NKA Ölverbrauch unplausibel

  • Hallo,


    mir bereitet meine Nebenkostenabrechnung Kopfzerbrechen.
    Der Ölverbrauch der Liegenschaft ist erheblich von einem auf das andere Jahr gestiegen was sich auch in einem Gespräch mit dem Vermieter nicht klären lies.

    kleines Mehrfamilienhaus, 3 Parteien

    Verbrauch des Abrechnungsjahres: 3800L / 18.698 Einheiten
    im selben Zeitraum im Jahr zuvor: 2800L / 15.361 Einheiten

    Der Verbrauch ist zwar gestiegen aber das Verhältnis ist scheinbar unlogisch.
    Nach 3-Satz berechnet müsste der Verbrauch an Öl bei ca. 3400L liegen.
    Warmwasser spielt beim Ölverbrauch auch eine Rolle ist aber zum Vorjahr um 10% gesunken, daher sind die 3400L eher nach unten zu korrigieren.

    Nach grober Berechnung mit dem Vermieter liegt der Verbrauch des aktuellen Jahres bei 3400L. Ist meiner Meinung nach auch nicht nachvollziehbar, da der Winter so mild war und ich definitiv kaum geheizt habe. Gleiches sagen die übrigen Parteien.

    Ist meine Überlegung denn in etwa richtig?
    Welche Möglichkeiten gibt es den Ölverbrauch zu erklären?


    Vielen Dank


  • Verbrauch des Abrechnungsjahres: 3800L / 18.698 Einheiten
    im selben Zeitraum im Jahr zuvor: 2800L / 15.361 Einheiten
    Welche Möglichkeiten gibt es den Ölverbrauch zu erklären?


    Indem der VM ihn genau errechnet, also Jahresanfangsbestand plus Zutankungen abzgl. Jahresendbestand - und NICHT, wie anscheinend hier geschehen, grosszügig auf volle 100L auf- oder abrundet.

  • Indem der VM ihn genau errechnet, also Jahresanfangsbestand plus Zutankungen abzgl. Jahresendbestand - und NICHT, wie anscheinend hier geschehen, grosszügig auf volle 100L auf- oder abrundet.

    Gerundet habe ich grade beim Schreiben genau sind es 3814L und 2824L.
    Wir sind gemeinsam mit dem Vermieter sämtliche Bestandsänderungen durchgegangen und haben auch den aktuellen Bestand ermittelt. Demnach passt das alles auch. Das Verhältnis zwischen Ölverbrauch, Heizung und Warmwasser ergibt keinen Sinn, jedenfalls für mich als Laie. Änderungen an Haus oder Heizung gab es auch nicht.

  • Hallo,

    um was für Einheiten geht es denn?
    Wenn diese aus Verdunsterröhrchen errechnet wurden, dann kann das alles durchaus richtig sein. Die Verdunstung ist von vielen Faktoren abhängig und steigt nicht immer in linearer Korrelation mit dem Ölverbrauch.

    -->Der beste Indikator für den Heizölverbrauch ist immer noch die Ölmenge, die verbraucht wurde! Wenn ihr den richtig ermittelt habt, dann habt ihr scheinbar doch mehr geheizt, als ihr dachtet.

    Gruss
    H H


  • -->Der beste Indikator für den Heizölverbrauch ist immer noch die Ölmenge, die verbraucht wurde! Wenn ihr den richtig ermittelt habt, dann habt ihr scheinbar doch mehr geheizt, als ihr dachtet.

    Simpler gehts nun nicht mehr. Was verbraucht wurde muß auch bezahlt werden.

  • Wenn mir jemand sagen kann, wie man auf den Liter genau den Jahresend /-anfangsbestand errechnen kann, der kriegt nen Bonbon.

    Jede Heizölanlage, die ich bisher in meinem Berufsleben sehen durfte, hatte eine Tankuhr, die in % ging. Diese Uhren gehen nie 100% korrekt sondern zeigen immer eine Abweichung von 2 - 3 % ab, weswegen man einen Öltank ja auch bei spätestens 10 % wieder auffüllen lässt. Wenn der Tank 15.000 Liter fasst, sind 3 % schon 450 Liter und wenn man dann noch nur ungenau abliest und da noch einmal 1 - 2 Prozentpunkte hinzukommen, wird der Unterschied zum "wahren" Tankinhalt noch größer.

  • Grundlegend verhalten sich die Einheiten der Heizkostenverteiler nicht proportional zur eingesetzten Menge Brennstoff. Der Heizkostenverteiler errechnet einen Wert aus der Temperatur des Heizkörpers sowie deren Wirkungsdauer (sehr vereinfacht dargestellt). Alles was aber nicht am Heizkörper stattfindet z.B. Verluste am Kessel, Leitungsverluste, Energie zum Vorhalten des heißen Wassers für die Heizung und eventuell die Warmwasserbereitung usw., werden durch den Heizkostenverteiler nicht erfasst. Damit kann es auch bei einer geringeren Abnahme am Heizkörper durchaus zu einem höheren Brennstoffbedarf kommen.

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