Mietvertrag unterschrieben - Kündigungsausschluss - Aufhebungsvertrag angeboten und Höhe der Entschädigung?

  • Hallo zusammen,

    ich brauche jetzt mal eure Meinung, wie hoch ich als Entschädigung fordern sollte.

    Ich schilde mal kurz die Situation:

    Ich (29, Informatiker) wohne in xyz und meine Freundin (24, Toxikologin) anderer Wohnort. Wir sind beide Vollzeit berufstätig. Wir wollen zusammenziehen und haben eine 80 m2 Wohnung (2-Mehrfamilienhaus) in einer Stadt gefunden. Den Mietvertrag haben wir am 17.03 mit der Vermieterin unterschrieben und sollte ab dem 01.05 laufen. Anwesend am Tag der Mietvertragsunterzeichnung waren der Markler, die Vermieterin, meine Freundin und ich anwesend. An diesem Tag hatte ich eine andere Wohnungszusage bekommen, aber die habe ich ja abgelehnt, da ich gerade einen Mietvertrag unterschrieb. Auch am selben Tag haben meine Freundin und ich unsere Wohnungen gekündigt.

    3 Tage später bekamen wir einen Anruf vom Markler, in dem er uns informierte, dass die Vermieterin uns die Wohnung doch nicht mehr vermieten möchte. Die Gründe der Vermieterin seien: 1. Ich habe "nur" einen Aufenthaltstitel, der begrenzt ist. 2. Ich habe einen neuen Job und sie sei nicht sicher, dass ich die Probezeit überstehen werde. Daraus besteht für sie eine Unsicherheit, da ich nach der Probezeit arbeitslos werden kann. Ich muss hier daran erinnern, dass wir dem Markler unsere Bewerbungsunterlagen (Gehaltsabrechnungen, Schufa, Arbeitsvertrag, etc.) zugeschickt haben. Aber inoffiziell hat uns der Markler gesagt, dass sie uns die Wohnung nicht mehr vermieten möchte, weil wir Afrikaner sind. Sie meinte, beim Kochen wird stark stinken, wir werden zahlreiche Leute in der Wohnung einladen und es wird ständig Lärm in der Wohnung geben.

    Als Abfindung für den Mietaufhebungsvertrag bietet sie uns jetzt 2500 € an. Finden Sie diese Summe angemessen ? Oder wie viel sollten wir nach Ihrer Meinung platzieren/verlangen ?

    N.B: Die Vermieterin hat auch den Mietvertrag unterschrieben. Wir haben eine Kopie des unterschriebenen Mietvertrages. Außerdem möchten wir nicht mehr in die Wohnung einziehen, denn das Vertrauen ist bereits gebrochen. Wir würden uns für den Mietaufhebungsvertrag entscheiden, jedoch würden wir die 2500 € nicht annehmen, da die Summe aus unserer Sicht niedrig ist. Wir wissen allerdings nicht, ob wir bis zum 30.06 eine Wohnung finden werden, da wir jeweils unsere Wohnungen gekündigt haben. Sonst wären wir ab dem Zeitpunkt obdachlos.

    Findet ihr die angebotene Summe passend oder können wir den Betrag noch hochschrauben ?

    Daten/Fakten zur Wohnung und zum Mietvertrag:

    KM: 700€ WM: 1065 €

    Mietbeginn: ab 01.05. Es gab im Vertrag einen befristeten Kündigungsauschluss von 2 Jahren. Dies bedeutet, weder wir noch die Vermieterin durften innerhalb von 2 Jahren die Wohnung nicht kündigen.

    Danke für Eure Räte !

  • Findet ihr die angebotene Summe passend oder können wir den Betrag noch hochschrauben ?

    So eine Entschädigung ist ja eine Art Schadenersatz. Wenn ihr problemlos eine andere Wohnung findet, sind die 2.500 € angemessen. Findet ihr aber keine andere Wohnung und müsst ein halbes Jahr ins Hotel ziehen, sind die 2.500 € sicher zu wenig.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

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