Hallo, ich grüße Sie zu der Recht späten Stunde,
ich hoffe, dass mir hier jemand zu unserem Fall Infos geben kann. Und zwar hat unser Vermieter uns heute ein Schreiben eingeworfen, dass ich gerade aus den Briefkasten geholt habe. In diesem Schreiben macht er uns darauf aufmerksam, dass ihm ein Fehler bei der Anwendung des Umrechnungsschlüssels der Betriebkosten unterlaufen ist. Statt der in den Abrechnungen aufgeführten 7 % wären aufgrund unserer qm Anzahl 17 % der eigentliche Anteil, den wir von den Gesamtkosten übernehmen müssten. Somit listet er uns nun von 2012 und 2013 die gezahlten Beträge und die Summe auf, die seiner Meinung nach noch fehlt.
Er unterbreitet in diesem Schreiben auch noch einen von ihm genannten „äußerst entgegenkommenden Vorschlag“ , dass er uns die Summe von 2012 erlassen würde, wenn wir ihm den Differenzbetrag aus 2013 vollständig zahlen, wir ab jetzt nach dem richtigen Schlüssel einen höheren Abschlag monatlich zahlen, und uns verpflichten mindestens bis Ende 2015 noch die Mietsache weiter zu mieten.
Falls wir mit den Zahlungen in Verzug kämen oder das Mietverhältnis vorzeitig beenden würden, müssten wir aber noch den Vollen Betrag aus 2012 zusätzlich zahlen.
Das kann nun nicht sein Ernst sein? Sind das seine rechtmäßigen Anprüche? Kann da jemand von ähnlichen/gleichen Erfahrungen berichten? Wie würdet ihr dabei nun vorgehen? Leider ist Wochenende.
Es kann ja nicht sein, dass er aus 2012 überhaupt noch Ansprüche hat. Somit ist sein „äußerst entgegenkommender Vorschlag“ in meinen Augen derzeit nichts anderes als eine Drohung: Entweder zahlen Sie die Differenz oder Sie versprechen mir weitere 12 Monate hier zu wohnen. Das kommt sowieso für uns nicht in Frage, da wir nach dem Studium nicht wissen, wo es uns beruflich hinzieht. So eine Verpflichtung einzuhalten ist demnach für uns nicht möglich.
Wir mussten nach den Abrechnungsperioden 2012 und 2013 jeweils schon Nachzahlungen begleichen, die wir gerade so tragen konnten (beide noch Studierende) und hätten die Mietsache längst gekündigt, wenn wir gewusst hätten, dass wir eigentlich noch viel höhere Kosten hätten tragen müssen. Es würden sich nun pro Abrechnungsperiode 600 Euro zusätzlich ergeben, die er nachgezahlt haben möchte. Und was mich ebenfalls interessiert ist: Was ist mit 2014 ?Seien Forderungen beziehen sich in dem Schreiben nur auf 2012 und 2013. Da kommen doch dann auch noch mal Forderungen seinerseits für 2014, schätze ich.
Gruß
Eych