Hallo zusammen,
ich habe eine Frage gemäß folgendem Sachverhalt:
Eine Freundin von mir hat vor kurzem eine Wohnung angemietet. Im Vertrag wurde eine Mietkaution in Höhe von drei Monatsmieten vereinbart. Soweit so gut.
Die Wohnung hat sie jedoch nur gekriegt, da sie dem Vermieter eine selbstschuldnerische Bürgschaft Ihrer Mutter zugesagt hat. Dies geschah jedoch nicht im klassischen Sinne unaufgefordert, sondern der Vermieter hat ihr, da sie sich im Arbeitsvertrag noch in Probezeit befindet, klar gemacht, dass Sie die Wohnung nur erhält, wenn sie eine unbeschränkte, selbstschuldnerische Bürgschaft liefern kann.
Im Mietvertrag an sich ist die Bürgschaft nicht erwähnt, d.h. nicht offiziell Bestandteil des Mietvertrages (sofern ich das richtig verstanden habe, würde dann die Maximalhöhe der Bürgschaft auf drei Monatsmieten, abzüglich der Kaution, beschränkt sein, was der Vermieter natürlich umgehen will?!).
Die Bürgschaft der Mutter lag in dem Fall dann noch nicht direkt bei Vertragsschluss vor, sondern wurde erst ein paar Tage später nachgereicht. In der Zeit dazwischen hat der Vermieter eine Erinnerungsmail gesendet, in der ausdrücklich formuliert ist, dass die Bürgschaft Vertragsbestandteil des Mietvertrages ist.
Nun endlich meine Frage: Ist die unbeschränkte (und nicht auf drei Monatsmieten begrenzte), selbstschuldnerische Bürgschaft dann dennoch gültig, auch wenn mit der Mail ja indirekt nachgewiesen ist, dass die Bürgschaft Vertragsbestandteil des Mietvertrages und somit auch nicht wirklich "unaufgefordert" erbracht wurde? - Wahrscheinlich schon, aber ich bin mir hier nicht 100%ig sicher.
Danke schon mal!