Nebenkosten explodiert! Keine Erklärung :-(

  • Hallo Leute!

    Ich habe gerade meine Nebenkostenabrechnung für 2014 bekommen und mich hat fast der Schlag getroffen. Ich soll über 340 EUR nachbezahlen, obwohl aufgrund der Vorjahresabrechnung der monatliche Abschlag um 70 EUR !!! pro Monat erhöht wurde.

    Wohnungsgröße: 55m^2 - Dachgeschoss, 2 Zimmer, große Küche
    Heizart: Gasheizung mit Warmwasserspeicher
    Wohnungsbaujahr: 80er Jahre
    E-Großverbraucher: E-Herd (alt), Waschmaschine (neu), Wäschetrockner (neu), Kühlschrank (neu), kl. Gefrierschrank (7Jahre)
    Wasserverbraucher: Küchenspüle, Waschbecken Badezimmer, Dusche, Wanne (nicht genutzt)
    Heizung:

    Mein Vermieter meinte noch ganz frech zu mir, dass die Vormieter (130 EUR Abschlag) meistens sogar noch Geld wiederbekommen haben und sagte, dass das wahrscheinlich an den Heizkosten und den gestiegenen Energiepreisen liegt. Ich bezahle 200 EUR monatlich an Nebenkosten für o.g. Wohnung.

    - Ich habe in der ganzen Wohnung sparsame LED-Beleuchtung installiert
    - Ich betreibe die Heizung nur von Sept./Okt. bis März/April und mache im Winter nur Stoßlüften (1x am Tag alle Heizkörper für 30 min. aus und alle Fenster auf, danach Heizung wieder an)
    - Ich habe die Heizung nie höher als Stufe 2 (Geht bis Stufe 5)
    - Meine Waschmaschine und Kühlschrank haben Energieeffizienzklasse A+, der Trockner B, Gefrierschrank weiß ich nicht, aber vermutlich auch A+, da Markengerät und erst 7 Jahre alt. Nur der Herd ist wahrscheinlich schon etwas älter (Stahlkochplatten)

    Hier nun meine angeblich verbrauchten Einheiten:

    Strom: 2827 kWh
    Gaszähler: 2003 m^3 (Teilen uns eine Anlage mit dem EG (Gewerbe))
    Heizung: 4588 kWh
    Warmwasser: 4687 kWh

    Kann mir jemand weiterhelfen, warum die Kosten so explodiert sind? Wie verhält es sich mit den Wärmezählern? Die sind 2011 neu gekommen und ab 2012 mit 301EUR berechnet. Kosten 3 Zähler mit Einbau über 900 EUR? Bei amazon gibts die Geräte ab 140 EUR.
    Kennt sich jemand mit Nebenkostenabrechnungen aus? Ich könnte die Abrechnungen per email senden, wenn sich vielleicht jmd. bereit erklärt da mal drüber zu schauen.

  • Hallo,

    Du kannst die Abrechnung hier auch hochladen (persönliche Daten unkenntlich machen).

    Welche Kostenpositionen haben sich denn im Vergleich zum Vorjahr so erhöht? Das wäre der erste Ansatzpunkt.
    Vergleiche beide Abrechnungen miteinander.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

    Einmal editiert, zuletzt von Leipziger82 (6. März 2015 um 14:03)

  • torpedokroete:

    "Kann mir jemand weiterhelfen, warum die Kosten so explodiert sind?"
    - Niemand wird das können, ohne die Unterlagen studiert zu haben.

    "Wie verhält es sich mit den Wärmezählern? Die sind 2011 neu gekommen und ab 2012 mit 301EUR berechnet. Kosten 3 Zähler mit Einbau über 900 EUR? Bei amazon gibts die Geräte ab 140 EUR."
    - Der Preis der WMZ ist i.O. Einbaukosten waren in meinem Haus ~100€ pro Stück. Da sie zum Haus gehören, hat der Mieter mit den Kosten bei Neuinstallation nichts zu tun.

    "Kennt sich jemand mit Nebenkostenabrechnungen aus? Ich könnte die Abrechnungen per email senden, wenn sich vielleicht jmd. bereit erklärt da mal drüber zu schauen."
    - Viele hier kennen sich damit excellent gut aus. Ich selbst lehne jedoch eine Prüfung per email ab.

  • Ok, danke für den Tip!

    Ich bin am 01.08.2013 eingezogen. Ich habe die anteilige NK-Abrechnung für 2013, die aktuelle Abrechnung für 2014 und die des Vormieters von 2012 hochgeladen. Die Pdf's bestehen jeweils aus den Abrechnungen und den Erläuterungen auf der letzten Seite.

    Mich macht nur stutzig, dass der Vormieter einen Abschlag von 120 EUR/Monat gezahlt hat und ich 182,50 EUR/Monat deftig draufzahlen soll, obwohl der Vormieter sogar noch etwas wiederbekommen hat. Der Vermieter hat mir gesagt, dass der Vormieter wohl nicht gekocht hat, sondern nur auswärts gegessen hat. Aber ich glaube das Kochen macht doch keine 750 EUR für Strom aus, oder?

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  • Ihre Betriebskosten mit dem Vormieter zu vergleichen ist absoluter Unsinn.
    Alles andere ist überflüssig zu sagen.

    Vergleichen kann man nur das eine Jahr mit dem anderen Jahr.

  • Zitat

    torpedokroete: Wie verhält es sich mit den Wärmezählern? Die sind 2011 neu gekommen und ab 2012 mit 301EUR berechnet. Kosten 3 Zähler mit Einbau über 900 EUR? Bei amazon gibts die Geräte ab 140 EUR.

    Dem Vermieter kann man leider nicht vorschreiben, bei wem er diese Dinge zu kaufen hat.
    Aber entscheidend ist hier etwas anderes, denn er hat nur 2 Möglichkeiten um die Kosten abzuwälzen:

    a) Er kauft die Wärmezähler im Rahmen des § 549 BGB (Mieterhöhung nach Modernisierungsmaßnahmen) dann kann er die jährliche Miete um 11% der für die Wohnung aufgewendeten Kosten erhöhen. Hier ist natürlich darauf zu achten, dass die Modernisierung nach den gesetzlichen Bestimmungen überhaupt als solche anerkannt ist. Auch hat er die Wirtschaftlichkeit beim Kauf zu beachten.

    b) Er mietet die Wärmezähler und kann diese Mietkosten in die Betriebskosten mit aufnehmen und abrechnen.

    Einfach den Kauf auf die Betriebskosten, so wie es hier erscheint, umlegen funktioniert nicht.

    Aus der Ferne kann man keine Betriebskosten prüfen. Das muss der Mieter selbst in die Hand nehmen. Der erste Weg könnte die Belegeinsicht beim Vermieter sein, der dieser zustimmen muss.
    Na ja, dann vielleicht Mieterverein oder Fachanwalt - das Übliche halt in solcher Situation.

  • torpedokroete,
    nimm' es mir bitte nicht übel, aber ich werde diese drei Abrechnungen nicht näher überprüfen.
    Als Mieter+Vermieter habe ich für alle einzenen Betriebskostenarten Exceltabellen angefertigt, wonach ich alle Entwicklungen verfolgen kann. Als Mieter hatte es uns schon mal geholfen, da unberechtigterweise vier statt der vorhandenen drei Restmüllbehälter berechnet wurden.

  • Genauso geht es! Nur so kann man die einzelnen Posten vergleihe und die erforderlichen Rückschlüsse ziehen.
    Wenn das bloß mit der Mühe nicht wär'

  • Genauso geht es! Nur so kann man die einzelnen Posten vergleihe und die erforderlichen Rückschlüsse ziehen.
    Wenn das bloß mit der Mühe nicht wär'


    Einmal angelegt, bedeutet die Datenpflege keine nennenswerte Mühe mehr, und für mein Vermietungsobjekt machen sich die BetrkAbrechnungen fast von selbst.

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