Ich wohne in einem der Kirche angehörenden Mietshaus (betreutes Wohnen) für Leute ab 65 J. mit 25 Mietparteien.
Schon seit bestehen des Gebäudes (ca. 20 J.) quälen wir uns mit einem unzuverlässigen und frechen Hausmeister ab, der nicht in der Lage ist, nur einen einzigen Termin wahrzunehmen, ohne ihn vorher abzusagen. Kommt hinzu, dass der Hausmeister ca. 50 km entfernt wohnt und in einem Notfall nicht gleich vor Ort sein kann.
Muss man ihn einmal bestellen, geht es nie reibungslos über die Bühne. Es beginnt schon damit, dass er selbst per Handy sehr oft nicht erreichbar ist. Die Immobilienverwaltung, die für ihn zuständig ist, ist nur zu Bürozeiten erreichbar, arbeitet aber ansonsten recht gut, denn wenn man den Hausmeister über die Immobilienverwaltung bestellt, ruft der Hausmeister auch zurück. Dann muss man meist einen Termin für die Reparatur vereinbaren. Und dann kommt das Problem: Der Hausmeister erscheint nicht und sagt auch nicht ab. Dann muss man sich nochmal an die Immobilienverwaltung wenden und auch beim 2. Mal geschieht das gleiche. Irgendwann erscheint er aber unangemeldet vor der Haustür und verschafft sich fast wie mit Gewalt zutritt, wenn man nicht schnell genug öffnet (Dauerklingeln, Schläge gegen die Tür, möglicherweise Fußtritte).
Gibt es mal ein Notfall (bekannt wurde mir ein Fall von Rückstau, ruft man gleich den Hausmeister an und - wenn man ihn erreicht - bekam man in dem Fall die Antwort: "Kann nicht kommen, hab keine Zeit". Dann muss sich der Betreffende auch noch selbst um einen anderen Handwerker kümmern.
In einem anderen, weniger schlimmen Notfall (Toilettenspülung verlor plötzlich riesige Mengen von Wasser und man zweifelte, ob die große Wassermenge von der Schüssel überhaupt aufgefangen werden konnte) bekam man vom unzuverlässigen Hausmeister gesagt, dass er "irgendwann" mal kommen will. Unangemeldet erschien er dann einen Tag später.
Der Hausmeister selbst hält sich aber für den "zuverlässigsten Menschen aller Zeiten", heuchelt uns etwas vor und wird böse wenn man ihm widerspricht. Macht man ihn auf Einzelheiten seiner Unzuverlässigkeit aufmerksam, bekommt man die freche Antwort: "Aber letztendlich ist das ja doch gemacht worden, wo bleibt denn die Unzuverlässigkeit?" Er lässt dabei aus, dass man ihn x-mal rufen musste, x-mal auf ihn vergeblich gewartet hat und womöglich noch seine eigenen Termin zurückgestellt hat, weil er ja kommen wollte.
Der Hausmeister ist auch für die Gartenanlage rund ums Haus und die Reinigung von Treppenhaus, Keller und Fahrstuhl zuständig. Dafür schickt er uns sein Personal. Diese Leute sind aber recht nachlässig (der Keller und der Fahrstuhl werden gar nicht mehr geputzt, im Treppenhaus sind überall Putzstreifen zu sehen usw).
Oft erlebt man auch, dass er eine Arbeit beginnt und mittendrin alles stehen und liegen lässt. Dann muss man ihm immer und immer wieder hinterherlaufen.
Selbstverständlich beschweren sich die Mieter immer und immer wieder bei der Immobilienverwaltung. Die versprechen immer und immer wieder, Druck beim Hausmeister zu machen. Zeitweise geht es dann auch ein wenig besser, aber nur zeitweise. Ein zuständiger Vorgesetzter der Immobilienverwaltung erklärte mir einmal, dass es sehr problematisch ist, dem Hausmeister zu kündigen, weil er mehrere Anlagen betreut und das schon seit Jahren. Irgendwie kann man diese Begründung nicht nachvollziehen. Man hat offensichtlich keine Absicht ihn loszuwerden. Es sieht so aus, als hätte der Hausmeister irgendwo einen "Paten", der die Hand auf ihn hält und schützt und keiner kommt dagegen an.
Was kann man hier machen? Bzw. wie kann ich hier eine Mietminderung wegen den Unzuverlässigkeiten durchsetzen?
Oder müssen die Mieter so weiterleben?