Hallo allerseits,
ich habe durch meine Wohnungsbaugesellschaft im Januar eine Mieterhöhung bekommen.
Rein formal scheint mir diese soweit auch korrekt zu sein, da ich z.Zt. im Ausland bin kann ich das durch meine Rechtsschutzversicherung leider erst im nächsten Monat abschließend prüfen lassen, das ist aber erst einmal nicht mein Thema.
Was mich stört an dieser Mieterhöhung ist, daß die Wohnungsbaugesellschaft im gleichen Haus die eine Treppe höher gelegene aber ansonsten ausstattungs- und aufteilungsmäßig identische Wohnung, um diese überhaupt vermietet zu bekommen, günstiger (zusätzlich mit 2 Monaten Mietverzicht) anbietet als meine jetzige Miete vor der Mieterhöhung.
Die Wohnungsbaugesellschaft hat in der gleichen Straße noch mehrere Häuser (eigentlich besteht diese Straße nur aus Häusern der WBG).
Zur Zt. sind ein paar Wohnungen in dieser Straße frei und unvermietet (fast alle identisch, die Häuser vor mir haben in den letzten 3 Jahren sogar neue energiesparende Fenster bekommen, meins nicht, sind also besser ausgestattet, einzig hab ich eine schönere Aussicht
). ALLE Wohnungen in diesen Häusern werden mit günstigeren Mieten angeboten als meine jetzige Miete. Trotzdem flattert mir nun eine Mieterhöhung ins Haus. Super. ![]()
Im Rahmen des existierenden Mietspiegels scheint meine Miete auch nach der Erhöhung zwar korrekt, allerdings wohne ich auch in einer "guten" Wohngegend mit Einfamilienhäusern und Villen.
Nur, die Straße in der die WBG seine Häuser in den 50ern hochgezogen hat fällt aus dem Rahmen ist hier der "Schandfleck" und die Wohnqualität hat in den letzten Jahren auch beständig abgenommen, da den niedrigen Einstiegsmieten entsprechendes Klientel anlockt. ![]()
Der Mietspiegel ist daher meiner Meinung nach auch nicht der richtige Maßstab, mit dem die Mieterhöhung begründet werden kann.
Ich muß klar sagen, die Mieterhöhung ist für mich nicht existenzbedrohend, da unter 20,--€ im Monat.
Ich hätte das mit einer vernünftigen Begründung oder bei entsprechender Pflege des Hauses auch kommentarlos geschluckt.
Unter den gegebenen Bedingungen würde ich aber eher einen Umzug in Betracht ziehen als die Mieterhöhung kampflos hin zu nehmen. Da geht es mir dann um das Prinzip und um Gerechtigkeit (ich könnte ja mal fragen, ob ich die Wohnung eine Treppe höher haben kann, dann spar ich noch zwei Mieten und lebe günstiger
).
Meine Frage nun, gibt es eine realistische Chance der Mieterhöhung unter Annahme der formalen Korrektheit erfolgreich zu widersprechen oder wäre dies nur herausgeschmissenes Geld?
Also Klage der WBG riskieren oder gleich umziehen?