Abrechnung Heizkosten eines Gerätes viel zu hoch

  • Hallo zusammen,

    Ich habe ein Problem mit meiner Abrechnung. Der Gesamtwert an Einheiten unserer Wohnung ist 34,00 wobei der Faktor immer 1,00 ist und die einzelnen Heizkörper zwischen 0,50 und 4,50 liegen.
    Nun weist ein Heizkörper im Zimmer meines Mitbewohners den Wert 17,00 auf, was ja der Hälfte der gesamten Wohnung entspricht. Daraus würde sich nun eine Nachzahlung von rund 500 Euro oder mehr ergeben.
    Der Heizkörper wurde definitiv auch seltener genutzt als z.B. in meinem Zimmer (großer Heizkörper mit 2 Messgeräten mit je 2,50 Einheiten).
    Ich habe das Anliegen meinem Vermieter vorgetragen, der das an die ISTA weitergegeben hat.
    Zurück kam eine Antwort, dass dieser Heizkörper schon immer höhere Werte geliefert hat und ich beim Ablesen ein Kontrollrecht gehabt hätte (worauf ich aber auch nicht aufmerksam gemacht wurde). Nachträgliche Änderungen können nicht berücksichtigt werden.
    Dieser Wert ist aber offensichtlich sehr unrealistisch. Ich habe gelesen, dass z.B. ein Handtuch auf der Heizung den Wert verfälschen könnte, mag sein dass ab und zu eins dort hing, aber in Anbetracht der restlichen Heizkörper müsste hier dann doch ein Vergleich oder ähnliches möglich sein.
    Abschlagszahlungen waren schon 90€ (69 m²).
    Wie kann ich hier vorgehen? Das möchte ich definitiv nicht einfach so zahlen.

    Vielen Dank im Voraus :)

    Beste Grüße

  • Du kannst nur den Heizkostenverteiler an der Heizung anzweifeln.

    Dazu müsstest Du überprüfen lassen, ob das Gerät korrekt angebaut ist und ob es korrekte Werte liefert. Zudem wäre interessant, ob es zu Fremdeinflüssen kommt (z.B. starke Sonneneinstrahlung direkt auf das Gerät).

  • Mmh das klingt ja nicht sehr vielversprechend.
    Die ista sagt weiterhin, dass auch keine Röllchen (Verdunstungsmessung) aufbewahrt werden.
    Wie soll es also gepüft werden? Drei bis vierstelliges Honorar ist natürlich in dem Fall Quatsch.
    Ich hätte ja gedacht, dass die Firma einsieht, das die Hälfte des Verbrauchs auf einem Heizkörper nicht sein kann.

  • Ich hätte ja gedacht, dass die Firma einsieht, das die Hälfte des Verbrauchs auf einem Heizkörper nicht sein kann.


    Das würde voraussetzen, dass es tatsächlich physikalisch unmöglich ist, mit dem einen Heizkörper die Hälfte des Hausverbrauchs zu erzeugen bzw. eine solche Energiemenge zu verbrauchen.

    Vielleicht ist das ja so. Aber das wird nur ein diesbzgl. Fachmann beurteilen können. Den bestimmungsgemäßen Anbau überprüfen zu lassen, sollte aber ja irgendwie möglich sein, ohne gleich tausende von Euros auszugeben. Ebenso die Überprüfung auf Fremdeinflüsse.

    Einmal editiert, zuletzt von AjaxMH (17. Februar 2014 um 17:39)

  • Die ista sagt weiterhin, dass auch keine Röllchen (Verdunstungsmessung) aufbewahrt werden.


    Richtig: Die Röhrchen werden nicht aufbewahrt. Und bei denen halte ich Fehlmessungen für (eigentlich) ausgeschlossen.
    Anders bei den elektronischen HKVs: Bei meiner Immobilie gab's vor zehn Jahren bei den neu installierten 18 Stück deren zwei, welche sogar rückwärts zählten... alle wurden dann ausgetauscht.

  • Ich glaube hier schreiben nur Vermieter oder? :)
    Es geht mir doch nur darum, dass es unmöglich (ja genau :)) ist, dass ein Heizörper, der weniger genutzt wird (so sehr viel) mehr verbraucht haben soll. Und ich möchte jetzt nicht auf Heizverhalten, Grundwärme o.ä. eingehen.
    Gibt es nicht vielleicht jmd hier der ein ähnliches Problem hat / hatte und eine Lösung kennt?

  • Ich glaube hier schreiben nur Vermieter oder? :)


    Würde mich jetzt aber erschrecken, wenn ich ständig wie einer klingen würde ...

    Es geht mir doch nur darum, dass es unmöglich (ja genau :)) ist, dass ein Heizörper, der weniger genutzt wird (so sehr viel) mehr verbraucht haben soll. Und ich möchte jetzt nicht auf Heizverhalten, Grundwärme o.ä. eingehen.
    Gibt es nicht vielleicht jmd hier der ein ähnliches Problem hat / hatte und eine Lösung kennt?


    Ich sehe - außer dem, was ich bereits schrieb - nur noch eine Möglichkeit:

    Du schriebst, dass alle Heizkostenverteilerwerte mit dem Faktor 1 berechnet werden. Wenn nicht alle Heizkörper gleich groß und von gleicher Bauart sind, dann geht dieser (allen Heizkörpern gemeinsame) Faktor 1 nur, wenn jeder unterschiedliche Heizkörper auch eine unterschiedliche Skala auf dem Heizkostenverteiler hat. Ist das der Fall? Passen die Skalen ungefähr mit den Heizkörpergrößen überein?

    Ein kleinerer Heizkörper wird bei gleichviel abgegebener Wärmemenge immer mehr Einheiten zählen als ein größerer Heizkörper. Deswegen gibt es die Umrechnungsfaktoren oder eben unterschiedliche Skalen. Vielleicht hat der Heizkörper einfach eine völlig falsche Skala ...?

  • KielerJung:

    "Ich glaube hier schreiben nur Vermieter oder? :)"
    - Jaa, und zwar nur amtlich geprüfte.

    "... dass ein Heizörper, der weniger genutzt wird (so sehr viel) mehr verbraucht haben soll."
    - Diese Nummer ist schon recht alt: Alle, die sich hier über hohe Heizkosten beschweren, haben ka "kaum" geheizt, da sie immer abwesend waren usw usf etc.

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