Hiho
Ich bin neu im Forum und habe gleich einmal eine Frage
Wir bewohnen zur Miete eine Dachwohnung. Im Sommer ist es wie zu erwarten sehr warm, im winter jedoch fast unerträglich kalt.
Die Wohnung besitzt (bis auf eine kurze Seite) nur Dachschrägen. zu 2 Balkons führen 3 "normale" Balkontüren.
Ansonsten hat die Wohnung 4 Dachfenster, und genau diese machen Probleme.
Die Heizungen müssen dauerhaft auf mindestens 1,5 stehen, damit es halbwegs erträglich in der wohnung ist. Damit erreicht man etwa 17°C, sonst kann die Temperatur gerne auf 14-15°C fallen. Derzeit bei teils -10°C Außentemperaturen hatten wir auch schon fast 12°C.
Wohlfühltemeratur ist nur auf 3-3,5 zu erreichen. Sobald man die Heizung ausstellt, sinkt die Temperatur merklich.
Nun habe ich die Balkontüren bereits mit Türdichtung nachgebessert, weil man teils einen starken Luftzug quer im Zimmer gespürt hat.
Der Vermieter ist leider bekannt dafür etwas träge zu reagieren. Daher haben wir bisher noch keinen Kontakt aufgenommen, weil es durch die Eigenleistungen doch eine Besserung gab.
Nun aber, nachdem ich eine Woche nicht in der Wohnung war, ist mir aufgefallen, dass die Dachfenster in den Ecken von INNEN Eis ansetzen. Der ganze Rahmen ist Feucht und nachdem die Lasur abgeplatzt ist, beginnt der Holzrahmen zu schimmeln.
Mit Lüften ist die Luftfeuchtigkeit nicht mehr zu entfernen, bzw die Fenster beschlagen binnen kürzester Zeit in den Ecken wieder.
Über das Wochenende haben wir nun ständig die Fenster abgewischt, und sturzgelüftet (Teils <10°C in allen Zimmern und danach extremen Aufheißen... Ich möchte die Heizkosten nicht wissen).
Nun habe ich mir ein Temperaturfühler geholt und bin durch die Wohnung gegangen.
In Wohnstube, Bad und Schlafzimmer sind bei Stufe 2 etwa 20°C. Im Flur/Küche (ein Raum, 3 Dachfenster) hält sich die Temperatur bei Stufe 1 bei etwa 17°C. Dabei ist ein deutlicher Abfall von bis zu 14/15°C an den Fenstern zu bemerken.
An den Dachfenstern selbst jedoch bin ich fast in Uhnmacht gefallen. Die Fensterscheibe (etwa mittig) hat ~15°C. zu den Ecken hin, wo das Glas auf den Rahmen trifft, wo sich das Kondenzwasser sammelt und die Ecken gefrieren, herrschen wirklich 0-1°C
Im Spalt wo der Fensterrahmen zum "Wandrahmen" anliegt, sind 5°C und ein deutlicher Luftzug zu spüren.
Kondenzwasser fließt weiterhin zwischen den Spalt zwischen Glasscheibe und Rahmen und lässt sich nahezu nicht entfernen (--> Schimmel)
Bisher konnte ich wegen dem Wochenende noch keinen Kontakt zum Vermieter aufnehmen, werde dies aber Morgen gleich tun. Jedoch möchte ich als "Druckmittel" eine Mietminderung androhen, damit dieser schneller reagiert und nicht erst, wenn der Winter vorbei ist (und die Heißkosten zum Hungern animieren). Der Austausch einer einzelnen Fliese hatte bereits 5 Wochen gedauert....
Daher die Frage an euch Profis: von welcher Minderung kann ich ausgehen? Beläuft sich diese auf die Warm- oder Kaltmiete?
Derzeit lüften wir 2 mal pro Tag:
- Nach dem Aufstehen, vorm Verlassen der Wohnung mit Trockenwischen. Heizungen sind über Nacht auf etwas unter 1 (Schlafzimmer auf 2). und werden dann auf 1 gestellt, damit sich unsere Katzen in der Abwesenheit nicht das Fell abfrieren.
Wenn wir dann wieder nach hause kommen, ist bereits wieder eine gute Wasserschicht an den Fenstern, die abgewischt wird.
- Irgendwann abends noch einmal, Entweder wenn wir das Haus noch einmal verlassen, oder vorm Schlafengehen. Natürlich auch wieder mit abwischen.
Könnt Ihr mir Tips geben, wie ich mich verhalten soll? Was kann/muss ich für Fristen setzen?
Danke