Vermieter nie erreichbar - Mitbewohnerwechsel

  • Hallo liebe Community,

    meine Mitbewohner und ich haben folgendes Problem:

    Wir sind eine 4er WG in einer Mietwohnung und das Gebäude wird von einer Firma für Immobilienmanagement verwaltet (1 Stern auf Google bei 50 Bewertungen hauptsächlich wegen Unerreichbarkeit). Eine Mitbewohnerin hat nun gekündigt und Ende Oktober 22 die Kündigung per Mail und Einschreiben gesendet. Keine Reaktion. In der Vergangenheit wurde daraufhin ein Übernahmevertrag gesendet, da wir eine 4er WG bleiben wollen. Jeder aus der WG hat den dann für die neue Person unterschrieben und diese Firma hat dann eben noch Schufa, etc. kontrolliert. Jetzt ist aber weder am Telefon, per Mail oder per Post jmd. zu erreichen.

    Auch wenn der neue Mitbewohner die Miete der Vorgängerin schon übernimmt ist das ganze ja dann noch nicht "offiziell".

    Sachverhalt ist hier für die Frage nicht relevant aber eine Mitbewohnerin benötigt dringend etwas schriftliches vom Verwalter (ihre Bilder etc. reichen nicht aus), dass der Gas-Boiler existiert, damit sie Geld gewährt bekommt! - auch keine Reaktion.

    Gibts Alternativen zu Mietervereinen oder Anwalt?

    Wir dachten daran, einen Teil der Miete zurückzuhalten, in der Hoffung, dass dann eine Reaktion erfolgt. Natürlich würden wir das noch per Mail ankündigen.

    Die Verwalterfirma davor hat damals mit einer Mahngebühr reagiert wenn da nicht direkt die Miete zu 100% überwiesen wurde. Deshalb trauen wir uns nicht ganz, einen Teil der Miete zurückzuhalten.

    Aber ist die Unerreichbarkeit/Abwesenheit des Verwalters ein Grund um einen Teil der Miete zurückzuhalten?

    (Nach meinem Einzug musste ich trotz vieler Anrufe und Mails 3 Monate!!! auf die Wohnungsgeberbescheinigung warten, damit ich mich ummelden kann - netterweise gab es Verständnis und ich musste keine Strafgebühr zahlen)

    Habt ihr da auch schon Erfahrungen gemacht und was hat bei solchen Vermietern/Verwaltern geholfen die gefühlt einfach nicht existieren?

    LG

  • Wir dachten daran, einen Teil der Miete zurückzuhalten

    Das sollte man keinesfalls tun nur um Druck zu machen, dass sich der Vermieter meldet. Keine gute Idee!

    trotz vieler Anrufe und Mails 3 Monate!!! auf die Wohnungsgeberbescheinigung warten

    Anmelden kann man sich trotzdem. Man sagt im Einwohnermeldeamt einfach, dass der Vermieter keine Bescheinigung ausstellt. Das Amt schreibt ihn dann an.

    eine Mitbewohnerin benötigt dringend etwas schriftliches vom Verwalter (ihre Bilder etc. reichen nicht aus), dass der Gas-Boiler existiert, damit sie Geld gewährt bekommt!

    Ein Vermieter ist zur Mitwirkung verpflichtet nach dem Gesetz. Man teilt dem Amt also mit, dass der Vermieter seiner Pflicht nicht nachkommt. Die haben dann ihre Möglichkeiten.

    Gibts Alternativen zu Mietervereinen oder Anwalt?

    Man könnte schauen, ob man neue Mitbewohner als Untermieter aufnehmen kann.

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