Modernisierung - Mietminderung

  • Mein Vermieter plant in der Wohnung Bad, Küche, Flur sowie Aussfassade und die Dämmung von Keller und Dachboden zu modernisieren und ein Be- und Entlüftungssystem einzubauen. So weit so gut. Jedoch sollen wir jetzt eine Vereinbarung unterzeichnen, in der wir darauf verzichten während der gesamten Arbeiten (in der Wohnung ca. 3 Wochen und am Haus ingesamt 2-4 Monate) die Miete zu mindern. Im Gegenzug würde der Vermieter dann darauf verzichten die möglichen 11% Mieterhöhung zu verlangen.

    Ist das so in Ordnung? Darf der Vermieter einfach verlangen, dass man als Mieter auf Mietminderung verzichtet? Oder dürfte ich auch wenn ich diese Vereinbarung unterschreibe trotzdem die Miete mindern? Schließlich muß ich mindestens drei Wochen auf einer Baustelle leben und der Vermieter will auch keine Wohnung als Ausweich während der Bauarbeiten in der Wohnung zur Verfügung stellen.

  • Grundsätzlich solltest du dies als Angebot deines Vermieters betrachten und dann entscheiden, ob du darauf eingehen möchtest. Vor allem würde ich klären, für welchen Zeitraum der Vermieter auf die Mieterhöhung verzichten will? Danach würde ich entscheiden, ob sich das Angebot lohnt oder nicht. Natürlich darfst du die Miete mindern, wenn du auf das Angebot nicht eingehen möchtest. Im Gegenzug musst du aber auch mit der zulässigen Mieterhöhung rechnen. Unterzeichnest du das Angebot, darfst du keine Mietkürzung vornehmen.
    Gruß Chiemsee

  • Oh, ich hab mich da glaub ich ein bißchen falsch ausgedrückt. Also der Vermieter will schon die Mieter erhöhen ca.56 Euro und meint das wäre wesentlich weniger als die möglichen 11%. Nur leider sagt er gar nicht wieviel die 11% in etwas wären. Ich habe also eigentlich keine Ahnung wieviele Kosten bei der Moderniesierung anfallen. Mein Vermieter ist nun der Auffassung, da er so nett ist und nicht die 11% sondern nur ca. 56 Euro (wieviel das auch immer in Prozent sein mag). Soll ich im Gegenzug auf mein Recht auf Mietminderung verzichten und während der Bauarbeiten in einem Rohbau wohnen und die volle Miete zahlen. Find ich einfach mal nicht so gut. Hat vielleicht schon jemand mit so etwas Erfahrungen gemacht???

  • Das Problem ist, dass du (und der Vermieter) im Moment wahrscheinlich gar nicht wissen, wie hoch die Mieterhöhung ausfallen wird. Der Vermieter kann die Mieterhöhung erst geltend machen, wenn die tatsächlichen Kosten feststehen, also erst nach Ende der Baumaßnahmen.

    Aber nur mal eine grobe Hochrechnung:
    Wenn der Vermieter 56€ im Monat Mieterhöhung geltend machen möchte, würde die Rechnung ungefähr so aussehen

    56 x 12 = 672€ /11*100 = 6.109€

    Das ist jetzt nur mal eine fiktive Berechnung von mir. Würden die tatsächlichen Kosten, die auf deine Wohnung entfallen, 6100€ betragen, so dürfte der Vermieter eine Mieterhöhung von 56€ vornehmen, da dies 11% Umlage auf die Miete wären. Es wäre also interessant zu erfahren, wie viel Kosten für die Modernisierung (ungefähr) auf diene Wohnung entfallen, damit man die Sache als lohnenswert für dich entscheiden kann. Dazu wird ja der Vermieter einen groben Überblick haben.

    UND: Für wie lange will der Vermieter auf die Mieterhöhung nach Modernisierung verzichten?

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