Feuchtigkeit im Wohnraum

  • Hallo an alle Mitglieder des Forums,

    ich schreibe für meine Partnerin:

    Die Situation ist wie folgt:

    Sie bewohnt einen Anbau, welcher nachträglich an eine alte Villa gebaut wurde. Er ist einseitig angebaut, verfügt somit über drei Außenwände. Er ist zweigeschossig.

    Schon seit längerem hat meine Partnerin feuchte Stellen im Sockelbereich und mittlerweile auch blass, aber Untertassen groß an den Innenwänden im Wohnbereich.

    Da Sie keinen Kellerraum zur Verfügung hat, ist Sie gezwungen, Ihre Wäsche im Wohnraum zu trocknen.

    Wir haben Geräte zur Messung der Luftfeuchtigkeit aufgestellt, welche eine Hohe Luftfeuchtigkeit messen.

    Auch mittels eines weiteren Messgerätes haben wir festgestellt, das hinter der Rigipswand Feuchtigkeit ist.

    Um das Problem anzugehen, wurde Kontakt zum Vermieter aufzunehmen.

    Dieser hat nach eigenen Angaben zwei Spezialfirmen beauftragt, welche das Dach (Dachdecker) und die Rohrleitungen inspiziert haben.

    Hier soll laut den Firmen aber alles in Ordnung sein.

    Seine Aussage lautet wie folgt:

    "Die feuchte Luft im Raum, die immer vorhanden ist, wenn gelüftet wird, geht hinter die Rigipsverschalung und trifft auf die dahinterstehende Ziegelwand, welche wesentlich kälter ist. (eigene Anmerkung: Dämmung ist nicht vorhanden).

    Dadurch schlägt sich die Feuchtigkeit auf die Klebeverbindungen und die Rigipswand, Mit der Zeit entstehen Flecken. Das ist nicht so wild wie es ausschaut, aber dennoch nicht schön. "

    Wir tun uns schwer, diese Aussagen einzuschätzen bzw. zu glauben.

    Kann mir jemand vielleicht etwas Input geben?

    Vielen Dank im Voraus.
    Henninger

  • geht hinter die Rigipsverschalung und trifft auf die dahinterstehende Ziegelwand, welche wesentlich kälter ist

    Das ist soweit schon richtig. Aber genau das ist der Grund, warum man bei ungedämmten Wänden keine Rigipsplatten anbringen darf. Darin liegt der Fehler. Der Taupunkt verschiebt sich in die Wand. Die feuchte Luft hinter den Platten kann nicht weg zirkulieren und kondensiert am kalten Mauerwerk.

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