Hallo zusammen,
vorab sorry für diesen Roman, aber wir drehen gerade durch und wissen nicht mehr was wir machen sollen. ![]()
Erst einmal schreibe ich euch worum es geht.
Wir sind seit bereits 1 ½ Jahren auf der Suche nach einer passenden Wohnung in einem bestimmten Stadtteil von Essen. Unsere Tochter ging hier bereits über ein Jahr zur Schule und wir freuten uns sehr, als eine Freundin meiner Frau erzählte, dass die Nachbarn in Ihrem Haus ausziehen würden.
Diese Freundin, mittlerweile Exfreunden, ist hierdurch auch automatisch die (alleinige) Vermieterin. Sie ist noch Verheiratet (Trennungsjahr), und ihr noch Ehemann lebt ebenfalls in diesem Haus.
Das Haus hat 3 Wohnungen. Im Erdgeschoss lebt die Ex-Freundin mit Ihrer Tochter. Die Wohnung mit ca. 109 qm im 1 OG (und Kinderzimmer 2. OG) mieteten wir an. Im Dachgeschoss lebt der Noch-Ehemann der Vermieterin (ich nenne sie ab jetzt lieber Vermieterin).
In der neuen Wohnung mussten 2 Wände neu aufgebaut (als Rehgipswand gezogen werden). Wir einigten uns, dass wir eine dieser Wände bezahlen und eine wollte die Vermieterin bezahlen. Obwohl die Absprache eine andere war, besorgte der Noch-Ehemann der Vermieterin alle Materialien. Für uns war das besonders ärgerlich, da ich aus beruflichen Gründen die Materialien sehr viel günstiger bekommen hätte. Aber was schluckt man nicht alles runter des lieben Friedens willen.
In der Küche hatten wir das Problem, dass es an der Wand, an der wir dringend Strom für den Herd, den Kühlschrank und den Gefrierschrank benötigt hätten, keine Stromleitung lag. Hier hatten wir die mündliche Zusage der Vermieterin, Stromleitungen unter Putz an die entsprechenden Stellen zu verlegen zu dürfen. Da ich hier aber bereits ein sehr ungutes Gefühl hatte, hatte ich mich für eine Aufputz-Installation entschieden. Da ich aber während der Installation auch von dem Noch-Ehemann angehalten wurde, doch eine Ritze für das Kabel zu ziehen, entschied ich mich hier für einen Mix aus beiden. Dort wo man es hätte sehen können, liegt das Kabel nun unter Putz und hinter den Schränken, die hierfür extra hinten ausgesägt werden mussten, Aufputz.
Wir stellten allerdings auch sehr schnell fest, dass wir vom Noch-Ehemann der Vermieterin teilweise wie Idioten behandelt wurden. Der Noch-Ehemann, das müssen wir zugeben, ist handwerklich begabt. Dafür reicht sein Horizont nicht einmal 10 cm über den Bordstein vor dem Haus hinaus. Die Art, wie hier mit uns gesprochen wurde, war unterhalb der Gürtellinie. Hier hatten meine Frau und ich uns gegenseitig immer Mut gemacht „Wenn alles fertig ist, bleibt die Tür zu und er kommt nicht mehr rein“.
Da wir schon seit längeren eine Woche Urlaub geplant hatten, und die Wände von dem Noch-Ehemann gezogen und fertig waren, tauschten wir das Schloss zu unserer Wohnung aus. Der Umzug durch ein Umzugsunternehmen und der Aufbau unserer Nagelneuen und für uns sündhaft teuren Küche lag ebenfalls hinter uns. Den Austausch des Schlosses führten wir deshalb durch, da wir wussten, dass es einen Generalschlüssel im Tresor der Vermieterin gab. Zu der Wohnung der Vermieterinhatte auch der Noch-Ehemann Zugang.
Nach unserem Urlaub merkten wir schon, dass die Stimmung des Noch-Ehemanns der Vermieterin uns gegenüber etwas ins Negative gekippt war. Aber egal …. wir waren endlich in der neuen Wohnung angekommen und fühlten uns auch wohl. Es waren zwar noch viele Kisten auszupacken, aber was soll´s.
Dann kam der Tag, an dem unsere neue Couch geliefert werden sollte. Da ich und meine Frau arbeiten mussten, sind meine Eltern extra in die Wohnung gefahren und hatten gewartet.
Es kam leider, da die Spedition etwas ruppig gearbeitet hatte, zu Beschädigungen. So wurden z.B. zwei schwarze Striemen im Hausflur verursacht und der Türrahmen zum Wohnzimmer beschädigt.
Die Vermieterin und der Noch-Ehemann (wir neigen dazu Ihn ab jetzt Bob (der Baumeister) 2.0 zu nennen), wurden unverzüglich von meinen Eltern dazu gezogen. Die Spedition übernahm auch sofort die Schuld und füllte einen Schadensbericht aus.
Zwei Tage später, als meine Frau den Hausflur betrat, wurde durch den Noch-Ehemann der Vermieterin im Beisein der Vermieterin und meiner Frau behauptet, es würde die Speditionsfirma, die unser Couch im Namen eines großen deutschen Möbelhauses geliefert hat, nicht geben.
Da meine Frau bereits mit der Spedition telefoniert hatte und auch wusste, dass aus der Noch-Ehemann bereits mit der Spedition telefoniert und hier am Telefon rumgeschrienen hatte, wollte Sie hier schlichtend Antwort geben. Hierbei reagierte der Noch-Ehemann der Vermieterin so aggressiv, dass selbst seine Ehefrau 2 Schritte zurück in die Wohnung machte. Meine Frau wurde angewiesen hoch in die Wohnung zu gehen.
Am nächsten Tag, wir kamen gerade vom Reisebüro mit einer gebuchten Reise für 2014, ging ich noch mal kurz mit unteren Hund raus. In der Zeit schellte es bei uns und die Vermieterin stand mit einem Brief vor der Tür. Meine Frau machte noch einen Scherz und fragte, ob dies unsere Kündigung sei. Die Vermieterin erwiderte, nein es ist die Abmahnung. Die MÜSSE uns das Schreiben übergeben, des Friedens im Hause wegen. Meine Frau sagte, die Vermieterin wollte das Schreiben sichtlich gar nicht überreichen und zitterte.
In der Abmahnung, die aus unserer Sicht nur dafür diente das Machtgehabe des Noch-Ehemannes Rechnung zu tragen, wurden uns plötzlich erhebliche Bauliche Veränderungen am Stromnetz vorgeworfen. Genauer gesagt der Strominstallation in der Küche. Hier hätten wir angeblich nie die Genehmigung zu gehabt und uns sei diese Installation mehrfach untersagt worden. Ja kar ….. !!
De Weiteren wurden uns vorgeworfen, wir hätten mehrfach gegen die Lärmverordnung der Stadt Essen verstoßen (Ausdruck mit der Verordnung des Ordnungsamtes lag bei). Auch hier wären wir mehrfach sowohl von der Vermieterin als auch von Bob 2.0 angesprochen worden. Auch hierzu nur …. aber sicher doch, nur wo sind wir da gewesen!?!?!
Als auch unser Hund als ruhestörend angemahnt wurde und hier die bösen Nachbarn als mögliche Beschwerer genannt wurden, gingen wir rüber um mit den Nachbarn zu sprechen.
Ab jetzt nimmt das Thema eine Wende, die wir nie zuvor geahnt hätten. Von den Nachbarn erfuhren wir, dass der Noch-Ehemann als Querulant bekannt war und schon mehrfach vor Gericht gezogen sei.
Er soll, gerade in der Bauphase durch die Siedlung gezogen sein, und jeglichen Verstoß zur Anzeige gebracht haben. Sofern es offenen Verfahren gab, wurden plötzlich Autoscheiben bei den Gegnern eingeschlagen und auch Brände an Gartenlauben gelegt.
Auch fanden wir heraus, dass der Noch-Ehemann ein lebenslanges Berufsverbot erteilt bekommen hatte und in dieser Angelegenheit bereits im Gefängnis gesessen haben soll. Hier vielleicht nur zur Info, er war Lehrer und hat mit Kindern gearbeitet.
Uns wurde durch die Vermieterin immer berichtet, ihr Mann sei Pädagoge und hätte in seinem Beruf keine Arbeit gefunden. Und unterbezahlte Arbeit wollte er nicht annehmen … aber sicher doch !!!
Seit dem haben wir besonders um unser 8 Jährige Tochter Sorge, die wir nicht mehr alleine vor die Wohnungstür lassen. Auch meine Frau und ich gehen nur, sofern das möglich ist, zu zweit in den Keller und in die Waschküche. Wenn man hört, dass dieser Mann sogar von der Kripo tagelang Tag und Nacht aufgrund von Drohbriefen beobachtet wurde, wird man vorsichtig.
Mir der Abmahnung waren wir bei einer uns empfohlenen Anwältin, die eine entsprechende Gegendarstellung geschrieben hatte. Hierbei sei vielleicht auch zu erwähnen, dass wir in der Wohnung seit unserem Einzug im Schlafzimmer mit einem extremen Schimmelbefall zu kämpfen haben. Auch dieses Thema nahm die Anwältin mit auf. So ist die eine Ecke im Schlafzimmer so nass, dass unser Messgerät nichts mehr anzeigt, weil der Wert zu hoch ist. Dem Schimmel in dieser Ecke kann man quasi beim Wachen zusehen. Wir führen Tabellen über das Lüften, die Luftfeuchtigkeit und die Nässe der Wand, um darstellen zu können, dass dies nicht an uns und falschen Lüften liegt.
Tja der Empfang des Schreibens der Anwältin hatte genau das zur Folge, was wir vermuteten. Man(n) drohte uns mit der Fristlosen Kündigung. Wieder durch den Noch-Ehemann, mit dem wir ja überhaupt kein Mietverhältnis haben. Hier lief er meiner Frau sogar schreiend auf der Straße hinterher. Tags darauf, bei einer scheinbar flüchtigen, aber doch gewollten Begegnung mit dem Herren im Hausflur, hielt er ein Schreiben in der Hand, dessen Erhalt ich Ihm quittieren sollte. Es sei unsere Fristlose Kündigung. Wir verwiesen hier aber nur auf unsere Anwältin und verweigerten die Annahme.
Und nun haben wir Angst …. Angst um unser Tochter, Angst darum bald auf der Straße zu stehen, Angst darum das Geld für die Renovierung in den Sand gesetzt zu haben. Seit der Abmahnung hatten wir keinen einzigen Karton mehr ausgepackt und sind seit dem auf der Suche nach einer neuen Wohnung. Wir laufen wie Zombies durch die Wohnung und können uns auf nichts Anders konzentrieren … und das nach nicht einmal 6 Wochen Mietzeit …. zum KOTZEN!!!!!!!!!