Hallo,
In einer Wohnanlage, die speziell auf Senioren ausgerichtet ist, ist seit heute morgen das 5. oder 6. Mal in diesem Jahr der Aufzug aufgrund technischer Störungen abgeschaltet. Diesmal klemmen die Türen, so daß ein Mieter schon kurze Zeit festgesessen hat, aber grad noch so die Finger in den Türspalt bekam und sich befreien konnte.
Das Haus hat nicht mehr als 3 Stockwerke, aber die Wohnungen werden in Prospekten explizit als "barrierefrei" beworben, z.B. sind auch die Türklinken sehr niedrig angebracht, daß Rollifahrer in den Wohnungen gut zurecht kommen. Außerdem tauchen die Betriebskosten der Aufzuganlage in der Nebenkostenabrechnung auf.
Gerade erst letzte Woche wurde der Aufzug von der Wartungsfirma kontrolliert, weil einige Mieter sich bereits über "ruckelige" Türen beschwert hatten.
Danach lief im Haus die böse Wette, daß die Kiste genau über die Feiertage stillstehen wird. Die ist nun leider gewonnen ![]()
Die Dame der Vermietergesellschaft klang am Telefon schon reichlich genervt. Obwohl sie meinte, man wolle versuchen, die Aufzugfirma zu mobilisieren, hat sich den ganzen Tag nichts getan und ich wage zu bezweifeln, daß sich Monteure über die Feiertage hier blicken lassen. Ob sie Freitag oder Montag auftauchen, steht auch in den Sternen. Und selbst wenn... es ist in der Vergangenheit schon oft vorgekommen, daß sie unverrichteter Dinge wieder abzogen, weil sie gar keine Ersatzteile dabeihatten und "nur mal gucken wollten", was sie denn überhaupt bestellen müssen ![]()
Wir fragen uns nun, ob und wieviel Mietminderung unter solchen Umständen angebracht ist.
Habe schon ein wenig rumgelesen und es kommt wohl eine tageweise Mietminderung in Frage.
Nur wieviel % wäre hier angebracht?
Wir sind für alltägliche Besorgungen wie Wäsche waschen (Waschküche im Keller), Getränke aus dem Keller holen, Abfall rausbringen usw auf den Aufzug angewiesen, da u.a. aufgrund einer Lähmung im Fuß Treppensteigen nicht wirklich "Spaß" macht und mit "vollen Händen" schlechterdings unmöglich ist und auch üblicherweise ein Rollator benutzt wird. Von altersbedingten Einschränkungen wie Herz- und Lungenschwächen gar nicht zu reden.
Den anderen Mietern geht es natürlich nicht besser, oft sogar schlechter, so daß sich das auch nicht durch Nachbarschaftshilfe erledigen ließe. Man ist ja nicht umsonst in eine Seniorenwohnanlage gezogen.
Kann man Mietminderung auch rückwirkend für das Jahr ansetzen? Muß man sie in irgendeiner Form vorher ankündigen oder könnte man gleich im Januar etwas von der Miete einbehalten?
Dies wäre unsere erste Mietminderung überhaupt, aber diese Situation ist bald nicht mehr tragbar.
Bin für jede weiterführende Info dankbar.