Laminatboden wellig und stellt sich auf - vom Vermieter verlegt

  • Moin zusammen,

    wir sind seit kurzem in unsere jetzige neue Wohnung gezogen (2 Zimmer 50qm) und im Wohnzimmer und Schlafzimmer war ein hässlicher und kaputter Korkboden vorher drin.

    Diesen wollten wir natürlich nicht behalten und haben und Laminatboden gekauft samt Trittschalldämmung. Da der Vermieter gelernter Tischlermeister ist bot sich an ihn zu fragen ob er den verlegen würde. Was er auch getan hat. Eigentlich weiß ich das normalerweise der Boden komplett seine Sache gewesen wäre weil der alte Korkboden schon drin war. Aber naja das habe ich auch zu Spät erfahren. Auf jeden Fall ist es jetzt so das der Boden sich aufstellt im Bereich der Wohnzimmer Tür und in der Mitte des Raumes dazu.

    Schon als er den neuen Laminatboden verlegt hat, habe ich mich schon gewundert das er so wenig Abstand zur Wand lässt (teilweise auch richtig ungleichmäßig). Als ich ihn fragte meinte er nur das müsse man bei neueren Böden nicht mehr. Nun anscheinend ja doch, denn jetzt habe ich massiv Probleme damit. Ich laufe im Prinzip auf dem Boden und drücke dabei das Laminat nach unten und sobald mein Fuß runter ist stellt er sich wieder auf. An der Wohnzimmer Tür hat der Boden sogar die Zarge verschoben samt Riss nach oben gehend (siehe Foto) und wie Wellig das ist könnt ihr bei Nacht gut sehen. (siehe anderes Foto).

    Jetzt habe ich den Vermieter 2 mal angeschrieben per WhatsApp aber er hat die Nachrichten nur gelesen. Das ist jetzt auch schon 3 Wochen her.

    Ich bin leicht angefressen deswegen und kurz davor mir ein Multiwerkzeug zu kaufen und das selbst zu machen weil das nicht mehr tragbar ist. Und die Kosten als auch den Aufwand von der Miete abzuziehen. Als Laie habe ich mich auch gefragt ob nicht Ausgleichsmasse nötig gewesen wäre. Auch das hätten wir dann einfach bezahlt.

    Habt ihr ne Idee was wir tun können? Rechtlich und falls da nichts geht auch Handwerklich ? :D

    Vielen dank im voraus für eure Antworten.

  • Da der Vermieter gelernter Tischlermeister ist bot sich an ihn zu fragen ob er den verlegen würde.

    Naja, eigentlich nicht. Ein Tischler hat mit Bodenverlegearbeiten so viel zu tun, wie ein Fleischer mit Autoverkäufen.

    Oder anders: Er ist ein Laie und hat das offensichtlich komplett falsch verlegt. Hier braucht es bei größerem Räumen immer Distanzkeile/-Bänder.

    Jetzt habe ich den Vermieter 2 mal angeschrieben per WhatsApp aber er hat die Nachrichten nur gelesen. Das ist jetzt auch schon 3 Wochen her.

    Ich würde nicht Schreiben, sondern anrufen und den Sachverhalt klären.

    Als Laie habe ich mich auch gefragt ob nicht Ausgleichsmasse nötig gewesen wäre.

    Nein, das ist bei Laminat nicht nötig.

    handwerklich muss ggfs. das Laminat ausgebaut werden, bzw. eine Reihe, um eine Dehnungsfuge zu schaffen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Nein, das ist bei Laminat nicht nötig.

    handwerklich muss ggfs. das Laminat ausgebaut werden, bzw. eine Reihe, um eine Dehnungsfuge zu schaffen.

    Erstmal danke für deine Antwort.

    Würde es auch eventuell reichen mit einem Multitool von der Wand ab jeweils links und rechts einen geraden Schnitt zu machen, mit dem Halbkreisblatt? Ich mein, ich muss ja nicht ganz herum raus sägen sondern nur an zwei Wandseiten. Fragt der Laie den Laien :D

  • Ich würde mich in diesem Fall nicht weiter mit dem Vermieter auseinandersetzten, sondern stattdessen selbst Hand anlegen und die Verlegung in Ordnung bringen, oder aber eine Firma beauftragen wenn ich es nicht kann. Und das hat jetzt weniger rechtliche Gründe, sondern vielmehr, dass ich befürchten würde, dass es bei einer Nachbesserung durch den Vermieter vielleicht nicht besser wird oder es zu Schäden an anderen Stellen kommen könnte.

    Da der Vermieter gelernter Tischlermeister ist bot sich an ihn zu fragen ob er den verlegen würde.

    Ich hoffe für dich, du hast bei dieser Gelegenheit auch gleich geklärt, was beim Auszug später mal passiert, also dass der Boden dann drin bleibt und ihr habt dies dann auch schriftlich festgehalten als Nachweis. Denn ohne Vereinbarung muss man die Räume wie angemietet zurück geben. Der Vermieter könnte also theoretisch verlangen, dass der vorherige Boden bei eurem Auszug wieder rein kommt bzw. ein neuer Korkboden.

  • Würde es auch eventuell reichen mit einem Multitool von der Wand ab jeweils links und rechts einen geraden Schnitt zu machen, mit dem Halbkreisblatt? Ich mein, ich muss ja nicht ganz herum raus sägen sondern nur an zwei Wandseiten. Fragt der Laie den Laien

    ich halte mich technisch/handwerklich für relativ fit, aber bei Laminat kenne ich mich überhaupt nicht aus. Verlegen könnte ich es, aber hier muss geprüft werden, an welcher Stelle die Spannung konkret entsteht.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Ich würde mich in diesem Fall nicht weiter mit dem Vermieter auseinandersetzten, sondern stattdessen selbst Hand anlegen und die Verlegung in Ordnung bringen

    Also darf ich den *** aus eigener Tasche zahlen? Ist ja nicht so das wir hier schon ne Menge investiert haben.

    Wir achten bitte auf eine sachliche Ausdrucksweise

  • Es war nur meine Meinung. Du musst für dich selbst entscheiden, was du machst.

    Ich halte es aber rechtlich für problematisch, etwas vom Vermieter zu verlangen. Denn er hat die Arbeit ja als Gefälligkeit gemacht, nicht weil es seine Pflicht wäre. So dürfte wohl kein Gewährleistungsanspruch bestehen wie wenn du eine Firma beauftragst.

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