Erheblicher Baulärm durch neue Besitzer des Hauses

  • Hallo zusammen,

    ich habe eine grundsätzliche Frage, die gar nicht auf irgendwelche rechtlichen Schritte abzielt. Wir würden gerne einfach nur herausfinden, was ertragen werden muss und was nicht.

    Wir wohnen seit über 5 Jahren in einem zwei Parteien-Haus, unser Vermieter hat eine der beiden Wohnungen bewohnt, wie die andere. Nun hat sich unser Vermieter dieses Jahr entschieden das Haus zu verkaufen und das auch getan - wir haben nun seit zwei Wochen neue Vermieter. Unser alter Vermieter hat uns zwar schon vorgewarnt, dass die neuen Besitzer die untere Wohnung wohl renovieren wollen, von den neuen Vermietern haben wir dazu aber bis dato - außer Baulärm - nichts gehört. Wir waren aber auf Lärm vorbereitet.

    Seit zwei Wochen nun ist quasi kein Tag Ruhe. An Ruhezeiten wird sich allerdings sehr ordentlich gehalten und auch so sind die Bauzeiten sehr human (9-18 Uhr ca). Gemessen herrschen hier in unserer Wohnung nun tag täglich rund 70dB. Wir führen seit ein paar Tagen auch ein "Lärmtagebuch", einfach um das mal zu dokumentieren.

    Jetzt das Problem: Obwohl wir vorbereitet waren und obwohl die Bauzeiten absolut human sind ist unsere Wohnung bei 70dB "Dauerpegel" tagsüber absolut unbewohnbar (dazu komm übrigens auch der Baustaub, der sich mittlerweile in unsere Wohnung frisst). Das ist für meine Partnerin und mich, die beide im HO arbeiten (müssen) nicht so richtig hinnehmbar. Konzentrieren kann sich so niemand, an Besuch brauchen wir solange auch gar nicht zu denken. Da helfen auch ANC Kopfhörer nichts, der Schreibtisch vibriert trotzdem.

    Wie gesagt, wir wollen keine rechtlichen Schritte einleiten oder so etwas, aber ist eventuell eine Mietminderung möglich? Wie sind da die Erfahrungen? Ich gehe davon aus, dass nach zwei Wochen noch gar nichts machbar ist (eine Kernsanierung ist halt eben laut), aber wie lange darf ein solcher Zustand anhalten? Und muss es irgendwann mal leiser werden?

    Vielen lieben Dank für die Rückmeldungen!

  • An Ruhezeiten wird sich allerdings sehr ordentlich gehalten und auch so sind die Bauzeiten sehr human

    In dem Fall kann man sich schlecht beschweren. Zu den normalen Zeiten ist das erlaubt, so lästig es auch ist.

    Wie gesagt, wir wollen keine rechtlichen Schritte einleiten oder so etwas

    Wenn das so ist, dann könnte man das Gespräch suchen und ohne sich unterschwellig zu beschweren einfach mal freundlich nachfragen, wie lang die Hauptarbeiten der Entkernung noch dauern, sodass man sich drauf einstellen kann. Wenn man eine Anzahl an Tagen hat, dann wirkt es gleich erträglicher und man hat nicht das Gefühl, es geht noch ewig.

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