Hallo,
Ich wende mich hier vorab an das Forum, da dies meine erste eigene Mietwohnung ist, und ich mich einfach schnellstmöglich unabhängig Informieren möchte bevor ich mich schriftlich mit meinem Vermieter in Verbindung setze.
Ich habe heute einen Brief mit einer Rechnung über einen Elektriker bekommen, den ich bezahlen soll. Nachdem ich telefonisch angefragt habe weshalb und wieso wurde mir gesagt, es gibt in meinem Mietvertrag eine Bagatellregelung und ich müsse diesen Betrag so bezahlen.
Zum Schaden selbst. Wir haben im ganzen Wohnzimmer lediglich eine Steckdose, ebenso im Schlafzimmer. Ich habe dies schon mehrfach telefonisch bemängelt, mir wurde lediglich gesagt "das ist so in Ordnung". Ich habe dem Hausmeister mitgeteilt das ich Ihm garantieren kann, dass es hier einen Kurzschluss gibt wenn ich all meine Elektro- und Haushaltsgeräte an jeweils einer Steckdose betreiben soll. Mit der bitte um eine schriftliche Bestätigung, dass ich selbst Aufputzsteckdosen setzen kann. Diese ist im Sand verlaufen.
Als wir unseren Wäschetrockner im Schlafzimmer angeschlossen haben, hat diese anscheinend die Elektroleitung überfordert und es gab einen Kurzschluss (Stecker schmorrte in der Steckdose fest). Wir beauftragen darauf hin einen Elektriker über den Vermieter. Dieser war hier und teilte und salopp mit "Das ist hier so eine alte, dünne Leitung da würde ich höchstens eine Lampe dran anschließen, jedoch auf keinen Fall einen Wäschetrockner".
Nach gut 2-3 Wochen nach dem Elektrikertermin nun die Rechnung für diesen, er hat uns jedoch nicht darauf hingewiesen das wir die Kosten tragen müssen / können. Dann hätte ich das von einem Bekannten machen lassen, wäre sicherlich günstiger.
Meine Frage ist jetzt, wie kann ich diese Anfrage bzw. Aufforderung auf Übernahme der Kosten am besten Abschmettern. Ich habe dem Vermieter mehrfach mitgeteilt, dass diese eine Steckdose definitiv nicht ausreicht, habe angeboten selbst eine Aufputzsteckdose zu setzen jedoch habe ich nie eine schriftliche Bestätigung bekommen.
Außerdem geht es doch bei diesem Schaden rein prinzipiell um die Stromleitung, d.h. es wäre das eine unangemessene Benachteiligung gegenüber uns (dem Mieter), zumindest habe ich rein rechtlich soetwas im Internet gelesen, da sich Bagetellschäden lediglich auf Teile der Mietwohnung beziehen, die dem direkten und häufigen Zugriff des Mieters ausgesetzt sind.
Meine Frage also, habe ich Chancen diese Rechnung "abzuwehren" ? Ich bin sowieso mehr als gefrustet über die Momentane Steckdosensituation im Wohn- und Schlafzimmer, außerdem sind die Mitarbeiter am Telefon mehr als unfreundlich und "verweisen mich auf den Schriftweg wenn ich damit nicht einverstanden bin" und legen auf...
Besten Dank schonmal für eine Antwort.
Gruß,
Alex