Hallo zusammen,
Sry für den langen Text, ich habe versucht es nachvollziehbar zu beschreiben ![]()
Folgender Sachverhalt:
Durch das anbringen einer Klemmmarkise wurde durch uns ein Schaden an der Balkendecke verursacht.
Der Schaden bestand aus 2 Löchern von ca. 4-5 cm, an der Stelle wo die Markise eingeklemmt wurde.
Letztes Jahr im Sommer wurden die Balkone des Hauses besichtigt, da es wohl grundsätzlich Probleme mit dem Wasserabfluss gab.
Daraufhin wurden wir aufgefordert die Markise zu entfernen. Des weiteren würde eine Firma beauftragt, den Schaden zu beheben.
Soweit so gut, wir haben nicht vorher gefragt und haben einen Schaden verursacht. Für diesen kommen wir natürlich auf.
Dann erhielten wir eine Info, dass ab Juli die Balkone eingrüstet werden und wir bitte den Balkon (Länge von 7 m) frei zu räumen hätten, da Arbeiten wegen dem Wasserabfluss durchgeführt werden müssten.
Das stellte uns vor allem in großes Problem, da Pflanzen und Möbel von einem 7 Meter Balkon nicht mal so eben unterzubringen sind.
Da wir aber sowieso wegen der Löcher ein schlechtes Gewissen hatten, haben wir alles in unser Wohnzimmer gestellt.
Das ganze sah so aus, dass wir noch einen kleinen Fußweg zur Couch und Küche hatten.
Im Laufe der Arbeiten vor Ort wurde dann im an einem Vormittag von einem Mitarbeiter der Schaden behoben, indem er 2 Styrodurstücke zurecht geschnitten, diese eingesetzt hat und anschließend die 2 stellen verputzt hat. Der Putz hatte eine hellere Farbe als der vorhandene.
Da daraufhin keine weiteren Arbeiten auf unserem Balkon ersichtlich waren, haben wir schon mal einen Teil der Pflanzen wieder raus gestellt.
Am 24.07. erhielten wir dann ein Schreiben der Baufirma vor Ort, dass wir den Balkon bitte frei zu räumen hatten, da die Löcher in der Decke geschlossen werden müssten.
Zu dem Zeitpunkt sollte das Gerüst laut vorheriger Info eigentlich wieder abgebaut werden.
Daraufhin habe ich die im Brief angegebene Telefonnummer kontaktiert und gefragt was denn gemacht werden müsste, da die Löcher ja bereits geschlossen wurden.
Zur Antwort bekam ich, dass sie die Decke komplett neu verspachteln müssen und ich solle das mit der Hausverwaltung klären.
Ein Anruf bei der Hausverwaltung ergab, dass man mich erst zu dem zuständigen Mitarbeiter durchstellen wollte, um sich dann zurückzumelden mit - die Baufirma macht das, was sie für richtig hält und sie zahlen.
Ok, das war der Zeitpunkt ab dem ich mit Fotos die Arbeiten vor Ort dokumentiert habe.
Wir haben also die Pflanzen wieder reingeholt und unser Wohnzimmer war wieder kaum nutzbar.
Am 29.07 kam dann um 7 Uhr ein Mitarbeiter vor Ort.
Als ich den Mitarbeiter darauf ansprach, wieso denn jetzt die ganze Decke neu verputzt werden müsste, erklärte er mir, dass sein Kollege die falsche Farbe für den Putz genommen hätte. Streichen könne man nicht, da das eine Putzdecke wäre.
Er hätte da aber vlt. noch farblich passenden Putz und könnte versuchen das auszubessern.
Dann trennte er an einer Ecke der Balkendecke (nicht da, wo der Markisenschaden war) ein großes Stück von da 20 cm auf der gesamten Breite von 1,50 m raus. Dort wurden dann 2 Betonplatten eingesetzt und über Nacht abgestützt.
In den darauffolgenden Tagen wurde der ganze Balkon inklusive Fenster abgeklebt und die komplette Decke neu verputzt.
Am 21. August erhielten wir dann eine Rechnung datiert vom 30.07. über 779,45€
Aufgeführt wird:
- Löcher in Decke wurden verschlossen und verspachtelt
- die gesamte Unterseite des Balkons wurde verspachtelt
- gesamte Fläche wurde abgedeckt
- Inkl. An und Abfahrt
Gesamt 779,45
Ich habe daraufhin Einspruch eingelegt, bzw um Aufschlüsselung der Kosten gebeten und gefragt, inwieweit wir die Kosten für die komplette Verspachtelung und Abdeckung der Fläche zahlen sollen, wenn diese eigentlich durch andere durchgeführte Arbeiten notwendig war.
Daraufhin haben wir 4 Monate nichts gehört.
Jetzt kam am 20.01. ein Schreiben, dass man ja so kulant sei und uns 50% der Rechnung erlassen würde, so das ein Restbestand von 389€ zu zahlen wäre.
Das Ganze natürlich ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und dem Hinweis, dass wir einen Schaden verursacht haben.
Wir hätten eine Frist bis zum 31.01. zu antworten.
Da ich grundsätzlich mit 200-300€ gerechnet hatte und ich das Thema endlich vom Tisch haben wollte, würde ich den Betrag akzeptieren, hätte aber gerne eine Rechnung.
Das habe ich dann auch am 31.01. gemeldet. Das wir gerne bereit sind, den Betrag zu begleichen, wir nichtsdestotrotz gerne eine nachvollziehbare und absetzbare Rechnung hätten.
Heute erhielten wir Antwort, dass wir bis zum 17.02 den Betrag zu zahlen hätten. Eine Rechnung gäbe es nicht, da das ja eine pauschale der Baufirma gewesen wäre.
Wie verhalte ich mich jetzt?
Zahlen und drangeben, oder zum Anwalt damit?
Wie gesagt, ich habe kein Problem damit einen von mir verursachten Schäden zu bezahlen. Ich komme mir nur langsam ziemlich veräppelt vor.
Danke schon mal für die Rückmeldungen