Hausordnung wird nicht erledigt

  • Hallo zusammen,

    wir haben aktuell folgende Situation bei uns, bei der ich gerne die Community um Rat fragen würde. Wir wohnen seit ca. einem Jahr in einem Zweiparteienhaus. Am Anfang war die Stimmung noch sehr entspannt und fast schon freundschaftlich. Nach ca. 3 bis 4 Monaten kam es dann jedoch zu einer kleinen Auseinandersetzung, da unsere zweite Partei im Haus der Meinung war, dass wir die Hausordnung nicht machen würden, der Konflikt wurde dabei nicht etwa im privaten Rahmen ausgetragen, sondern wir wurden quasi auf offener Straße vor den Nachbarn von der zweiten Partei "zur Schnecke gemacht". Im Folgenden haben wir ganz Diplomatisch gemeinsam einen Plan erarbeitet, der die Zuständigkeiten aufgeteilt hat. Nun fällt uns knapp 1 Jahr später auf, dass sich unsere Partei Nummer 2 nicht mehr, oder kaum noch um die Hausordnung kümmert. Die Treppe wird nicht gewischt, die Gemeinschaftsfläsche im Garten wird nicht gemäht (Obwohl sie zu 90% von Partei 2 mit ihren Kindern genutzt wird und wir diese 2 mal im Jahr für vielleicht 2 Stunden zum Räderwechseln oder kleineren Arbieten am Auto nutzen), der Weg zum Haus und der Fußweg wird ebenfalls nicht von Unkraut befreit. Darauf angesprochen kam von Partei 2 nur die Aussage, dass sie ihre Hausordnung ganz normal machen würde. Wir würden jetzt die Hausverwaltung darüber informieren und von ihnen einen Hausordungsplan inkl. Unterschriftenliste anfordern (den gibt es im Haus aktuell noch nicht), damit wir die Zuständigkeiten eindeutig regeln könnten. Wäre das ein gutes Vorgehen und haben wir dann auch eine Handhabe, falls sich die Situation nicht bessert?

    Vielen Dank im voraus für alle Vorschläge und Ideen. 🙂

  • Leider ist das ein sehr verbreitetes Problem, dass die Hausordnung nicht richtig durchgeführt wird bzw die Parteien sich da uneinig sind. Aus Erfahrung ist das praktisch nur durch die Beauftragung eines Dienstleisters langfristig zu beheben, da jeder immer behauptet, der andere würde es nicht wie vereinbart machen. Man selbst macht natürlich alles richtig.

    Sicherlich kannst du eine Meldung an die Hausverwaltung machen, und hoffen, dass sie diesen Plan erstellen. Erfahrungsgemäß nützt das aber nichts. Da wird einfach unterschrieben und fertig, egal ob und wie die Arbeiten ausgeführt wurden.

    Deshalb wäre meine Reaktion als Verwalter darauf, dass ich die Mietverträge prüfen würde und wenn die Umlage der Kosten für einen Dienstleister im Mietvertrag vereinbart ist, würde ich dies beauftragen. In den meisten Mietverträgen gibt es diese Möglichkeit. Eine Partei praktisch dazu zwingen, die Arbeiten auszuführen, kann man kaum. Theoretisch gäbe es die Möglichkeit einer Kündigung, aber dieses Kostenrisiko würde ich als Vermittler niemals eingehen, wenn jede Partei von der anderen behauptet, sie vernachlässige die Pflichten und führe die Reinigung nicht durch. Als Vermieter hat man also kaum Möglichkeiten, außer eben der Dienstleister.

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