Hallo zusammen,
ich bin Hauptmieterin einer 3-Zimmer Wohnung. Meinem Vermieter gehört nur diese eine Wohnung im Haus.
Besagter V war von Anfang an sehr ,,kreativ" in seinen Anschuldigungen und in seinem Rechtsverständnis. Aber der Reihe nach:
Wir haben vor knapp 2 Jahren einen Mietvertrag unterschrieben, in dem es nur so vor nichtigen Klauseln wimmelt (die klassischen Fälle: Kündigungsrecht des Vermieters wegen Verkauf, Instandhaltungskosten in voller Höhe auf den Mieter abgewälzt etc.)
Unter anderem haben wir in diesem Vertrag festgehalten, dass ich 2 der Zimmer untervermieten darf (Wir sind eine Studenten-WG).
Seit ich das erste Mal einen Mangel angezeigt habe (Kaputte Balkontür nach Bauarbeiten an der Fassade) kommt der V permanent mit den interessantesten Kündigungsgründen um die Ecke:
1. Kündigung bzw nur Kündigungsandrohung wegen unerlaubter Untervermietung (wie gesagt, der Vertrag sagt etwas anderes)
2. Kündigung nach widersprochenem Mieterhöhungsversuch (Mieterhöhung ohne jegliche Begründung- und ich zahle schon mehr als laut offiziellem Mietspiegel für diese Gegend üblich)
3. Erneute Kündigung wegen Untervermietung
4. Das aktuellste: Kündigung wegen Verkauf der Wohnung (ich weiß das Ganze hat komödiantische Züge), unter - jetzt kommt der beste Teil: Vorbehalt des Eigenbedarfs!!! (was denn jetzt? Will er die Wohnung verkaufen oder selbst bewohnen???)
Wann immer ich mich gegen Kündigungen oder andere Anschuldigungen zur Wehr setze kommen von ihm meist sehr belustigende, und auch beleidigende Nachrichten zurück (,,Sie sind unreif - Besprechen Sie ihr Verhalten in Zukunft mit Ihren Eltern")
Nun ist es so, dass ich selbst Jura studiere und mich mit meinen Rechten und Pflichten als Mieterin einigermaßen auskenne. Irgendwelche Vertragsbrüche kann man uns bei engster Auslegung nicht vorwerfen, im Gegenteil wir sind ziemliche Vorzeige-Mieter (Zahlen unsere Miete pünktlich, haben nach Einzug Badezimmer und 2 Schlafzimmer auf eigene Kosten renoviert, feiern keine wilden Parties und haben demnach keine Schwierigkeiten mit den Nachbarn).
Nachdem ich heute die aktuellste Kündigung wegen Verkauf etc auf dem Tisch hatte, hab ich aber endgültig keine Lust mehr auf diese Spielchen!
Nun meine eigentliche Frage: Kann ich irgendwas gegen dieses, meiner Ansicht nach rechtsmissbräuchliche Verhalten machen? Da die Rechtslage so eindeutig ist, hätte ich auch absolut kein Problem mit einer gerichtlichen Entscheidung. Nur kenn ich mich soweit im Prozessrecht dann doch noch nicht aus, dass ich auf Anhieb eine Idee hätte, welchen Weg man da einschlagen könnte! Gibt es vielleicht einen Unterlassunngsanspruch wegen Rechtsmissbrauch oder könnte man in dem Fall von Mobbing sprechen? Für Antworten wäre ich sehr dankbar