Unnormal laute Nachbarn mit Kleinkind

  • Hallo ihr Lieben,

    ich habe ein großes Problem, was die Lautstärke meiner Nachbarn anbelangt und bin total fertig mit den Nerven.
    Im April 2014 bezog ich eine 2-Zimmer-Wohnung in einem Mehrparteienhaus (ca. 6 Parteien, Altbau). Da ich schon einmal in einer Horror-Wohnung mit hohem Lautstärkepegel gelebt habe, erkundigte ich mich vor Einzug, wie es sich hier mit der Lautstärke bezüglich Nachbarn, Straße, Müllabfuhr etc. verhielt. Die Vormieterin versicherte mir mehrfach, es sei eine sehr ruhige Wohngegend und auch von den Nachbarn bekomme sie nichts mit. Allerdings vermittelte sie schon irgendwie den Eindruck, als würde sie geradezu fluchtartig aus der Wohnung ausziehen wollen :D Nach meinem Einzug wusste ich auch, warum. Nicht nur, dass die Wohnung in einem miserablen Zustand war, welcher mir bei Besichtigung überhaupt nicht auffiel (und ich hab schon viele viele Wohnungen besichtigt ;)), nach der ersten Nacht war mir klar, was ich mir da eingebrockt habe. Unter mir wohnt ein nettes Päärchen, die einen jetzt fast 2-jährigen Sohn haben. Sie sind wirklich sehr freundlich, nehmen immer meine Pakete an, habe auch ein paar nette Worte mit ihnen gewechselt etc.pp. Aber seit meinem Einzug im April 2014 habe ich nie länger als bis 7 Uhr morgens schlafen können, auch am We! Es ist der HORROR! Dieses Kind ist jeden Morgen permanent am brüllen und schreien über einen Zeitraum von 2 h, ohne, dass etwas passiert. Meist fängt es wirklich schon halb 6 an, in ganz krassen Zeiten sogar schon um 5! Für mich ist es der absolute Alptraum, da ich aufgrund meiner Schulzeiten, oft erst spät aufstehen brauche. Dafür benötige ich aber meine vollste Konzentration und Leistungsfähigkeit, da es eine Weiterbildung zum Betriebswirt an einer Fachschule ist und man viel dafür lernen muss. Das ist mir unter diesen Umständen überhaupt nicht möglich. Auch tagsüber hört man das Kind brüllen, was ich an sich aber nicht häufig mitbekomme, weil ich ja unterwegs bin. Aber morgens stehe grundsätzlich zwischen 5 und 7 senkrecht im Bett und das kann es jawohl nicht sein! Ich nehme ja schließlich auch Rücksicht auf die Bedürfnisse meiner Mitmenschen, gerade in einem Mehrparteienhaus ist sowas wichtig. Die Eltern des Kindes scheren sich aber anscheinen einen Dreck darum, dass das Kind die halbe Nachbarschaft auf Trab hält. Nachts ist zwar Ruhe, aber jeden Morgen beginnt der selbe Sch*** wieder von vorne. Es ist ja an sich nicht immer ein Weinen, sodass man vermuten könnte, dass es vielleicht krank ist, sondern ein mutwilliges Brüllen und nach Mama schreien. Doch die Mutter oder auch der Vater unterbinden es einfach nicht. Wenn mein Kind permanent schreien würde und das jeden Tag, dann würde ich doch mal irgendwann hingehen und gucken, was da los ist und wenigstens versuchen, es zu beruhigen. Diese Familie lebt jedoch den Kodex: "Lass das Kind mal brüllen und machen und tun, es muss sich ja frei entfalten können." Das andere sich dabei gestört fühlen könnten, kommt denen nicht in den Sinn. Überhaupt finde ich es merkwürdig, dass ein fast 2-jähriges Kind noch im Kinderwagen liegt, welcher natürlich demonstrativ dort im Treppenhaus steht, wo die Müllmänner und auch die restlichen Mieter immer durch müssen. Schrecklich! Ich habe bereits den Versuch gestartet und dieser Familie einen Brief geschrieben, in welchem ich ihnen versucht habe, meine Situation verständlich zu machen und, dass ich auf meinen Schlaf angewiesen bin. Ich entschuldigte mich auch, dass ich nicht persönlich mit Ihnen sprechen konnte, weil ich zur Schule und zur Arbeit musste und demnach auch immer lange unterwegs bin. Ich habe sie gefragt, ob es nicht möglich sei, dem Kind in den Morgenstunden eine ruhige Beschäftigung zu geben. (Was hindert sie schließlich daran, dem Kind ein Bilderbuch, Malbuch oder sonst was, in die Hand zu geben?). Ich äußerte auch mein Verständnis, dass es ja ein Kind sei und man mit Sicherheit keinen An- und Ausknopf einfach so drücken könnte. Am darauffolgenden Tag fand ich dann einen Brief von Ihnen vor meiner Wohnungstür vor, in dem stand, sie können mich zwar verstehen, aber können an der Situation ja auch nicht viel machen. Gerne versorgen sie mich aber mit Oropax, wenn ich möchte. Spinnen die? Erstens vertrage ich aufgrund der Schmerzempfindlichkeit meiner Ohren keine Oropax (Überdruck) und zweitens sehe ich es in meiner eigenen Wohnung auch nicht ein, permanent mit diesen Dingern zu schlafen. Ich habe es mehrfach probiert und morgens liegen sie eh immer auf dem Kopfkissen und die ganze Aktion hat überhaupt nix gebracht. Ich finde es sowieso dreist, mir so einen Ratschlag zu geben, nur um dem nervtötenden Geräuschpegel, welcher von IHREM Kind verursacht wird, zu entgehen. Meiner Meinung nach ist es eine Wischi-Waschi-Erziehung, die sie da an den Tag legen. Permanent das Kind brüllen und seinen Willen durchgehen zu lassen kann nicht gut für die Entwicklung eines Kindes sein. Natürlich möchte ich mich nicht in fremde Erziehungsangelegenheiten einmischen, da das ja immer noch die Sache der Eltern ist. Aber dennoch sehe ich nicht ein, warum ich (und bestimmt auch die darunter wohnenden Nachbarn) unter der Situation, die sich die nächsten 3 Jahre auch nicht ändern wird, ständig leiden sollen. Das Gesetz ist hierbei auf der Seite der Eltern. Meinen Vermieter möchte ich wegen sowas nicht ansprechen, da es ein Privater ist und er mir schon einmal, als ich nach meinem Einzug etwas in der Wohnung bemängelt habe, mit "Eigenbedarf anmelden" gedroht hat. Obwohl die Wohnung wirklich in einem miserablen Zustand war und ist (alte Türen, die nicht richtig zu gehen, fehlerhafter Waschmaschinenanschluss etc.) Mit den Nachbarn direkt nochmal zu sprechen , halte ich für keine gute Idee, weil sie Eigentümer sind und definitiv am längeren Hebel sitzen. Vermutlich tratschen sie die Geschichte an meinen Vermieter, der ja ebenfalls Eigentümer ist, weiter und er schmeißt mich als "Störenfried" raus. Da habe ich natürlich keine Lust drauf, weil ich hier bis zum Ende meiner Schulzeit (Oktober 2015) unbedingt noch weiter wohnen muss. Einen weiteren Umzug kann ich mir nicht leisten. Trotz alledem will ich die Umstände so nicht hinnehmen. Ich mag Kinder. Aber diese Familie hat es in so kurzer Zeit geschafft, dass ich zweifel, ob ich überhaupt noch welche haben will. Ich finde, auch Erwachsene mit Kindern (gerade in Mietshäusern) können darauf achten, dass ihr Kind sich rücksichtsvoll verhält oder wenigstens versuchen, es zu ermahnen oder mit etwas zu beschäftigen, was ablenkt. Brüllen lassen kann da keine Lösung sein. Ich wurde zum Beispiel als Kleinkind am We in den frühen Morgenstunden mit meinen Liebslingsvideos beschäftigt. Gut, das ist nicht die sinnvollste Methode, aber sich gar nicht zu kümmern, bekanntlich auch nicht. Was kann ich tun? Ich möchte nicht, dass es dermaßen eskaliert, ich kann es mir auch nicht leisten, auszuziehen. Aber dieses schreckliche Rumgeschreie halt ich nicht mehr aus.

  • Aber dieses schreckliche Rumgeschreie halt ich nicht mehr aus.


    Und ich habe es mit nicht antuen wollen, diesen Roman zu lesen. Du wirst hier keine Lösung Deines Problems finden.
    Da ja ausserdem Deine Wohnung schimmelbehaftet ist, wäre es wohl die beste Lösung, auszuziehen.

  • Entschuldige, ich bin neu hier und wusste nicht, dass das Thema nicht zum Mietrecht gehört. Du musst es dir ja nicht durchlesen, wenn du nicht willst. Vielleicht kann mir jemand anderes helfen. Und wenn du mal gelesen hättest, wüsstest du, dass ich nicht umziehen kann. Mich interessiert einfach, welche Möglichkeiten andere Mieter da in Betracht ziehen würden.

  • Mich interessiert einfach, welche Möglichkeiten andere Mieter da in Betracht ziehen würden.


    Wenn die Lage zwecklos erscheint: Ausziehen... (tutmirleid).

  • Ich brauche Hilfe

    Ruhestörung durch schreiendes Kleinkind- da bist Du machtlos. Dagegen kannst Du Dich gesetzlich nicht wehren.
    Ich hatte den gleichen Fall im Haus. Eine junge Familie mit Kleinkind zog in die Wohnung direkt über mir und ab diesen Tag war es mit
    der Nachtruhe vorbei. Der Bub fing spätestens ab 6 Uhr morgens an schreien, dann zu wimmern, es kümmerte sich keiner der Eltern
    darum. Es war herzzerbrechend, von dem Geräuschpegel ganz zu schweigen.
    Beruflich zogen diese Mieter nach 2 Jahren aus, aufatmen meinerseits. Ich überlege mir künftig sehr gut, ob ich wieder mit Kind
    vermiete. Ich bin VM.
    Ich rate Dir, durchhalten.

  • Dieser umfangreiche Text ist schon eine Zumutung, unabhängig davon ob Sie neu sind.
    Hier tagt kein Gericht und niemand muß hier seine Unschuld mit einen Riesenschwall von Worten kundtun.
    Bleiben Sie bei den Fakten. Wenn Sie diesen Text nochmal genau lesen und die wirklichen Umstände benennen, werden Sie selbst feststellen, welches unnötige Beiwerk da so angefallen war.

    Beispiel:
    "Permanent das Kind brüllen und seinen Willen durchgehen zu lassen kann nicht gut für die Entwicklung eines Kindes sein."

    Sowas gehört da einfach nicht rein und hat mit dem Mietrecht (Überschrift) nichts zu tun.

    Das nächste Mal bitte etwas mietrechtsbezogener.

  • Grundsätzlich ist Kinderlärm - auch während der Ruhezeiten - zu dulden. Dahingehend ist die Rechtsprechung eindeutig.
    Selbstverständlich gibt es auch hier (hohe) Grenzen, die ich aber aus der Ferne nicht beurteilen kann.

    Hier hilft nur ein Auszug.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • [quote='1'] Was kann ich tun? Ich möchte nicht, dass es dermaßen eskaliert, ich kann es mir auch nicht leisten, auszuziehen. Aber dieses schreckliche Rumgeschreie halt ich nicht mehr aus. [QUOTE]

    Hallo,

    Oropax, Kopfhörer, selber laute Musik hören, Kind anschaffen (Schreikind) oder in der TAT ausziehen.

    Gruß

    BHShuber

  • Hallo,

    es handelt sich um eine Vollzeitschule? Wie wäre es mit morgens früh aufstehen und mit Kopfhörer (Musik) einfach morgens lernen?

    Klar, ist es nicht normal, dass das Kind zwei Stunden am Stück schreit, aber es wird sich auch nicht einfach abstellen lassen.
    Videos in dem Alter ??

    Meine Große hat früher auch morgens um halb sechs die Nacht als beendet erklärt. Nun ja, war keine schöne Zeit. Aber muss man durch.

    Petra

  • Warum gibt es in Deutschland heutzutage eigentlich soviel Kinderhasser ?

    Es sind meistens die eigenen Eltern, die ihre schreienden Kinder hassen, die sich einen Dreck um die Kleinen kümmern.
    Nach dem Motto: Laß die nur schreien, die hören von selbst auf, wir pennen weiter. Ich als VM kenne diese Situation zu genüge.

  • @ Banane: Wie viele Eltern kümmern sich den nicht um ihre schreiende Kinder? Hast du da Statistiken?
    Wenn, ich glaube eh nur Statistiken, die ich selber gefälscht habe...;)

    Naja,... der Thread ist ja schon echt alt, aber nur weil ein Kind schreit kann man den Eltern nicht vorwerfen, das sie sich nicht kümmern.
    Das wird aber immer als allererstes gesagt, vorgeworfen oder wie auch immer.

    De facto muss ein schreiendes Kind nicht immer von Eltern beruhigt werden, es muss lernen sich auch von selbst zu beruhigen. Auch bedeutet schreien, den Willen und die Grenzen zu erproben. Auch hier bedeutet es nicht, das man als Eltern sich nicht kümmert.

    Ein Kleinkind, gar Säugling soll nachts am besten die Klappe halten, das ist schönes denken. Für Aussenstehende.

    Ich gehe davon aus, das Eltern von schreienden Kindern in Mehrfamilienhäusern in den meisten Fällen auch an die Mitmieter denken. Schade das selbst VM so denken.

  • Zitat

    Banane, Wie viele Eltern kümmern sich den nicht um ihre schreiende Kinder? Hast du da Statistiken?

    Wahrscheinlich mehr, als man sich wünschen würde. Statistiken hierfür kenne ich keine.


    Zitat

    aber nur weil ein Kind schreit kann man den Eltern nicht vorwerfen, das sie sich nicht kümmern

    Wenn ein Kleinkind/Säugling stundenlang schreit darf man schon annehmen, daß sich die Eltern nicht darum kümmern.
    Das Kind wird sich natürlich selbst beruhigen, wenn es vom Schreien ermattet ist, ganz klar. Jeder wie er will, meine Art war das nicht. Wenn ein Kind schreit ist überwiegend eine Unpässlichkeit vorhanden, es hat sich z.B.abgedeckt und friert, hat zu warm, hat Schmerzen welcher Art auch immer. Ich war jedenfalls dann zur Stelle, egal welche Tages- oder Nachtzeit. Es ist ein kleiner Abschnitt im Leben eines Kleinkindes und dafür werde ich doch für das Kind da sein können - oder ist das ein zu großes Opfer?

    Ich möchte hier nicht schildern welche Erfahrungen ich in dieser Hinsicht mit Kindern in der Nachbarschaft gemacht habe. Traurige.

    3 Mal editiert, zuletzt von Banane (30. April 2015 um 06:43)

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