Gemeinschatswaschmaschine und die Nacharn

  • Hallo liebe Comunity,

    ich habe in letzter Zeit ein Problem mit einem unserer Nachbarn und dem Gebrauch der Waschmaschine.
    Aber erst mal zur Situation :
    Ich lebe mit meiner Partnerin in einem 6-Parteien Haus mit einer gemeinschaftlich zu nutzenden Waschmaschine im Keller.
    Jede Partei hat für die Maschine seine eigene Steckdose (verschließbar), der wasseranschluss ist nur einmal vorhanden.
    Der Wasseranschluss hat einen eigene Zähler. Somit trägt jeder seine eigenen Stromkosten, das Wasser wird über die Wassergemeinkosten
    auf jede Partei aufgeteilt.
    Von den genannten 6 Parteien haben bisher immer nur 3 die Maschine genutzt, der Rest (unter anderem auch ich ) hat eine eigene
    Maschine in der Wohnung. Die Wasserkosten wurden trotzdem immer durch 6 geteilt.

    jetzt zu meinem Problem:
    Ich habe mich dafür entschieden auch im Keller zu waschen und habe meine private Waschmaschine abgeschafft. Das ist ca. 1 Jahr
    her und natürlich sind durch mich und meine Partnerin auch die Wassergrmeinkosten gestiegen. Wir haben ca 4-5 Maschinen die woche.

    Jetzt beschwert sich ein Nachbar bei mir, ich würde zu viel waschen, das wäre unverhältnismäßig und ich solle mir selber wieder eine Maschine
    zulegen oder wascheb wie jeder normale mensch auch. Das ganze soll jetzt an die Hausverwaltung gehen.

    Frage: Steht irgendwo wieviel man pro Woche waschen darf ? Evtl im Gesetz oder in einem Urteil ?
    Muss ich mit einer erhöhten Kostenbeteiligung rechne oder ist es nunmal das Los einer Gemeinschaft das man den gleichen Anteil
    am Wasser zahlt, egal ob man viel oder wenig wäscht ?

    Vielen dank schonmal vorab

    Grüße

  • Ich wusste schon beim Lesen der Überschrift worum es ging. Entweder Wasser oder Strom.

    Ich würde erst einmal gar nichts machen. Der Nachbar kann viel erzählen, hat aber keine Auswirkungen auf sie.

    Zitat

    Frage: Steht irgendwo wieviel man pro Woche waschen darf ? Evtl im Gesetz oder in einem Urteil ?

    Gott sein dank wird nicht alles in Deutschland durch Gesetze reguliert. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich ein Gericht mit solchen Lapalien beschäftigt.

    Maßgeblich ist Dein Mietvertrag. ist Dir hier eine (uneingeschränkte) Nutzung zugesichert, kannst Du das auch so machen.

    Zitat

    oder ist es nunmal das Los einer Gemeinschaft das man den gleichen Anteil
    am Wasser zahlt, egal ob man viel oder wenig wäscht ?

    So ist es!

    Nur mal so interessehalber: Wie kommt man in einem 2 Personen-Haushalt auf 5 Waschmaschinenladungen pro Woche?

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.


  • Jede Partei hat für die Maschine seine eigene Steckdose (verschließbar), der wasseranschluss ist nur einmal vorhanden.
    Der Wasseranschluss hat einen eigene Zähler. Somit trägt jeder seine eigenen Stromkosten, das Wasser wird über die Wassergemeinkostenauf jede Partei aufgeteilt.

    Sie haben eine eigene verschließbare Steckdose, somit laufen die Stromkosten schon mal über Ihren Zähler.
    Desweiteren gibt es einen Wasserzähler.
    Warum wird der Zählerstand nicht geprüft bzw. der Verbrauch in einer Kladde eingetragen?

    Dann könnte der Jahresverbrauch an Wasser doch entsprechend berechnet werden.
    Dazu braucht es keine Gesetze oder Urteile.

    Zitat

    .....oder ist es nunmal das Los einer Gemeinschaft das man den gleichen Anteil am Wasser zahlt, egal ob man viel oder wenig wäscht ?

    Ein Los muß das nicht sein. Besprecheen Sie das Problem mit Ihrer Hausverwaltung. Hier wird Ihnen nicht weiter geholfen.

  • Vielen dank für die Antworten.
    Zum Interesse wegen der Maschinen, wir sind beide berufstätig im Handwerk....da kommt man schon manchmal recht unsauber nach hause.
    Ausserdem habe ich das höchste angenommen....es sind auch mal nur 2 Maschinen.

    Eine Klatte halte ich für wenig sinnvoll....das würde voraussetzen, dass jeder wahrheitsgemäße angaben notiert, jedes mal.
    Das ist a) schwer zu kontrollieren und b) sehr bürokratisch.

    Ich wollte mich auch nur auf ein Gespräch mit der Hausverwaltung vorbereiten ...falls irgendwas mit Nachforderung kommen sollte.
    Ausserdem finde ich nicht das mir hier nicht geholfen wurde


  • Eine Klatte halte ich für wenig sinnvoll....das würde voraussetzen, dass jeder wahrheitsgemäße angaben notiert, jedes mal.
    Das ist a) schwer zu kontrollieren und b) sehr bürokratisch.

    Nun, ich verstehe zwar nicht, was daran bürokratisch ist bzw. das nicht kontrollieren kann.

    Bevor man anfängt, wird der Zählerstand mit dem Eintrag im Buch verglichen und am Schluß der Stand in das Buch eingetragen. Der nächste kann das schon kontrollieren. Hat den Vorteil, das man sich nichts vorwerfen lassen muß. Bei 4-5 Machinen die Woche läuft da im Jahr schon was durch. Ich habe das schon Verständnis, das bei den Nichtnutzern irgendwann der Kragen platzt.
    Zumal Sie Ihren persönlichen Verbrauch minimierten und Ihre Nachbarn dafür mit erhöhten Kosten belastet haben.

    Hier ist die Hausverwaltung gefordert.

  • Eine Klatte halte ich für wenig sinnvoll....das würde voraussetzen, dass jeder wahrheitsgemäße angaben notiert, jedes mal. Das ist a) schwer zu kontrollieren und b) sehr bürokratisch.


    Ist kein Argument. Auch ein Handwerker (Pardon!) sollte in der Lage sein, Datum, Uhrzeit, Zählerstand und eigenen Namen schreiben zu können.

  • Ist kein Argument. Auch ein Handwerker (Pardon!) sollte in der Lage sein, Datum, Uhrzeit, Zählerstand und eigenen Namen schreiben zu können.


    Na wenn das kein Argument ist, dann probieren wir es mal mit einer Problemstellung :

    6 Parteien greifen mit einer gemeinsamen Maschine auf einen Wasseranschluss (mit Zähler) zu.
    Es wird ein Buch eingeführt wo jeder Nutzer Zähleranfangs- und endstand einträgt ( Jeder kann ja lesen und schreiben).

    Jetzt verweigern 2 Parteien die Eintragung und waschen einfach so.
    Was machen wir mit dem Wasser welches wir nicht zuordnen können ? Nicht bei den Stadwerken zahlen ? Dem mit
    aufdrücken der am meisten wäscht ?
    Aber ich bin mir sicher das ein Schlaumeier ( Pardon ) bestimmt so ein Problem bedacht hat und eine Lösung parat hat.

  • Na wenn das kein Argument ist, dann probieren wir es mal mit einer Problemstellung :

    6 Parteien greifen mit einer gemeinsamen Maschine auf einen Wasseranschluss (mit Zähler) zu.
    Es wird ein Buch eingeführt wo jeder Nutzer Zähleranfangs- und endstand einträgt ( Jeder kann ja lesen und schreiben).

    Jetzt verweigern 2 Parteien die Eintragung und waschen einfach so.
    Was machen wir mit dem Wasser welches wir nicht zuordnen können ? Nicht bei den Stadwerken zahlen ? Dem mit
    aufdrücken der am meisten wäscht ?
    Aber ich bin mir sicher das ein Schlaumeier ( Pardon ) bestimmt so ein Problem bedacht hat und eine Lösung parat hat.


    Dafür braucht man kein Schlaumeier zu sein...

  • Na wenn das kein Argument ist, dann probieren wir es mal mit einer Problemstellung :


    Wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist das bei Euch eine Gemeinschaftmaschine, mit der jeder waschen kann, soviel er möchte. Strom- und Wasserabrechnung sind geklärt. Also ist eh alles geritzt ...

    Aber wenn irgendjemand mit der Vereinbarung nicht zufrieden ist, dann könnte man es mit der Selbstaufschreibung versuchen. Wenn das funktioniert, ist das eine gute Lösung. Und dann ist "Bürokratie" kein Argument, obwohl etwas davon natürlich unweigerlich damit verbunden wäre. Sie wäre es wegen der genauen Abrechungsmöglichkeit aber ja wert, in Kauf genommen zu werden.

    Wenn dagegen alle mit einer geänderten Verursachererfassung möglicherweise verbundenen Unannehmlichkeiten dazu führen, dass die Änderung überhaupt gar nicht erst angegangen bzw. akzeptiert wird, so ist das doch okay, denn einen Computer mit Cam und automatischer Gesichtserkennung wird da kaum einer hinstellen. ;) Aber dann wird man eben mit der bisherigen Regelung weiterleben (müssen). Es ist ja schließlich niemand gezwungen, sie zu ändern. Deswegen hier im Forum streiten und unhöflich werden, muss man sicherlich nicht.

    Jetzt verweigern 2 Parteien die Eintragung und waschen einfach so.
    Was machen wir mit dem Wasser welches wir nicht zuordnen können ? Nicht bei den Stadwerken zahlen ? Dem mit
    aufdrücken der am meisten wäscht? Aber ich bin mir sicher das ein Schlaumeier ( Pardon ) bestimmt so ein Problem bedacht hat und eine Lösung parat hat.

    Hä? Also wenn Du dafür erst einen Schlaumeier wie mich brauchst ... :rolleyes: So wie jetzt auch: Das bezahlen dann alle. Dass zu einer solchen Vereinbarung dazugehören würde, dass derjenige sein Nutzungsrecht an der Maschine verliert, der nicht korrekt aufschreibt, versteht sich ja von selbst. Und wer wegen 20 Liter Wasser als Schmarotzer und Dieb dastehen will, der soll das doch tun. Das regelt sich bei nur 6 Parteien bestimmt irgendwie. :)

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