Hallo Community,
ich habe ein Anliegen bezüglich Mieterhöhungen (im Nachfolgenden zähle ich die Mieterhöhungenschreiben auf und erläutere die Begründungen der Vermieterin)
1. Mieterhöhung:
Schreiben vom 15.12.2021;
Mieterhöhung zum 1.04.2022
Mieterhöhung von 490€ auf 525€ (Kaltmiete).
Begründung der Vermieterin: "Sie sind nun seit 2016 Mieter und seither haben sich die Mieten in der Großstadt z.T. drastisch verteuert (von 2019 zu 2021 allein um 20%)" Deshalb möchten wir die Miete um 7% von 490 auf 525€ anheben.
und weiter im Brief: "Wir sichern Ihnen zu, dass Sie zu diesem Thema die nächsten Jahre Ruhe haben."
2. Mieterhöhung:
Schreiben vom 15.11.2023
Mieterhöhung zum 01.04.2024
Mieterhöhung von 525€ auf 567€ (Kaltmiete).
Begründung der Vermieterin: "Die Kosten für Immobilienkredite haben sich verdoppelt und Handwerkerdienstleistungen sind sehr viel teurer geworden und die Inflation der letzte Jahre trifft Mieter wie Vermieter gleichermaßen."
Diesem 2. Mieterhöhungsschreiben habe ich noch nicht zugestimmt, da ich mich erstmal rechtlich beraten lassen möchte.
Ich wohne in einer Großstadt und die Miete liegt noch unter dem aktuellen Mietspiegel für diesen Stadtteil.
Mir geht es aktuell um eine Einschätzung der Mieterhöhung. Soweit ich das berechnet habe, liegt die erste Mieterhöhung bei 7% und die 2. Mieterhöhung bei 7,5%. Das wären dann ca. 14,5% Erhöhung innerhalb von 2 Jahren.
Nun meine Fragen dazu:
- Ist dies so korrekt und ist insbesondere die letzte Mieterhöhung so zulässig?
- Kann ich mich auf die letzte Aussage: "Wir sichern Ihnen zu, dass Sie zu diesem Thema die nächsten Jahre Ruhe haben." rechtlich beziehen?
- Eure Einschätzung: sollte ich mich an einen Mieterschutzbund wenden oder macht das nach eurer Einschätzung nach keinen Sinn?
Viele Grüße