Unklare Wohn- und Kostensituation

  • Guten Abend Community!

    Meine Situation ist leider sehr problematisch geworden und ich möchte fragen, ob ihr mir vielleicht sagen könnt, wohin ich mich damit wenden kann.

    Zusammen mit meinem Ex-Partner (noch verheiratet, getrennt lebend) haben wir eine Wohnung bewohnt, bei welcher seine Eltern Eigentümer sind. Sie haben damals keine Miete verlangt und wir sollten nur anteilig alle anfallenden Kosten bezahlen.

    Aufgrund der Trennung ist er ausgezogen, seine Eltern meinen mich aus Kulanz hier weiter wohnen zu lassen. Allerdings bekomme ich weder einen Mietvertrag, noch eine Nutzungsvereinbarung oder sonst etwas offizielles.

    Im Zusammenhang mit seinem Auszug wurden die nun von mir alleine zu tragenden Kosten erhöht. Aufgrund meines aktuell zu geringen Einkommens (schwerbehindert mit Erwerbsminderung) kann ich diese Kosten nicht selbstständig tragen.

    Finanzielle Hilfen wurden mir allerdings abgelehnt, da es weder einen Mietvertrag gibt, noch eine Nutzungsvereinbarung oder etwas anderes schriftliches.

    Es gibt lediglich eine vom Eigentümer ausgestellte Excell Tabelle, in welcher er ohne Plausibilität und ohne Nachprüfbarkeit die von mir zu tragenden Kosten auflistet. Was, für mich verständlich, die Behörde so nicht akzeptiert.

    Ich habe auch keine verbrauchsabhängigen Kosten, da es keine eigenen Zähler zu dieser Wohnung gibt. Er meint aber zum Beispiel, dass ich pauschal das 4-fache an Wasserkosten, und das 4,5-fache an Stromkosten pro Jahr im Vergleich zu einem üblichen Single-Haushalt bezahlen soll.

    Aber eben alles auf keiner belegbaren oder nachprüfbaren Grundlage, wie hoch mein Verbrauch tatsächlich ist.

    Es werden auch Kosten von mir verlangt, welche scheinbar ohne Mietvertrag auch gar nicht auf den "Mieter" umgelegt werden dürften. Wie Grundsteuer und Gebäude-Versicherung. Eigentlich bin ich wohl offiziell auch gar kein Mieter.

    Da ich finanzielle Hilfen brauche und die von ihm verlangten Kosten nicht tragen kann, habe ich es angesprochen, dass die Behörde seine Excell Tabelle nicht akzeptiert und das für die Behörde nicht nachvollziehbar ist. Weshalb ich auch keine Gelder erhalte.

    Aber er weigert sich nach wie vor, mir einen Mietvertrag oder eine Nutzungsvereinbarung abzuschließen.

    Das Ende von unserer Unterhaltung war schließlich, dass die geforderten Gesamtkosten so bleiben. Er scheint leider auch gar nicht einzusehen oder zu verstehen, dass er auch rechtliche Pflichten und Grenzen hat.

    Ich würde nun eben notgedrungen mit der Sache zu einem Mieterverein gehen und mich dazu beraten lassen.

    Was den Eigentümer vermutlich verärgern würde, weil er dann mit seiner Tabelle und fiktiven Forderungen voraussichtlich nicht gut wegkommt. Aber ich weiß auch nicht, was ich sonst für Möglichkeiten habe.

    Gegen einen Mietvertrag spricht für ihn, dass er die Einnahmen dann versteuern muss was er nicht will.

    Mein Problem ist, wenn er mich aus der Wohnung rausschmeißen sollte bin ich obdachlos, weil ich aufgrund meiner Schwerbehinderung und fehlenden finanziellen Mitteln bisher keine andere Wohnung gefunden habe (ich suche seit fast 1 Jahr hier im ganzen Landkreis)

  • wir sollten nur anteilig alle anfallenden Kosten bezahlen

    Dafür gibt es zwei Möglichkeiten, als Pauschale, oder als Vorauszahlung mit jährlicher Abrechnung. Wenn Letzteres zutrifft, kann man eine Abrechnung verlangen.

    Allerdings bekomme ich weder einen Mietvertrag

    Das ist ungünstig. Denn dann ist es auch kein Mietverhältnis, sondern eine Leihe. Das bedeutet, man hat keinen Mieterschutz und es kann einem jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

    er ohne Plausibilität und ohne Nachprüfbarkeit die von mir zu tragenden Kosten auflistet

    Wenn die Berechnung nicht überprüfbar ist, dann kann auch kein Geld verlangt werden. Wer etwas zahlen muss, hat sehr wohl das Recht zu wissen, wofür genau.

    Was, für mich verständlich, die Behörde so nicht akzeptiert.

    Die Behörde hat normalerweise Formulare für eine Vermieterauskunft über die Kosten. Das kann man verlangen, denn der Vermieter ist nach dem Gesetz zur Mitwirkung verpflichtet.

    Ich würde nun eben notgedrungen mit der Sache zu einem Mieterverein gehen und mich dazu beraten lassen.

    Da wird Ergebnis wird nur leider nicht erfreulich sein, denn man wird das erklären, was ich oben schon schrieb. Zahlen muss man die Kosten nicht, aber gekündigt werden kann man dann jederzeit.

    wenn er mich aus der Wohnung rausschmeißen sollte bin ich obdachlos

    Dann zum Wohnungsamt der Stadt gehen. Die haben da Möglichkeiten.

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