Mehrmonatige Renovierung zu spät angekündigt

  • Hallo,
    ich wohne in einem Mehrfamilien-Wohnblock mit insgesamt knapp 30 Wohneinheiten verteilt auf 4 Eingänge.
    Es handelt sich um einen unrenovierten Altbau in den ich vor ca. 10 Jahren eingezogen bin.
    Der Eigentümer hat bereits vor einigen Jahren andere ähnliche Wohnblocks saniert, aber mit meinem Wohnblock ist nichts passiert.
    Nun findet plötzlich eine Informationsveranstaltung über die Renovierung statt, wobei ich davon ausgehen muss, dass die Renovierung in spätestens 1 Monat beginnen werden. Zumindest haben das die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt. Die Renovierung dürfte insgesamt von ca. März bis September/Oktober dauern.
    Dabei ist die Wärmedämmung noch das kleinste daran. Der Wohnblock wird praktisch entkernt, gerade mal die Wohnung selbst in Ruhe gelassen. Aufwändige Arbeiten im Keller (Abflusssanierung), Auswechseln das Dachstuhls, Dachdecken, Dämmen der Fassade, Austausch der Fenster, Treppenhaussanierung usw.
    Ich habe irgendwo gelesen, dass solche Arbeiten mind. 3 Monate vorher angekündigt werden müssen.
    Stimmt das und gibt es hierzu entsprechende Gesetzestexte bzw. Urteile. Wie sieht es aus mit einer möglichen Mietminderung? Welches Mitspracherecht habe ich als Mieter?
    Vielen Dank für Infos

  • Zitat

    wobei ich davon ausgehen muss, dass die Renovierung in spätestens 1 Monat beginnen werden.


    Was heißt davon ausgehen ?
    Wurde das klar gesagt, oder nicht ?
    Ausgehen kannst Du abends.

    Zitat

    Aufwändige Arbeiten im Keller (Abflusssanierung), Auswechseln das Dachstuhls, Dachdecken, Dämmen der Fassade, Austausch der Fenster, Treppenhaussanierung usw.


    Danach schreien doch dauernd alle Mieter und deren Vertreter.

    Zitat

    Ich habe irgendwo gelesen, dass solche Arbeiten mind. 3 Monate vorher angekündigt werden müssen. Stimmt das


    Ja, - wenn es aber nicht so ist, ist es auch nicht schlimm.

    Zitat

    gibt es hierzu entsprechende ... Urteile.


    Ja

    Zitat

    Wie sieht es aus mit einer möglichen Mietminderung?


    Aha, die Pointe immer zum Schluß.
    Das kommt drauf an, wann das neue Recht in Kraft tritt, dann gibts keine Minderung.
    Der Mieter spart sich doch danach dumm und dämlich.

    Zitat

    Welches Mitspracherecht habe ich als Mieter?


    Keines

  • Was heißt davon ausgehen ?
    Wurde das klar gesagt, oder nicht ?
    Ausgehen kannst Du abends.


    Danach schreien doch dauernd alle Mieter und deren Vertreter.


    Ja, - wenn es aber nicht so ist, ist es auch nicht schlimm.


    Ja


    Aha, die Pointe immer zum Schluß.
    Das kommt drauf an, wann das neue Recht in Kraft tritt, dann gibts keine Minderung.
    Der Mieter spart sich doch danach dumm und dämlich.


    Keines


    Bis jetzt liegt mir nur die schriftliche Ankündigung einer Informationsveranstaltung vor. Da schon andere entsprechende Wohnblocks renoviert wurden hatte ich dort erlebt, dass mit der Renovierung schon Anfang März begonnen wurde. Abgesehen davon schleichen schon ständig irgendwelche Handwerker ums Haus und fotografieren fleißig. Ansonsten habe ich noch nichts. Ich möchte aber gerne schon etwas vorinformiert zur Informationsveranstaltung gehen, da der Vermieter (eine Genossenschaft) es grundsätzlich drauf hat, sich an keine Gesetze zu halten (Erfahrungswerte), sofern man sie nicht explizit einfordert.
    Ansonsten wäre es schön, wenn Deine Antworten sich auf sachliche Zusammenhänge begrenzen würden.
    Ich frage deshalb nach, weil meines Wissens bei einer derart umfangreichen Renovierung dem Mieter auch die Möglichkeit zum Auszug vor Renovierung gegeben werden muss. Und das kann man ja wohl schlecht in ein paar Wochen.
    Da ich schwer krank bin und den ganzen Tag gezwungenermaßen zu Hause, davon auch viel im Bett, verbringen muss bin ich von einer derartigen Renovierung keineswegs begeistert, zumal sie mir selbst in meiner Wohnung so gut wie nichts bringt.
    Alleine der Baulärm über mindestens 6 Monate ist häufig so laut, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht und schlicht und ergreifend ständig die Wände wackeln.
    Da sollte der Vermieter schon frühzeitig ankündigen, dass "etwas" bevorsteht. schließlich handelt es sich nicht um eine kleine Geschichte, die vielleicht mal ne Woche dauert und ich in dieser Zeit bzw. für ein paar Tage vielleicht irgendwo anders unterkriechen kann.

  • Zitat

    Ansonsten wäre es schön, wenn Deine Antworten sich auf sachliche Zusammenhänge begrenzen würden.


    Tun sie das denn nicht ?

    Zitat

    zumal sie mir selbst in meiner Wohnung so gut wie nichts bringt


    Warum denn nicht ?
    Wenn Außenwände gedämmt werden, wird definitiv eingespart.

    Zitat

    Alleine der Baulärm über mindestens 6 Monate ist häufig so laut, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht und schlicht und ergreifend ständig die Wände wackeln.


    Ohropacks ?
    Kopfhörer ?

    Zitat

    und ich in dieser Zeit bzw. für ein paar Tage vielleicht irgendwo anders unterkriechen kann.


    Oder, wenn Du wieder fit bist, könntest Du auch Erholungsurlaub machen.

  • Hallo Fantastisch,

    leider haben oropax wenig Sinn, denn die Geräuschkulisse ist entsprechend laut und die helfen auch nicht, wenn ständig das Haus wackelt. Das Haus wird regelrecht entkernt, auch viele der noch nicht renovierten Wohnungen, die dann auch komplett saniert werden.
    Auch habe ich keinerlei Aussicht irgendwie wieder fit zu sein, da ich mehrere chronische Erkrankungen haben, aufgrund derer ich auch oft bettlägerig bin. Ein Erholungsurlaub einerseits aus Kostengründen nicht drin und andererseits könnte ich den nicht einmal bewältigen.
    Zwar schön gedacht, aber für mich nicht praktikabel.
    Ich bin hier in meiner Wohnung regelrecht angebunden, da ich auch nur wenig gehen kann, nicht ständig die Wohnung verlassen kann und viel liegen muss. Bei der kurzen Ankündigung ist es dann auch schwierig irgend eine Ausweichmöglichkeit zu organisieren, zumal diese ja für mehrere Monate sein müsste.
    Natürlich bliebe noch der Umzug in eine andere Wohnung, aber der Wohnungsmarkt hier gibt seit Jahren praktisch nichts her. Entweder zu groß oder so teuer, dass es einfach nicht bezahlbar ist.
    Wie in vielen Ballungsgebieten bzw. in deren Einzugsbereich sind die Mieten in den letzten Jahren extrem gestiegen und der Wohnungsmarkt absolut dicht. Selbst die vielzähligen Wohnungsgesellschaften haben so gut wie nichts anzubieten und man bekommt eine Wohnung fast nur noch über Beziehungen und natürlich auch nicht innerhalb weniger Wochen oder gar Tage.

  • Hallo Schnupf,

    ist natürlich völlig verständlich, dass Dein Wohnblock mit knapp dreissig Wohnungen nicht saniert werden darf und kann, weil Du dann eventuelle Beeinträchtigungen Deiner Wohnqualität inkauf nehmen müsstest.
    Mainschwimmer und dem Fantasten kann ich mich in keinster Weise anschliessen.
    Ich wünsche Dir gute Besserung.

  • Sie haben die Möglichkeit der 3-monatigen Kündigung, wenn Sie den Baulärm nicht ertragen können. Während des Umbaus auftretende Mängel können Sie durch eine Mietminderung etwas kompensieren.
    Unerhebliche Beeinträchtigungen haben Sie zu dulden.
    Wann eine Beeinträchtigung eintritt müssen Sie selbst entscheiden.
    Ihr persönlicher Gesundheitszustand ist ohne Bedeutung. Wegen der Nichtwirkung von Ohropax bei Ihnen wird es an der Gesamtrenovierung des Gebäudekomplexes nicht scheitern.

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