Erste Mieterhöhung mit Vergleichswohnungen

  • Hallo liebes Forum,

    ich habe nun meine allererste Mieterhöhung bekommen (Haus wurde verkauft) und bin unsicher, ob diese überhaupt so gerechtfertigt ist.

    Zum Haus.. es ist ein Doppelhaus mit jeweils links und rechts getrennten Eingängen und auf jeder Seite 2 Parteien. Also im Grunde ein Zwei-Parteien-Haus.

    1. Etage Wohnung, 2. Etage Wohnung (meine) mit Dachschrägen, darüber noch ein Dachboden (nicht ausgebaut).

    Energieklasse F (oder G.. bin mir da nicht mehr ganz sicher). Heizung Gas von 1992 ohne Außenfühler etc.. sieht nach Konstanttemperatur aus.

    Zur Wohnung.. 65qm, 3 Zimmer, Baujahr 1992, 2. Etage inkl. Balkon. Zahle dafür 6,15€ pro qm. Ausstattung ganz normal Laminat (Küche und Bad (innenliegend mit Duschwanne) haben Fließen).

    Renoviert oder neu gemacht wurde die letzten Jahre nichts.. Eine besondere Zusatzausstattung habe ich eigentlich nicht (zumindest keine die ich erkenne).. ich erkenne eher Kleinigkeiten die (vielleicht normal sind) und hier fehlen wie fehlende Sat-Anlage (nur Kabel), nur ein Kabelanschluss bzw. Telefon/Internet im Wohnzimmer.

    Erhöhung anhand 3 Vergleichswohnungen:

    1. Erdgeschoss, Baujahr 2008, Haus mit 6 Einheiten, 85 qm, 9€ pro qm

    2. Erdgeschoss, Baujahr 2008, Haus mit 6 Einheiten, 84 qm, 9€ pro qm

    3. Obergeschoss, Baujahr 2008, Haus mit 6 Einheiten, 80 qm, 8,50€ pro qm

    Meine Miete soll nun auf 7,20€ pro qm erhöht werden.

    Die ortsübliche Miete gibt der Vermieter daher mit "mehr als 8€ an".

    Im Prinzip finde ich die Vergleichswohnungen nicht korrekt. Der Unterschied beim Baujahr beträgt 16 Jahre und die kleinste angegebene Wohnung 23% größer als meine. Ich gehe mal davon aus, dass die Energieklasse ebenfalls deutlich besser ist.. bin aber nicht sicher in wie weit diese dazu beiträgt.

    Einen Mietspiegel gibt es in meiner Stadt nicht, allerdings wird sich an der Nachbarstadt minus 10% orientiert womit sich folgende Werte für die Baualtersklassen 1989 bis 1997 ergeben:

    Mittelwert 6,28

    Spanne 5,55 bis 7,20

    Letztlich soll das für alle Parteien fair sein und Leben und Leben lassen, aber hier sehe die Erhöhung nicht als gerechtfertigt bzw. der Vergleich mit den Wohnungen hinkt. Oder täusche ich mich vielleicht?

    Vielen Dank schonmal vorab für ein paar Antworten..

  • Im Prinzip finde ich die Vergleichswohnungen nicht korrekt.

    Die angegebenen Wohnungen müssen in Größe, Ausstattung und Beschaffenheit vergleichbar sein. Aber das bedeutet nicht genau identisch. Allzu streng darf man es daher nicht sehen. Um festzustellen, ob die Wohnungen vergleichbar sind, wird man dort hin gehen müssen, auch klingeln und mit dem Bewohner sprechen, sofern dieser dazu bereit ist.

    Einen Mietspiegel gibt es in meiner Stadt nicht, allerdings wird sich an der Nachbarstadt minus 10% orientiert

    Vielleicht hat sich der Vermieter daran orientiert und ist so auf die 7,20 gekommen. An den oberen Rand der Spanne kann man in der Regel aber nur, wenn die Wohnung zusätzliche Merkmale hat, die im Mietspiegel noch nicht berücksichtigt sind.

    Letztlich soll das für alle Parteien fair sein und Leben und Leben lassen

    In dem Fall bietet es sich an, dem Vermieter ein Gegenangebot für eine Mieterhöhung zu machen mit einem geringeren Betrag und man erklärt ihm, warum seine Forderung zu hoch ist.

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