Verbrauchskosten Heizung doppelt so hoch wie im Einkauf

  • Hallo Gemeinde,

    ich verzweifle an meiner Betriebskostenabrechnung. Grund ist der Hohe Preis für eine verbrauchte kwh Heizung. Geheizt wird im gesamten Mietshaus mit einer Gasanlage.

    Im Detail: Die Brennstoffkosten beziehen sich auf einen Verbrauch von 86203 kwh gas (kwh-Preis ca. 6 cent). Die Ermittlung der Warmwasserkosten kommt zu einem Anteil von 33915 kwh. Dh, dass ja eigentlich 52288 kwh für die Heizung abgerechnet werden müssen. In der Abrechnung der Heizungsverbrauchskosten ist jedoch nur noch ein Gesamtverbrauch von ca. 22000 kwh aufgeführt, der dann entsprechend der Zählerstände auf die einzelnen Mieter verteilt wird. Eine kwh kostet dadurch auf einmal über 14 Cent!

    Meine Frage ist: woher kommt diese Differenz von 30000kwh? Ist das ein realistischer "Schwund" bei einer Heizanlage oder definitiv ein Anzeichen dafür, dass da etwas dran kaputt ist? Wenn ja, kann man den Vermieter auffordern, die Effizienz der Anlage zu verbessern?

    Danke!
    mrd

  • Es wäre für die Beantwortung der Frage Hilfreich die Abrechnung zu sehen.

    Darum bitte einscannen oder fotografieren und als Bild hochladen.

    Nicht vergessen Namen und Adressen unkenntlich zu machen.

  • Bitteschön.

    Mich wundert die Differenz aus den 86.203 kWh Brennstoff, den errechneten 33.915 kWh für die Warmwasseraufbereitung und den am Ende nur 22.348,66 kWh, die vom gesamten Haus für Heizung verbraucht wurden.

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  • Damit sich keiner den Hals verrenken muß Bild 1 hochkannt:cool:


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  • Zitat

    und den am Ende nur 22.348,66 kWh, die vom gesamten Haus für Heizung verbraucht wurden.

    Die ja nur 70 % der Kosten ausmachen. Der Rest steckt in den 30 % verbrauchsunabhängige Kosten.

  • Die Aufteilung der Gesamtkosten in 30% Grundkosten und 70% Verbrauchskosten (4520,02 = 1356,01 + 3164,01) ist ja auch richtig. Das bezieht sich ja aber auf die Heizkosten und nicht den Heiz-/Gasverbrauch.

  • Gesamtkosten: 7213,60€ = 100%
    Heizung: 4520,02€ = 62,66%
    WWBereitung: 2693,58€ = 37,34%

    Meine unmassgebliche Meinung: Dieses Haus ist extrem gut isoliert, sodass relativ geringe Heizkosten entstanden.
    Und/oder: Es wurde unglaublich viel warm geduscht...

    Normal sind Werte von ~75% für Heizung, ~25% für WWBereitung.

  • Ich habe mir den Teil "Aufteilung der Gesamtkosten" (Bild 2) noch mal genauer angesehen und bin zu dem Schluß gekommen das hier zumindest ein "Schreibfehler" vorliegt.

    Was dort mit 22.348 kWh angegeben ist müßten korrekterweise die HKV-Einheiten (Heizkostenverteiler-Einheiten) des gesamten Hauses sein. Dann kommt das auch in mit den 14 Cent pro HKV-Einheit hin.

    Hier eine Abrechnung von mir

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    Einmal editiert, zuletzt von anitari (26. März 2014 um 13:47)

  • Die Angabe in kWh stimmt schon. Und es handelt sich bei den 22.348 um die Heizeinheiten des ganzen Hauses. Das ist nicht das Problem. Das Problem sind die anfangs abgerechneten Gesamtkosten für 86.000 kWh, obwohl nur 22.348 für Heizung und 33.915 für Warmwasserbereitung verbraucht wurden. Würden die Gesamtkosten entsprechend nur den Preis für 56.000 kWh beinhalten, wären die Heizkosten und damit auch die 70% Verbrauchskosten deutlich geringer und ich läge auch, so wie du, bei 8,3 Cent pro Heizeinheit und nicht bei 14,6.

  • Zitat

    Und es handelt sich bei den 22.348 um die Heizeinheiten des ganzen Hauses. Das ist nicht das Problem. Das Problem sind die anfangs abgerechneten Gesamtkosten für 86.000 kWh, obwohl nur 22.348 für Heizung

    Nicht begriffen?:mad:

    Die 22.348 sind die Einheiten der Heizkostenverteiler keine Kilowattstunden.

    Meine Abrechnung ist übrigens von 2006. Die hatte ich gerade griffbereit:rolleyes:

    Das sollte nur als Beispiel dienen.

  • Heizeinheiten werden bei mir am Zähler für die gesamte Wohnung in kWh gemessen und auch so erfasst. Ich habe keine Zähler direkt an den Heizkörpern, die in HKV-Einheiten messen.

    Das Problem habe ich in der Zwischenzeit nun auch lösen können (u.a. energieverbraucher.de | Jahresnutzungsgrad und Ein bisschen Schwund ist immer - Immobilien - Wirtschaft - Tagesspiegel).

    "Der Energieschwund, den sie feststellen, ist normal. Die Techniker sprechen hier von der „Erfassungsrate“ einer Heizungsanlage. Sie sollte nicht kleiner als 43 Prozent sein. Im Schnitt liegt sie zwischen 50 und 80 Prozent. Das heißt, dass von 1 Kilowattstunde eingekaufter Energie lediglich 0,5 bis 0,8 Kilowattstunden für Wärme genutzt werden. Der Rest ist Verlust, der aber natürlich von den Nutzern bezahlt werden muss." Wenn 86.000 verbraucht wurden, obwohl nur 56.000 genutzt wurden, liegt die "Erfassungsrate" bei 65%, also im "üblichen" Bereich. Beim nächsten Umzug werde ich schlauer sein, und wieder in ein Haus mit Fernwärme ziehen.

  • Zitat

    Heizeinheiten werden bei mir am Zähler für die gesamte Wohnung in kWh gemessen und auch so erfasst.


    Wie schön das Du diese für das Problem, völlig unwichtige, Tatsache so nebenbei erwähnst.:mad:


    Zitat

    und wieder in ein Haus mit Fernwärme ziehen.

    Nach Strom gleich die teuerste Art zu heizen.

    Besser in ein Haus in an jedem Heizkörper ein HKV (Heizkostenverteiler) ist.

    Noch besser mit eigener Therme. Da sind dann "nur" die Heiznebenkosten an den VM zu zahlen.

  • [Fernwärme]
    Nach Strom gleich die teuerste Art zu heizen.
    Besser in ein Haus in an jedem Heizkörper ein HKV (Heizkostenverteiler) ist.
    Noch besser mit eigener Therme. Da sind dann "nur" die Heiznebenkosten an den VM zu zahlen.


    Dreimal richtig.
    Und bei den hier diskutierten Einheiten könnten es sich ja auch die von einem Wärmemengenzähler angezeigten handeln.

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