Hallo,
meine Familie und ich bewohnen gemeinsam eine 3-Zimmer-Wohnung im Obergeschoss eines Hauses. Neben unserer Wohnung befindet sich noch ein weiteres, kleines Zimmer, welches eigentlich die Vermieterin 2 - 3 mal im Jahr nutzen wollte, wenn sie ihre Schwester in unserem Ort besucht. Nun ist es aber so, dass die Vermieterin bereits einen Mieter für dieses Zimmer gesucht und gefunden hat, der so schnell wie möglich dort einziehen möchte.
Der Knackpunkt ist jedoch dass weder Strom-, noch Wasser-, oder Heiz-Kreislauf von unserem getrennt sind. Wir bezahlen diese Leistungen (Gas, Wasser, etc.) direkt an die Stadtwerke und man hat uns zu verstehen gegeben, dass wir uns dann quasi selber darum zu kümmern hätten, dass der Verbrauch unseres Nachbarn errechnet wird und vor allem, ob und wie wir das Geld für Strom-, Gas- und Wasser letztlich von ihm erhalten.
Ich habe der Vermieterin gesagt, dass dies nicht rechtens sein kann und das ich mich dagegen wehren werde, auf eigenes Risiko für einen fremden Mieter diese Kosten vorzustrecken, worauf sie nur erwiederte, dass ihr das egal sei und das wir ja letztlich sehen werden, dass sie diese Vermietung auch dann durchzieht, wenn es nicht rechtens ist.
Meine Fragen wären:
- Ist es auch nur annähernd rechtens, ein Zimmer zu vermieten, welches komplett über unsere Wohnung und auf unsere Kosten versorgt wird?
- Falls es nicht rechtens ist: Auf welche Richtlinien kann ich mich in diesem Falle berufen?
- Und wenn die Vermieterin die Vermietung doch einfach vornimmt: Welche Möglichkeiten hätte ich, diese Vermietung zu verhindern, bis eine vernünftige Trennung der Versorgung vollzogen ist?
Die Situation wird hier plötzlich akut und der potentielle Mieter beginnt schon, zu vermessen und den Umzug zu organisieren, weshalb ich für jede Antwort ausgesprochen dankbar bin.
Vielleicht noch als kleine Anmerkung zum besseren Verständnis: Die Zeit seit unserem Einzug war ein einziger Alptraum, da sich die Vermieterin generell weder an Absprachen, noch an Zusagen gehalten hat und nicht bereit ist, auch nur einen Cent in ihr Haus zu investieren. Sie hat dieses Haus früher wohl "Matratzenweise" vermietet und da sie sich nicht an die Zusage gehalten hat, eine neue Heizung installieren zu lassen, saßen wir letzten Winter mit einem Kleinkind ohne Heizung und Warmwasser da.
Und das ist nur die Spitze eines Eisberges, den ich eigentlich jedem hier ersparen möchte. Die Dame tut jedenfalls nichts, außer unser Geld zu nehmen. Dass nur, um etwas klarer zu machen, mit welchem Typ Mensch wir es hier zu tun haben. Ein Auszug ist auch schon in Arbeit, doch der Wohnungsmarkt gestaltet sich derzeit schwierig.