Psychisch kranker Nachbar

  • Hallo ihr Lieben,

    in meiner Etage wohnt ein psychisch kranker junger Mann Anfang 20, der mittlerweile täglich Anfälle bekommt, bei denen er sehr laut schreit und... wie soll man es beschreiben?.. laut brummt wie ein wildes Tier. Außerdem rumpelt es dann auch in der Wohnung, als würde er Möbel umschmeißen und sein Freund hat am gesamten Arm menschliche, blutige Bissspuren. Ich habe auch schon öfter ein "Aua, aua!" von seinem Freund gehört, während er einen Anfall hatte, außerdem dumpfes Klopfen, als würde er ihn mit der Faust doll auf den Rücken schlagen.

    Wenn die Anfälle nachts kommen, schläft der Freund heimlich auf dem Dachboden und benutzt unsere Wäsche als Decke. Er hat keine eigene Wohnung und wohnt hier "illegal" als Untermieter.

    Klingt nach einem Horrorfilm, ist aber echt und ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll.

    Ich habe schon öfter die Polizei gerufen, weil ich mir ernsthaft Sorgen gemacht habe, dass jemand in der Wohnung zu schaden kommt. Die haben aber nur in der Wohnung nachgeschaut, ob alle leben und sagen, sie könnten nichts weiter machen.

    Dann habe ich versucht selbst Kontakt zum Nachbarn aufzunehmen. Der Nachbar geht nie aus seiner Wohnung und wenn man klingelt, öffnet niemand die Tür.

    Sein Freund sagte nur, dass es ihm Leid täte, dass wir Nachbarn die Anfälle mitbekommen und dass sie auf der Suche nach einem Therapieplatz seien, was schwierig sei, weil sie keinen finden, den der junge Mann "mag". Das sagt er seit einem 3/4 Jahr. Ich habe einen Brief an den Nachbarn mit Hilfskontakten geschrieben, von Stellen für amtliche Betreuung, Beratungsstellen etc. Keine Rückmeldung.

    Dem Vermieter habe ich auch schon alles was hier steht berichtet und dass ich so nicht weiter hier leben kann. Der Vermieter sage aber immer nur "Oh, das geht natürlich nicht, dass der Freund da mit wohnt, da muss ich mal mit denen sprechen aber die machen ja nicht auf wenn ich klingel!", verspricht, dass er sie raus schmeißen wird, tut es aber nicht. Dann sagt er, wir sollen die Polizei rufen, damit er etwas in der Tasche hat um die raus zu schmeißen. Aber ganz ehrlich, das ist mir sehr peinlich, da die Polizei nichts machen kann und anderes auch zutun hat.

    Das muss doch auch anders gehen oder nicht?

    Es stört einfach sehr, ich habe Angst und mache mir auch Sorgen, kann nicht ungestört für meine Prüfungen lernen, wache nachts vom Lärm auf und um ehrlich zu sein erschrecke ich mich auch jedes Mal total. Über mir wohnt ein kleines Mädchen, die nicht mehr allein in ihrem Bett schlafen mag, weil sie bei den Geräuschen Angst hat.

    Was kann ich tun? Bitte helft mir.

  • Hallo,

    das was du bescheibst, nennt man im Mietrecht "Störung des Hausfriedens". Dagegen kann und muss ein Vermieter bzw. die Hausverwaltung vorgehen und das Gesetz bietet dafür auch rechtliche Möglichkeiten. Es wäre daher der erste Schritt für dich, bei der Hausverwaltung weiter Druck zu machen und nicht aufhören, eine Lösung zu fordern.

    Für dich bietet das Gesetz die Möglichkeit, die Miete zu mindern. Wie hoch das sein kann, muss aber ein Anwalt bestimmen.

    Das Komplizierte an der ganzen Sache ist aber, dass der Nachbar psychisch krank ist, und ich unterstelle mal, dass das auch nachweisbar ist. Hierbei sagen die Gerichte dann, dass sich die Person um die Störung, die sie begeht, nicht bewußt ist. Dieser Mieter ist nicht in der geistigen Verfassung, sein Fehlverhalten zu erkennen. Das führt oftmals dazu, dass gegen die Person nichts oder nur schwer etwas unternommen werden kann auf gerichtlichem Weg. Eine Kündigung scheitert somit oftmals.

    Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es dadurch, dass sich eine Person im der Wohnug mir aufhält, die von der Hausverwaltung nicht genehmigt ist (sofern ich deine Info richtig verstehe). Dies ist möglicherweise ein besserer Grund, gegen den Mieter vorzugehen.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass du sehr wahrscheinlich ohne professionelle Hilfe nicht weiter kommst. Denn aufgrund der beschriebenen komplizierten Situation braucht es einen sehr guten Plan, wie man vorgehen kann. Daher kann ich dir nur empfehlen, einen Fachanwalt für Mietrecht aufzusuchen und eine Beratung in Anspruch zu nehmen. Wenn du dafür zu wenig verdienst, um das bezahlen zu können, kannst du dir vom Amtsgericht einen Beratungsschein holen, dann kostet dich das nichts.

  • Ich habe eben deinen Beitrag gelesen. Mir ging es ähnlich habe so einen über mir wohnen.

    Er hatte so gar 10 Wohnungen unter Wasser gesetzt.

    Wir sind Kreise gelaufen ohne Erfolg. Wir waren bei den Vermieter er machte nichts.

    Dann waren wir bei der Schiedskommision half alles nichts haben wieder keine Hilfe bekommen.

    Da der Vermieter meinte den können wir nicht auf die Straße setzen. Dann waren wir beim Bürgermeister

    der hat uns bloß vertröstet und meinte es muss erst wirder was neues passieren.

    Wir mussten sogar zweimal die Feuerwehr holen weil er das essen auf den Herd stellte und aus den Haus ging.

    Ich hatte die erste Hilfe gerufen und die Polizei. Musste mich von der Polizei zusammen falten lassen warum ich wegen so was anrufe.

    Jeder hätte doch das Recht in seiner Wohnung zu randalieren bekam ich zur Antwort.

    Man hatte ihn schon zweimal abgeholt wo er auf Tabletten eingestellt wurde. Aber das half nichts da er sie nicht Regelmäßig einnahm.

    Jetzt wurde ihn geholfen er bekommt jetzt Spritzen hat einen Betreuer und eu Rente. Bis jetzt ist es Ruhig. Bin noch ein bischen vorsichtig so ganz gehe ich noch nicht über die Brücke. Freue mich für ihn das man ihn jetzt hilft.

    Unser Vermieter hat nicht mal Mietminderung akzeptiert. Wir waren mit den Nerven völlig am Ende.

    Du siehst das ist ein schwieriges Thema keiner fühlt sich verantwortlich. Alle halten die Hände von sich.

    War so gar bei einer Anwältin die konnte mir auch nicht helfen da das geschende zu der Zeit vier Wochen zurück lag.

  • Hallo Cori,

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