Hallo,
es geht um folgende Situation. Wir sind eine 3er-WG (Altbau, Dachgeschoss) in einer Studentenstadt und die Wohnung ist in einer optimalen Lage. Vor ca. 3 Monaten sind wir eingezogen.
Am Tag der Schlüsselübergabe ist einem von uns aufgefallen, dass der Küchenboden ein "Loch" aufweist, d.h. das Holz darunter ist verfault (vermuten wir) und deswegen gibt der Bodenbelag nach. Das Loch wurde übrigens von Zeit zu Zeit immer größer.
Dem Hausverwalter (nicht der Vertragspartner/Vermieter) haben wir den Schaden direkt danach auf die Mailbox gesprochen, da der Vermieter (der auch der Besitzer des Hauses ist) nicht mehr da war. Die Vormieter haben uns dann erzählt, dass der Schaden schon länger da war und der Vermieter das auch wusste. Am Tag der Übergabe wurde er angeblich provisorisch repariert.
Da der Schaden aber nicht richtig behoben war und das Loch immer größer wurde, haben wir sowohl den Hausverwalter (E-Mail) als auch den Besitzer (mündlich) darüber in regelmäßigen Abständen informiert. Zum Schluß wurde der Hausverwalter schriftlich per Einschreiben aufgefordert, den Schaden zu beheben, da wir ansonsten die Miete kürzen. So war das Schreiben formuliert:
ZitatAlles anzeigenUnsere Stadt, den 10.10.2011
Sehr geehrter VERWALTER, sehr geehrte(r) Herr und Frau BESITZER,
[...]
Außerdem möchten wir diese Gelegenheit nutzen, sie darüber zu informieren, dass der Küchenfußboden trotz mehrfacher (mündlicher) Hinweise immer noch repariert wurde und immer noch ein „Loch“ aufweist, d.h. dass er an einer Stelle bei Belastung nachgibt.
Des Weiteren haben wir seit Donnerstag (6.10.2011) in zwei Zimmern (das kleinste und das mittlere) keinen Strom mehr.
Wir bitten Sie, beide Schäden schnellstmöglich zu beheben, da wir uns ansonsten gezwungen sehen, die Miete zu kürzen.
Wir bitten um Ihr Verständis.
Mit freundlichen Grüßen
Wir
Adressiert war es an den Hausverwalter.
Soweit, so gut. Die Miete haben wir dann diesen Monat gekürzt. Und zwar um 20%. Statt 590 warm haben wir 490 warm bezahlt (410 kalt).
Eine Woche lang keine Reaktion seitens Verwalter oder Hausbesitzer.
Heute morgen dann der Schock. Der Vermieter klingelt um halb 9 (der ist im Moment mit Renovierungsarbeiten* im Stock unter uns beschäftigt) und teilt uns mit, dass wir zum 29.1. ausziehen müssen. Er lies sich auch auf keine Einigung ein (dass wir die 100% nachzahlen), sondern blieb wütend und stur.
Das Einschreiben hat er angeblich nie erhalten (weil es nicht an ihn, sondern an den Hausverwalter ging) und die 20% seien seines Erachtens zu hoch. Sein Anwalt sagt angeblich, dass 8% gerechtfertigt wären.
Und er behauptet, wir hätten ihn nie über das Loch informiert.
Allerdings: Er hat uns NICHT schriftlich gekündigt. Nur wütend an der Haustür mitgeteilt ![]()
Außerdem hat er gesagt, dass er nächste Woche einen Handwerker schickt, der den Schaden besetitigt.
* Zu den Renovierungsarbeiten noch etwas:
Währen der Renovierung im Stock unter uns haben wir ihn darauf hingewiesen, dass der Schaden immer noch besteht. Der Vermieter meinte darauf, dass er den Maurer hochschickt, sobald der in der zu renovierenden Wohnung ist. Das ist nie geschehen!
So, meine Fragen:
- Wenn wir die 100€ jetzt nachzahlen, ist seine Kündigung dann ungerechtfertigt?
- Waren die 20% wirklich zu viel?
- Sind 2,5 Monate Frist nicht zu wenig? (von heute bis 29.1.)
- Ist eine mündliche Kündigung rechtskräftig?
Wir würden uns sehr über eine Antwort freuen!
Paul