Was habe ich nur falsch gemacht & wie geht es weiter?

  • Wunderschönen guten Tag.

    Nun, ich bin zum 1.01.2010 mit meinem Freund in eine neue Wohnung (Anliegerwohnung)gezogen. Das Elend begann schon am ersten Tag, die Wohnung war nur "Besenrein", das Bad war absolut versifft (Haarknoten im Abfluss, verkrustete Staubschicht am Alibert,...)und der Abfluss stank bestialisch. Naja gut, ich bin da ja nicht so und hab erstmal geputzt. Die Vermieter machten auf uns einen netten Eindruck und Geld haben sie auch, laut ihrem Fuhrpark und dem Pool. Nach ca. einem Monat kam dann ein Anruf unter dem Thema "Kriesengespräch". Wir sind dann recht entsetzt hoch und durften uns anhören, dass die Kartons auf unserer Terasse Ratten und anderes ungeziefer anlocken. Ok, wenn Papier diese Eigenschaft hat... wusste ich noch nicht. DIe kartons haben wir dann kurz drauf auf ner Müllentsorgungsanlage entsorgt. Dann machen wir in ihren Augen zu viel Müll und wurden erstmal über "Mülltrennung" aufgeklärt. Dass Sie diejenigen sind, die Konserven etz in die Schwarze Tonne schmeisen haben sie natürlich verschwiegen. (dazu muss ich sagen, das wir für 5 Personen nur eine KLEINE schwarze Tonne haben)Gut, dann ging es weiter damit, dass sie uns unterstellten Zigarettenstummel in den Schacht der zu unserem Badezimmer fenster führt geschmissen zu haben, natürlich noch hinter das Fliegengitter, dass davor ist. Wir sind beide Nichtraucher *hust* und wer macht sich denn bitte so einen aufwand? Naja gut, ich hab wieder nur brav genickt.
    Dann kam irgendwann ein Anruf, ob ich nicht mehr in die Schule gehen würde, dass war eine Woche nach Schulbeginn und ja, sie hatte sogar recht, ich habe mir eine kleine Pause gegönnt. Aber woher will sie das bitte wissen?

    Letzten Monat wollten wir dann mit einem Freund auf unserer Terasse grillen, isr ja klar das das auch qualmt. Ich konnte aber nicht ahnen, das sie sonntags Handwerker da haben die nebenan am Pool arbeiten. Gab dann jedenfalls nen anschiss wegen qualm und wir haben Raklet gemacht.

    Auch gut, letzte Woche brüllte die Vermieterin dann von ihrem Balkon, als ich gerade meine Blumen umtopfte, dass es so nicht weitergehn könnte und wir ausziehn sollte. Das ganze stützte sie dann darauf, dass deren Wohnung obendrüber stinken würde seit dem wir eingezogen wären und es ja nur aus unserer Wohnung kommen könnte. Dazu muss ich sagen das ich seit stolzen 10 Jahren einen gesamten Haushalt führe (ich bin 19) und es bei mir nie gestunken hat oder gar unordentlich war. Nachsehn wollte sie in unserer Wohnung dann aber doch nicht. Ein weiterer Dorn im Auge sei Ihr, dass mein Freund ja schienbar nicht mehr in die Uni gehn würde. Selbst wenn, was geht sie das an? Und wir sitzen auch net den ganzen Tag daheim rum... ich hab die letzten Wochen meine Pflegebedürftige Oma gepflegt die rund 70 km weiter weg wohnt und seit 1 Woche gehn wir zusätzlich noch beide arbeiten.

    Also, man könnte sagen ich fühle mich beobachtet.

    Dabei versteh ich beim besten willen nciht, was diese Leute gegen uns haben. Wir habens tändig deren Handwerker hier rumflitzen, die hier in die Fenster schaun oder gar an der Terassentür klopfen, damit wir sie reinlassen weil die vermieter mal wieder nicht da sind und das auch sonntags und ich hab mich nicht einmal darüber bechwert. Es gibt so viele Mängel und sachen über die ich mich beschwären könnte und ich halt noch den Mund und grüß freundlich. Die Miete überweisen wir schon immer am 25´ten zum Folgemonat, wir hören nicht laut Musik,feiern nicht und sind generell sehr ruhig.

    Bevor wir eingezogen sind war abgemacht das wir langfristig hier wohnen bleiben.... und nun kommen wieder ein haufen umzugskosten auf uns zu.

    Hinzu kommt das ich hier schon richitge angstzustände hab, weil ich mich eben so "ungewollt" und "beobachtet" fühle.

    Die Kündigung haben wir bis jetzt auch nur Mündlich bekommen.

    Was für rechte hab ich anhand der geschilderten Tatsachen und sind deren Behauptungen gerechtfertigt?

  • Insgesamt und auf einen Nenner gebracht, haben Sie die A...karte mit diesem Vermieter gezogen.

    Keines der geschilderten "Vorkommnisse" würde aber ausreichen um eine fristlose Vermieterkündigung zu rechtfertigen, die grundsätzlich auch schriftlich mit vorheriger Abmahnung und mit Begründung zu erfolgen hätte.

    Wenn ich alles richtig gelesen habe, dann bewohnen Sie mit Ihrem Vermieter des Haus.
    Wenn das so ist, dann benötigt der Vermieter allerdings zur Kündigung nicht unbedingt ein "berechtigtes Interesse". Hier würde der § 573a für den Vermieter eine einfache Kündigungsmöglichkeit bedeuten. Aber die Kündigungsfrist verlängert sich dabei um 3 Monate.

    Bezüglich Ihrer Mietdauer würde dann frühestens eine Kündigung durch den Vermieter mit dem Ablauf von 6 Monaten erfolgen können.
    Wobei diese mündliche Anmache durch die Vermieterin für das Mietverhältnis bedeutungslos ist! Offensichtlich tobt sie ihren Mutterkomplex aus!:D

    Ich glaube auch, dass es das Beste ist, wenn Sie dieses ungastliche Haus schnell verlassen.

  • Leider hat der Vermieter eine ganz einfache Möglichkeit, vorausgesetzt die Wohnung befindet sich im Hause des Vermieters und es gibt keine weiteren Mieter, seine Mieter ganz elegant zu "entsorgen". Für diesen Fall hat der Gesetzgeber die erleichterte Kündigung nach § 573 vorgesehen.


    Ja, schon, Mainschwimmer, aber ich habe eher das Gefühl, dass die VM die M wirklich loshaben wollen.
    An Stelle der M würde ich dem VM wirklich den Gefallen tun. Unsere noch sehr junge Beschwerdeführerin sollte sich eines erfahrenen Hasen bei der Suche nach einer neuen Bleibe bedienen und eine versiffte Hütte wirklich ablehnen, bereits bei der Besichtigung.

  • Vielen Dank für die zahlreichen Komentare und Hilfestellungen.
    Ich werd wohl in nächster Zeit "versuchen" das Gespräch zu suchen, vielleicht kann man ja ne baldige Kündigung aushandeln, 3 Monate halte ich hier sicher nicht mehr aus.
    Aber man kann den Leuten ja auch nie hinter den Kopf schaun, mh?

    Für mich ist die Sitiation in jedem Fall schwer, schon allein durch das Wissen "ich bin hier unerwünscht" und dass, obwohl ich mir nichts zu schulden habe kommen lassen.
    Ich muss dazu anmerken, dass ich seit einigen Jahren in Therapeutischer behandlung bin weil ich krankhaft versuche es jedem immer recht zu machen und dabei mich vergesse, klingt blöd, aber das ist wirklich ein großes Problem.

  • Ich muss dazu anmerken, dass ich seit einigen Jahren in Therapeutischer behandlung bin


    Hallo, das muss der VM nicht unbedingt erfahren.

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