr 2024 weggefallen Die Mehrwertsteuer für Heiz- und Warmwasser auf 19% zum 1.4. 2024 angehoben. Auch wurden laut Vermieter die Müllgebühren bei uns um ca. 30% zum 1.1.2024 angehoben.
3. Begründung des Vermieters: Die vergangenen Winter waren mild. Die Verbrauchskosten sind im 1. Halbjahr laut Vermieter um 13% gestiegen. (aber auch bei mir? das wage ich zu bezweifeln)
Weiter schreibt der Vermieter, dass meine Senkung dazu führen würde, dass die tatsächlichen Betriebskosten nicht mehr gedeckt würden und bei der nächsten Endabrechnung wahrscheinlich eine Nachzahlung kommen würde, was dem Grundsatz widerspricht, dass die Vorauszahlungen möglichst nahe an den tatsächlichen Kosten liegen sollen, begründet mit Paragr. 560 Abs. 4. Und widerspricht wieder meiner Senkung.
Nun dachte ich, es ist so, dass Vermieter nicht mit irgendwelchen Eventualitäten und "vielleicht-Prognosen" usw. die Nebenkostenvorauszahlung in die Höhe treiben dürfen sondern nur die tatsächlich anfallenden Kosten berechnen dürfen? Ich habe nachweislich zu viel Nebenkosten gezahlt und wie dieser Winter letztendlich wird, kann niemand vorhersagen, das wird man erst am Ende des Winters sehen. Sollte dann wirklich eine Nachzahlung fällig werden, wird diese beglichen und gut, ich verstehe die unverschämte Kündigungs-Androhung und Abmahnung des Vermieters nicht und fühle mich ehrlich gesagt auch mittlerweile massivst von solchen Schreiben belästigt, ich habe ein Kind und dies ist nun mittlerweile schon ca. das 6./7. Schreiben, wo ständig mit Drohungen und "nicht zustimmen" auf meine Senkungsankündigungen reagiert wird, und dass ich "so etwas als Mieter ja nicht allein entscheiden kann" und "mit den eigenmächtigen, (angeblich) angelaufenen Mietrückständen gegen meine mietvertraglichen Pflichten verstoße" usw. Ich habe ansonsten keinerlei Mietschulden oder sonstiges, noch nie gehabt und wohne schon lange Jahre dort.
--> Ich muss auch noch dazu sagen, dass mir der Vermieter bei der Neuberechnung der aktuellen Nebenkosten (nachdem ich die Endabrechnung für 2024 erhielt) sogar die Nebenkosten ERHÖHT hat, obwohl ich ein Guthaben von 700,- hatte!! Da musste ich ebenso gegen vorgehen und hab schriftlich widersprochen. Ich bekam auch ständig Post mit offenen Rechnungen, wenn ich eine Nebenkostensenkung schriftlich angekündigt hatte und "durchzog" und musste auch darauf noch jedes Mal reagieren, sehr nervig.
Kann mir bitte jemand helfen, was ich jetzt tun soll und was ich dem Vermieter schreiben kann? Ich lehne die Abmahnung und Kündigungsandrohung dringend ab und weiß nicht, wie ich antworten kann. Habe jetzt noch ca. 1 Woche Zeit, bis ich den Rückstand begleichen soll.
Ich bin für jede Hilfe dankbar
und bedanke mich im Voraus
mit freundlichen Grüße!