Extrem überhöhte Stromrechnung / Verdacht auf Stromdiebstahl

  • Hallo,

    Ich wende mich hier an euch in diesem Forum, da ich massive Probleme
    mit meinem Vermieter habe.
    Ich lebe allein in einer gemieteten 2 Zimmer Wohnung. Heute kam meine
    Stromrechnung für 2014/15 und ich bin aus allen Wolken gefallen.
    3500 kwh und ich muss 1200 € nachbezahlen. Dies ist dreimal soviel wie
    letztes Jahr, was nicht sein kann, da ich sehr darauf bedacht bin,
    Strom zu sparen und dieses Jahr noch sparsamer gelebt habe als letztes Jahr.

    Daher habe ich den dringenden Verdacht, das mein Vermieter von mir Strom
    stiehlt.
    Er gewährt mir kein Zugang zu meinem Stromzähler, selbst als letztens die
    Zähler abgelesen wurden, hat er mich nicht informiert und das wie immer
    hinter meinem Rücken getan.
    Ich musste mit der Polizei drohen, damit ich mein Zähler sehen durfte.
    Auch der Stromkasten mit den Zählern ist ein reines Chaos, dort laufen Kabel
    heraus, von den man nicht weiß, wo sie genau hin laufen und auch nach
    mehrmaliger Nachfrage meinerseits bekomme ich keine adäquate Antwort
    vom Vermieter, was da genau vorgeht.
    Auch Gespräche mit dem Vermieter laufen ins Leere, da er nie zu geben
    würde, Strom zu stehlen und redet sich mit absolut fadenscheinigen
    Argumenten heraus.

    Vor 2 Jahren lief das ganz genauso, noch immer muss ich Raten bis Ende 2016
    an meinen Anbieter bezahlen, obwohl ich den Strom nicht verbraucht habe.

    Telefonate mit meinem Stromanbieter, Netzbetreiber und der Polizei
    verliefen erfolglos, da sich keiner in der Pflicht sieht, dort einzuschreiten.
    Mein Anbieter verweist mich auf den Netzbetreiber, dieser zur Polizei und
    die ist laut Gespräch mit einem Beamten für so etwas nicht zuständig.
    So ist es mir unter diesen Umständen nicht möglich, den Stromdiebstahl
    zu beweisen.

    Ich bin recht verzweifelt, da ich Frührentner bin und mit meiner bescheidenen
    Rente immer wieder solche horrenden Stromrechnungen bezahlen soll,
    obwohl ich das ganze Jahr über Strom gespart habe (dachte ich
    zumindest).
    Auch ein Umzug gestaltet sich in meinem momentanen Zustand als sehr
    schwierig bis unmöglich.

    Ich bin einfach nur geschockt von dieser Dreistigkeit meines Vermieters,
    der damit schon wieder davon kommt und sich ins Fäustchen lacht.
    Und ich bin empört über die Gleichgültigkeit des Stromanbieters,
    Netzbetreibers und der Polizei.

    Vielleicht hat jemand hier im Forum einen Tipp, was ich noch tun könnte,
    da ich mittlerweile meine Existenz bedroht sehe und echt nicht mehr weiter
    weiß.

    Für die Vermittlung zum A-Team wäre ich sehr dankbar ;)

  • Hallo Donkia,

    "Für die Vermittlung zum A-Team wäre ich sehr dankbar ;-)"
    - Da auch mein Vermittlungsversuch mit Chuck Norris fehlschlug, kann ich nur empfehlen, dass Du mit Deinen sämtlichen Unterlagen zu einem Anwalt gehst. Der müsste eigentlich wissen, wie man in dieser Situation weiterkommen kann.

  • @ Berny
    Das werde ich auch tun. Mit A-Team meinte ich auch ein "Anwälte-Team".
    Aber anscheinend ist dieses Wortspiel nicht angekommen...
    Zumal auch sonst keiner helfen und sich mit so was herum schlagen will.

    Ich dachte, bei mietrecht.de bekommt man Hilfe, so wie es der Namen sagt.
    Anscheinend aber bekommen hier nur Vermieter Hilfe um ihre Mieter besser auszubeuten.
    Na dann ergötzt euch mal an eurem Opfer, bevor ihr es endgültig den Löwen zum Fraß vorwerft.

    und Ade

  • @ Berny
    Das werde ich auch tun. Mit A-Team meinte ich auch ein "Anwälte-Team".
    Aber anscheinend ist dieses Wortspiel nicht angekommen...
    und Ade


    Gut, dass Du mich noch vor Mitternacht von diesem Rätsel erlöst. Hätte mir sonst den ganzen kommenden Tag versaut.
    Und Ade dito.

  • Zitat


    Ich dachte, bei mietrecht.de bekommt man Hilfe, so wie es der Namen sagt.

    Was reagierst Du so aggressiv, wenn jemand ein Späßchen macht? :confused:

    Zumal Berny Dir den guten Tipp gegeben hat, mit dem Sachverhalt zu einem Anwalt zu gehen.
    Was sollen wir Dir sonst raten? Der Sachverhalt kann nur vor Ort eingeschätzt werden und nicht aus der Ferne.

    Warum verbaust Du in deiner Wohnung nicht einfach einen (oder mehrere) Zwischenzähler, um die Abweichungen nachzuweisen?
    Geeichte Geräte gibt es im Fachhandel für knapp 30 EUR.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Ich dachte, bei mietrecht.de bekommt man Hilfe, so wie es der Namen sagt.


    Richtig, das gilt aber nur für Fragen des Mietrechts und nicht für zivilrechtlichen Knatsch zwischen Mieter und Vermieter. Wenn du nicht genügend Zivilcourage besitzt, um dich bei deinem Vermieter durchzusetzen, dann ist das einzig dein Problem, denn Nachhilfe in dieser Courage können wir dir nicht geben.

  • [QUOTE=Donkia;68092
    Ich dachte, bei mietrecht.de bekommt man Hilfe, so wie es der Namen sagt.
    Anscheinend aber bekommen hier nur Vermieter Hilfe um ihre Mieter besser auszubeuten.
    Na dann ergötzt euch mal an eurem Opfer, bevor ihr es endgültig den Löwen zum Fraß vorwerft.

    und Ade[/QUOTE]

    Hallo,

    was bist du denn für einer?

    Berny macht einen Joke und gibt dir einen guten Rat und du schlägst um dich.

    Wenn du mit deinem realen Umfeld genauso mies umgehtst, wie mit dem virtuellen, dann bist du bestimmt nicht ganz unschuldig, dass du mit deinem Forderungen und Anschuldigungen nicht vorankommst. Die meisten halten dich wahrscheinlich für einen "verwirrten Spinner", der unter Paranoia leidet.

    Am besten du hilfst dir selbst!

    Gruss
    H H

    Seltsam! Aber so steht es geschrieben...

  • hallo,

    da es wirklich im Internet sehr wenig über Stromdiebstahl des Vermieters gibt, möchte auch ich mich mal hierzu äußern...

    denn:
    auch bei uns wurde bis vor ca. 2 Monaten von unseren Vermietern zwischen 1000 und 2000 kwH Strom pro Jahr "gezogen"...

    auch wir haben uns das Hirn darüber zermartert ob und wenn ja wie wir das nachweisen sollen...

    wir sind zunächst in ein Haus ( nur wir bewohnen darin eine Wohnung ) eingezogen, im Stall nebenan wird noch Landwirtschaft betrieben ... bei Einzug war nur ein Hauptzähler und ein ungeeichter landwirtschaftlicher Zähler im OG vorhanden. Es hieß: wir würden "billigen" Nachtstrom über die Vermieter bekommen, ein Zähler "rentiere" sich nicht, Abrechnung werde dann von den Vermietern vorgenommen...

    Die erste Nebenkostenabrechnung war dann noch einigermaßen ok, aber dann die zweite Nebenkostenabrechnung enthielt eine Stromrechnung von angeblichen 4500 kwh Stunden im Jahr für ein Ehepaar - ohne Kinder - / der landw. Betrieb angeblich nur 3800 kwh Stunden !!!

    Trotz eingebautem neuem Zähler dann der Schock: immer noch 3500 kwh Stunden im Jahr trotz stromsparender Geräte ... Ich schrieb mir montatlich sporadisch die Zählerstände auf und konnte es nicht fassen...

    Unser Vermieter beleidigte mich dann und meinte frech wir hätten wohl jetzt den "Schalter gefunden" deshalb wäre unser Strom bei 3500 nicht bei 4500kwH / Jahr...

    Das provozierte bei mir, daß ich nun ein STROMPROTOKOLL UND PARALLEL DAZU EIN BEWEGUNGSPROFIL ( ALSO VERBRAUCHER DIE ICH ZU DIESEN ZEITEN AN UND AUSMACHE ) ERSTELLTE. Hier schreibe ich immer Tageszeit auf, dahinter den Zählerstand. Praktischer Weise hängt der Landw. Zähler direkt neben unserem, daher kenne ich nun auch den tatsächlichen Stromverbrauch für die Landwirtschaft. Das alles habe ich auch noch per Fotos dokumentiert. Vor meinem Protokoll war der Verbrauch Landw. ca. 3800 kwH , jetzt ( seit 2 Monaten Protokoll) ca. 6000 kwH pro Jahr.

    Ich achtete darauf, daß ich ganz normal alle Hausarbeiten erledige allerdings zwischendurch immer mal den Stromzähler aufsuchte ( ist leider im 1. Stock also immer Treppe rauf und runter - soll ja fit halten -).

    Keine Ahnung wie, aber unsere Vermieter müssen davon Wind bekommen haben, denn seit dem Tag an dem ich das begonnen habe, ist ( oh Wunder) unsere Stromrechnung auf ca. 2200 kwH / Jahr gesunken und die unserer Vermieter auf ca. 6000 ! gestiegen... - das Ganze exerziere ich nun ca. 2 Monate. nach ca. 3 Wochen konnte ich die Sicherung, von der offensichtlich mittels eines zugeschalteten Relais Strom gestohlen wird herausfinden und habe diese dauerhaft rausgemacht... - die entsprechenden Geräte habe ich auf andere Sicherungen verteilt ...

    Sind diese Indizien ausreichend unseren Vermietern den Stromdiebstahl also Betrug nachzuweisen ?

    Sind diese Indizien ausreichend um unseren Vermietern fristlos zu kündigen ?

    - In entsprechende Zimmer, die sich hinter den Stromzählern befinden haben wir keinen Zugang ( sind immer abgeschlossen ). Auch zum Stall und diversen Wirtschaftsgebäuden haben wir keinen Zutritt.

    Ich finde, es ist nicht ok, andere gleich der Paranoia zu bezichtigen, da man als Bestohlener oft genug an sich selbst zweifelt und ob man anderen Unrecht tut (...). Allerdings sprechen hier Zahlen ...

    Außerdem finde ich es wirklich in dem beschriebenen Fall sehr schwierig was zu machen, wenn ein Vermieter den Mieter den Zugang zum Zähler verwehrt (!) - GEHT´S NOCH???

    Ich habe noch einen Tip wegen Rechtsanwaltskosten: Prozesskostenhilfe beantragen..., das sollte doch funktionieren, wenn man nur eine kleine Rente bezieht... oder ? einfach einen Anwalt anrufen, Fall kurz schildern, dann nach Prozesskostenhilfe fragen...-

    Fakt ist auch, dass meistens Mieter schlecht weg kommen und Vermietern mal grundsätzlich eher Gutes zugesprochen wird.

    Beispiel : einfach mal bei Google folgende Wörter eingeben: Stromdiebstahl Mietrecht. Meistens sollen es die Mieter sein, die Strom stehlen... - wahrscheinlich führt das dann auch zu solchen Reaktionen ( kleine Analyse...)

  • Hallo,

    wie viele Mietparteien gibt es bei euch (inkl. Vermieter)?

    Meine Idee zur Problemlösung wäre:

    Stromanbieter bitten, Gesamtstromverbrauch des gesamten Gebäudes zu benennen. Hierfür "berechtigtes Interesse" klarstellen - sprich: Verdacht des Betruges bzw. Stromdiebstahls im Haus

    => ob´s funktioniert, weiss ich nicht, da man ja seinen eigenen Stromanbieter wählen kann
    => daher am besten den Versorger kontaktieren, der die Zähler installiert hat (steht auf den Geräten drauf)

    Wenn der Versorger dir den Gesamtverbrauch nicht benennt, würde ich eine Betrugsanzeige bei der Polizei stellen. Dann müsste die Polizei diese Nachforschungen ankurbeln.

    Anhand des Gesamtverbrauchs könnte man dann erkennen, ob der Differrenzbetrag (zu deinem Verbrauchswert) als Verbrauchswert der anderen Mietpartei realistisch ist oder ob hier tatsächlich manipuliert wurde.

    Gruß,
    anonym2

    Hinweis: nur meine unverbindliche Meinung

  • hallo,
    das steht im Beitrag:

    im Haus ist nur eine Mietpartei - nämlich wir.

    Der Stromverbrauch in diesem Haus wurde von uns ( natürlich ) mit unserem Stromverbrauch im letzten Haus ( da bewohnten wir ein ganzes Haus plus Nebengebäuden ) verglichen: Da war der Stromverbrauch zwischen 2000 und 2400 kwH im Jahr.

    Daher ist ja ganz klar, daß dieser angebliche Verbrauch von 4500 ( letzte Nk Rechnung 2014) nicht stimmen konnte... - es hat sich bei den Verbrauchern nichts wesentliches geändert ( ausser dass wir jetzt viele neuere A++ Geräte haben... :-)).

    Ich hatte vergessen noch zu erwähnen, dass unsere jetzigen Vermieter bis jetzt keine Nebenkostenabrechnung an uns gestellt haben... - unsere Vermieterin äußerte vor Kurzem, dass sie der Meinung sei, wir müssen nach wie vor die im Mietvertrag festgelegten Nebenkosten zahlen ( Strom, Wasser, Schornsteinfeger) insgesamt ca. 100€, obwohl ich die Stromkosten direkt an den Stromanbieter bezahle, seit der Zähler eingebaut ist... - sie erklärte, dass sie ja vielleicht dann irgendwann mal eine NK Abrechnung machen würde, sie könne sich dafür das ganze Jahr Zeit lassen (...). - das nur am Rande -...

    eine Anzeige bei der Polizei halte ich für aussichtslos, denn diese mischen sich nicht in solche "Streitereien", da es sehr zeitaufwendig ist, alle Parteien anzuhören... - dann abzuwägen wer Recht hat usw. - das ist eher Aufgabe eines Gerichtes und einer Anwaltskanzlei meine ich, festzustellen was nun Recht ist und was Betrug...

    Die Stromversorger sind ebenfalls der falsche Ansprechpartner, denn sie sind auf Großabnehmer wie Landwirte angewiesen und werden sich mit Sicherheit hier nicht aus dem Fenster lehnen... - hier werden sie, sofern sie Auskünfte wollen, mit Datenschutz konfrontiert. Stromverbrauch wird dann grundsätzlich lapidar abgetan mit Aussagen wie: "woher soll ich Ihre Gewohnheiten bezüglich Stromverbrauch kennen"- und "es gibt Leute, die machen den Backofen in der Küche an um die Bude zu heizen... "usw...

    nur nüchterne Zahlen können hier zeigen wie hoch der Stromverbrauch tatsächlich ist, was voraussetzt, dass man den Zähler auch erreichen und entsprechend kontrollieren kann... - verwehrt wie in diesem obigen Fall von Donkia der Vermieter den Zugang zum Zähler, so muss meiner Meinung nach ein Gericht oder ein Rechtsanwalt diesen Zugang "erstreiten" und zwar wie oft und wann der Mieter das möchte. Das ist mein Empfinden von Recht in diesem Fall. Es kann nicht sein, dass man als Mieter kein Recht mehr hat, zu kontrollieren, ob eine Rechnung stimmt oder nicht. Das ist Willkür.

    LG

  • Es hat sicher keinen Zweck hier weiter Klagelieder zu singen. Da müssen Sie mal Nägel mit Köpfen machen.
    Nehmen Sie sich einen Anwalt um das ganze Gewirre mal zu ordenen. Das kann nur geschehen indem man alle Dokumente einsieht.
    Hier bei jeden Beitrag ein anderes Stück Holz ins Feuer zu schmeißen bringt nichts

  • Hallo w66,

    mein Beitrag war an den Treadersteller donkia gerichtet. Dass du dich hier einfach so mit deinem Problem einmischst, ist nichtsehr nett.

    Der Fragesteller wohnt in einer 2-Zi-Wohnung!

    und ich würde -der Einfachheit halber- immer erst den simpelsten Weg gehen - sprich: beim Versorger nach dem Gesmtverbrauch fragen. Vielleicht bekommt man Auskunft.

    Gruß,
    anonym2

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