Hallo allerseits,
ich habe ein paar Fragen und würde mich freuen, wenn mir hier vielleicht jemand weiterhelfen kann.
Lebe derzeit zur Miete in einer Altbau DG-Wohnung. Der Dachboden über mir ist laut Vertrag als Trockenraum mitvermietet. Vor Kurzem wurde mir das Nutzungsrecht durch den Vermieter entzogen, als Grund Maßnahmen zur Wärmedämmung angegeben. Inszwischen stellte sich heraus, dass dort oben eine weitere Wohnung geplant ist...
=> Frage 1:
Kann der Vermieter das so einfach durchziehen?
Die neue Wohnung soll durch die Gastherme in meiner Wohnung mitversorgt werden. Eigentlich ist im Mietvertrag wortwörtlich festgehalten, dass meine Wohnung über eine Gasetagenheizung verfügt - was ja dann so nicht mehr gegeben wäre, wenn ein weiterer Haushalt mit drangehängt wird.
=> Frage 2:
Kann ich ich darauf bestehen, meine eigene Therme, also Gasetagenheizung, behalten zu dürfen und dass oben von mir unabhängig beheizt wird (was technisch durchaus machbar wäre)?
Die Zusammenlegung der Heizung brächte natürlich weitere Komplikationen mit sich, z.B. bei der Abrechnung. Bisher habe ich einen eigenen Gaszähler und eigenen Vertrag mit dem Energieversorger. Alles wunderbar.
In Zukunft ist es dann so gedacht, dass noch ein Zwischenzähler (Wärmezähler) eingebaut und der Verbrauch über mir vom Gesamtverbrauch abgezogen wird. Allerdings hat der Energieversorger damit nichts zu tun, der liest nur im Keller den Gesamtgasverbrauch ab. Versorgungsvertrag und Abschlagszahlungen blieben an mir hängen, der neue Mieter solle mir seinen Anteil dann erstatten...
=> Frage 3:
Muss ich das so hinnehmen, oder kann ich den Vertrag mit dem Gasversorger dann kündigen und vom Vermieter fordern, dass er ihn übernimmt und die Abrechnung mit beiden Haushalten macht? Der Gasversorger empfiehlt es so... sonst bliebe ich ja bei einem eventuellen Zahlungsausfall des neuen Mieters auf den Kosten sitzen.
Der Betriebsstrom der Therme läuft ebenfalls über meinen Zähler, ein extra Zähler ist nicht geplant, man kann nur schätzen. Wie das gelöst werden soll, weiß keiner. Der neue Mieter soll mir dann einfach jährlich einen angenommenen Betrag in die Hand drücken... oder so...
Natürlich begeistert mich das alles eher wenig. Auf die Dachbodennutzung kann ich notfalls verzichten, aber das Heizungsding ist echt ein dickes Ei. Da kann es ja schnell mal um etliche hundert Euro gehen.
=> Frage 4:
Was habe ich für Möglichkeiten, mich zu wehren? Kann ich den Handwerkern den Zutritt in die Wohnung verweigern, so lange es keine Klarheit gibt? Den Gasversorgungsvertrag kündigen? Die Therme abschalten, bis eine für mich akzeptable Lösung gefunden ist?
Ideen?
Danke schon mal für's Lesen und Mitdenken. ![]()
Schönen Abend und viele Grüße,
nightingale