ZitatWenn der Fragesteller hierauf nur mit Widerworten reagiert, ist es seine Sache.
Es sind keine Widerworten, sondern echte Fragen zur Informationsgewinnung! Kann nicht verstehen, warum ihr die Diskussion hier (bzw. meinen Teil davon) so falsch interpretiert. Gefallen ihr nur Diskussionen, in denen der Fragesteller sofort sagt, "Danke für die Antwort, alles prima"? Mir ist noch nicht alles klar, na und?
ZitatMehr als Ratschläge (Anwalt, Ersatzvornahme, etc.) kann ich persönlich nicht geben.
Und nur diese brauche ich auch. Wann habe ich "mehr als Vorschläge" verlangt? Ich bin sehr dankbar für deine bisherigen Vorschläge, ich habe viel gelernt. Nur deinen Ärger kann ich nicht verstehen.
ZitatDas scheint in Eurem Fall aber egal zu sein. Du freust Dich offensichtlich an undichten Fenster und einem kaputten Backofen, sonst hättest Du längst andere Maßnahmen ergriffen. Der Rat zur Ersatzvornahme gilt grundsätzlich also nur für die Mieter, die sich eine intakte Mietsache wünschen und nicht nur die Reduzierung der Mietzahlungen.
Auch hier interpretierst du falsch. Drei Jahre lang habe ich gewartet, bis ich die Miete gemindert. Habe zig Mal mit der HV telefoniert, zig Briefe geschrieben und zum Mieterverein gegangen. Danach behauptest du, dass ich an eine Lösung nicht interessiert bin?
Das Problem mit der Ersatzvornahme ist DIE KOSTEN. Wer soll das zahlen? Diese Frage hast du vorher ("Zweitens...") zweckdienlich ignoriert. Wir sind arm (aber sexy) und können uns nicht leisten, 1.000 Euro für Ofen- und Fensterreparatur auszugeben, ohne sicher zu wissen, dass wir das Geld zurückbekommen. Ist das jetzt klar?
ZitatVielleicht ist es tatsächlich so und ihr tut Euch den Ärger wegen 10 € an?
Kann sein. Wie ist das relevant, wenn die Ursache nicht festgestellt werden kann? Ich könnte gerne einen Elektriker bringen, dass er anguckt, aber schon wieder: wer soll das bezahlen? Ein Hausbesuch eines Elektrikers, eventuell inklusiv das Zerlegen des Ofens, kostet nicht 10 Euro.
ZitatGegenfrage: Wie beseitigt man einen Mangel, wenn sich die Hausverwaltung weigert tätig zu sein?
Ich wiederhole meine Frage: hat die HV keine Verpflichtungen? Heute sind Ofen und Fenster kaputt, morgen gehen auch die Heizung, Wasservorsorge, Boden, Tür und Toilette kaputt. Kannst du mir eine ernsthafte Antwort geben, wie ich in diesem Fall umgehe? Wenn ich jetzt zur Ersatzvornahme greife, sagt dann die HV, "Toll! Herr Pixie ist ein geschickter und einfallsreicher Reparaturmann. Ab jetzt müssen wir wirklich nichts mehr machen!".
Und wir kommen wieder zur Frage der Rechtfertigung meiner Mietminderung: wenn die HV "weigert, tätig zu sein", in deinen Worten, wie kann es noch verzweifelt werden, dass die Mietminderung gerecht ist? Entweder soll die HV erklären, warum sie die Mängel nicht beseitigen will/soll/muss, oder sie soll was tun. Was bleibt übrig? Ein Anwalt kann auch nicht die HV zwingen, etwas zu tun. Soll er etwa zu den Büros der HV gehen und die in die Arme ziehen?
In dem Sinne ist es egal, ob die HV meine Briefe ignoriert oder die vom Anwalt. Wir mindern nicht die Miete um Geld zu verdienen oder aus Trotz; es ist halt der einzige Weg, den ich sehe, die HV zu bestrafen. Die HV nimmt immer 10 Euro Mahngebühr, wenn die Miete nicht rechtzeitig gezahlt wird. Sie darf dass, weil es einen Vertrag zwischen uns gibt. Jetzt verletzt die HV selber den Vertrag, und ich nehme meine eigene Mahngebühr; sie heißt nur "Mietminderung". In welcher Welt ist das ungerecht?
ZitatIch lese hier immer nur etwas von Geld.
Ja, so ist es mit armen Leuten.
ZitatSollte es nicht eher so sein, dass die Fenster dicht sind und der Ofen funktioniert?
Nicht wenn wir dabei in die Insolvenz gehen müssen. Manche arme Leute verzichten manchmal auf Dinge wie Heizung, um Essen kaufen zu können. Möchtest du vielleicht diese Realität anerkennen?
ZitatEs geht um die Haftung bei Falschberatung.
Und bei einem Anwalt gibt es Haftung? Wenn du wegen eines blöden Anwalts zur Knast beurteilt wirst, geht dann der Anwalt in die Knast?
(Ja, schwer zu verstehen. Du kannst entweder höflich erklären, oder die Frage ignorieren. Keiner zwingt dich).