Öl statt Hackschnitzel bezahlen ?

  • Hallo,

    wir habe folgendes Problem mit unserer Heizkostenabrechnung:

    Unser Vermieter betreibt eine Hackschnitzelheizung an dem sein Haus und unser gemietetes Haus angeschlossen ist, die verbrauchten KWh werden jeweils über Wärmemengenmesser erfasst.
    Nun hat er die von ins Verbrauchten KWh in Heizöl umgerechnet und stellt uns den Heizölpreis in Rechnung. 1L=10Kwh für 0,88€.

    Soweit ich mich bis jetzt informiert habe ist dies unzulässig, er darf doch nur die tatsächlich entstandenen Brennstoffkosten für die Hackschnitzel + Betriebskosten abrechnen.
    Die Hackschnitzel macht er selbst, dafür kann man ja einen Marktüblichen Preis ansetzen. Damit komme ich auf ca. die Hälfte der tatsächlichen Kosten im Vergleich zu seiner Heizöl Rechnung.

    Abgesehen davon gibt es nur einen Schmierzettel der in keinster Weise der Heizkostenverordnung entspricht...
    Nachdem ich versucht habe mit ihm zu sprechen war die einzige Antwort die Forderung sofort zu bezahlen oder wir können ausziehen !

    Was habe ich da für Möglichkeiten ? Nach den Recherchen im Netz kommt dieser Fall ab und zu vor, soweit ich das bis jetzt überblicke bin ich doch im Recht, oder nicht ?
    Ich würde das gerne schnellstmöglich klären, möglichst ohne Anwalt etc... aber wenn er nicht mit sich reden lässt ?

  • Zitat

    Nach den Recherchen im Netz kommt dieser Fall ab und zu vor, soweit ich das bis jetzt überblicke bin ich doch im Recht, oder nicht ?

    Du hast doch schon selbst recherchiert und bist zu einem Ergebnis gekommen. Hier im Forum wird aber kein Recht gesprochen, deshalb musst du dich mit deinem Vermieter auseinandersetzen und wenn nötig, die Angelegenheit vom Gericht klären lassen.

    Dabei wird dir dann ein Anwalt helfen, den du auch übers Internet erreichen kannst.

    Z.B. hier: Rechtsberatung und Rechtsfragen online. Finden Sie einen Rechtsanwalt bei frag-einen-anwalt.de

  • Die Sache, welche Sie schilderten, ist eindeutig ungesetzlich.
    Da sind Sie mit einem Anwalt gut beraten. Die Kosten des Anwaltes dafür könnten, sofern Sie Recht bekommen, diesem Oberschlaumeier noch aufgebrummt werden. Ein Fall von sprichwörtlicher Geldgier.

  • Danke für die Bestätigung ! Ich wollte mich auch nur noch einmal rückversichern bevor ich jmd. zu unrecht beschuldige. Ich werde nochmals versuchen mit dem Vermieter zu reden. Wenn die Sache so offensichtlich ist müsste man sich den Weg zum Anwalt doch sparen können...

  • Hallo M2000,

    ich würde die "Heizkostenabrechnung" nicht bezahlen mit schriftlicher Begründung/Nennung der bekannten Mängel und auch auf die HeizkVO Bezug nehmen.
    Die Nummer mit der Kündigung ist natürlich Schwachsinn.

  • Bei dem Gespräch ist folgendes herausgekommen:
    Wir konnten uns darauf einigen dass die Hackschnitzel einen Marktwert von grössenordnungsmässig 30€/Srm bzw. 0,40€/10Kwh haben.
    Soweit so gut….
    Nach einer groben Abschätzung der Betriebskosten sollen sogar Gesamtkosten von 1,20€/10Kwh herauskommen.
    D.h. 0,80€/10Kwh Betriebskosten für Wartung, Reinigung, tägliche Kontrolle, 3x jährlich Einbringung der Hackschnitzel, Kosten für Traktor etc. bei einem Stundenlohn von 40€ (!).
    Die jährliche Grundinspektion würde schon 500€ kosten.
    Das würde bedeuten dass die Betriebskosten die Brennstoffkosten um das Doppelte übersteigen, genial oder ?
    Fazit: Nach dieser Berechnung wäre Heizöl sogar deutlich günstiger als Hackschnitzel. Heizöl muss man ja bekanntlich nicht hacken...

    Soll man da lachen oder heulen ?

  • Die Kostenkalkulation der Schnitzel überschreitet hier das Thema Mietrecht und ich bin da ebenso ratlos.


    Ich auch.
    Ist der Verschleiss der Arbeitsschuhe der Hackschnitzelproduzenten mit eingerechnet?
    Und, Ergänzung: Der "Heizkostenabrechnung" würde ich widersprechen (klingt rechtlich zutreffender).

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