Hallo,
ich habe ein riiiiesiges Problem. Eventuell droht mir die Kündigung weil ich den Hausfrieden nachhaltig störe!
Sachverhalt:
Ein Wohnungseigentümer in unserem Wohnhaus (wohnt eine Etage über mir) hielt es in der Vergangenheit nicht so mit dem einhalten der Hausordnung (kein Lärm über Zimmerlautstärke zwischen 20 und 7 Uhr). Als Lehramtsstudent sehr oft maßlose Partys bis weit in die Nacht hinein und mehrmal in der Woche (nicht nur an Wochenenden). Vor ein paar Wochen ging es kurz nach Mitternacht mal wieder los. Erst lautes zuschlagen der Wohnungstür und dann Techno-Musik per Dolby-Surrond-Anlage und schon wackelte mal wieder alles bei mir. An schlafen war erst recht nicht zu denken.
Ich ging nach oben und klopfte gleich an. Klingeln hat dort keinen Sinn. Er öffnete und es schloss sich ein ansteigender Wortwechsel an. Am Ende dachte ich wohl etwas zu laut und ging wieder hinunter in meine Wohnung. Der Nachbar fühlte sich angesprochen und folgte mir hinunter zu meiner Wohnung. Als er auf der Fußmatte stand, drückte ich die Tür zu und schloss zweimal ab. Wenige Sekunden später trat der Nachbar meine Wohnungstür ein, Schlossgegenstück im Türrahmen herausgerissen, Türgriff abgebrochen. Ich rief die Polizei und der Schaden wurde aufgenommen und ich erstattete Anzeige wegen Sachbeschädigung.
Zwei Tage später wurde durch einen Handwerker der Schaden an der Tür beseitigt auf Kosten des Vaters des Wohnungseigentümers. So weit, so gut. Nun sollte ich doch bitte die Anzeige zurückziehen. Aber das lehnte ich strikt ab. Sogar von der Wohnungsverwaltung (der Inhaberin) wurde ich "gebeten" die Anzeige zurückzuziehen. Aber ich lehnte ab. Zivilrechtlichh hätten wir uns geeinigt, strafrechtlich macht es die Staatsanwaltschaft und entscheidet.
Eine Woche später ging dem Wohnungseigentümer meine Anzeige per Post zu und er griff mich über Facebook an, ich hätte schließlich seine Wohnungstür durch mein Anklopfen fast zerstört. Er hätte viele Zeugen dafür. Ich hätte mich auch einmal nicht an die Hausordnung gehalten im Hinblick auf laute Musik zwischen 20 und 7 Uhr. Er hätte schon 5 Anzeigen gegen mich schreiben können... Das alles sei doch lächerlich....
Nun, am letzten Sonntag dann der Höhepunkt: Saure Gurken, Zaziki und Röstzwiebeln zermatscht auf meiner Fußmatte und ich habe durch den Türspion alles gesehen. Das Foto mit dem Ergebnis ging schon von mir an die Polizei. Den Matsch auf der Fußmatte beseitige ich "erst einmal" nicht. Es könnte doch sein, dass die Polizei das Beweisstück in Augenschein nehmen möchte. Nicht einmal meine Nachbarin hat etwas dagegen.
Nun wurde ich heute von der Wohnungsgesellschaft telefonisch aufgefordert, das Treppenhaus zu reinigen, was ich ablehnte. Dann man weiter zu mir, dass ich doch gar keine Beweise habe wer das angerichtet hätte, ich würde es doch alles nur vermuten. In dem Moment legte ich auf.
Kann mir die Wohnungsgesellschaft wegen "stören des Hausfriedens" fristlos kündigen?
Ich denke nicht, denn nicht ich störe den Hausfrieden, sondern derjenige, der mir die Wohnungstür eingetreten hat und nun die Fußmatte "verschmutzt" hat und nun alles daran setzt dass ich meine Anzeige gegen ihn zurückziehe. Nur weil er Lehramtsstudent ist und sein Vater einen gut bezahlten Job hat - nenne ich es mal so.
Was meint Ihr? Bin auf eure Antworten gespannt! Der Sachverhalt war wirklich so. Was ich an die Polizei geschrieben habe, werde ich hier natürlich nicht preisgeben, denn man weiß nie wer hier mitliest!
Gruß
Bianca