Hallo,
ich habe mit meinem jetzigem Vermieter eine Kündigung zum 31.12.2019 ausgemacht, wenn ich vorher keinen Nachmieter stellen kann.
Einen Nachmieter habe ich gefunden, dieser wollte auch zum 01.12.2019 einziehen. Leider wurde mir dann eine Woche später mitgeteilt, dass dieser nun doch erst zum 01.01.2020 einziehen möchte. Denke ist halt so, muss ich halt einmal doppelte Miete zahlen.
Jetzt geht aber der Terror durch den Vermieter los. Er ist unfreundlich, klingelt zu allen unmöglichen Zeiten, werkelt (Bohren, Sägen, in einer FeWo im Haus), obwohl er weiß, dass ich Schichtdienst habe und meine Tochter bei mir ihren Mittagsschlaf macht und auch übernachtet.
1. Am letzten Wochenende hat er mich abgegriffen als ich gerade mit dem Rennrad weg wollte. Er bräuchte kurz meine Garage, da er Fliesen schneiden möchte. Diese ist aber nun seit dem belegt und wurde nicht freigeräumt. Er hat sich nach Hause verzogen (ca. 35km weit weg).
2. Der Hausabfluss war dreimal in diesem Jahr verstopft. Immer an Wochenenden. Wirklich alles ist im Waschkeller aus dem Abfluss ausgetreten. Im ganzen Haus hat es nach SCh*$%/ gerochen für mehrere Tage. Am Wochenende hat er nie den Notdienst gerufen. Ich sollte an einem Hotel nebenan mein Geschäft erledigen. Notdienst wäre zu teuer. Beim letzten mal war er nicht zu erreichen (im Urlaub, Handy aus). Zwei Handwerkerbetriebe haben sich geweigert die Leitung zu spülen wegen unklarheiten bei der Kostenübernahme. Dann kam irgendwann der Sanitärdienst. Ich war dabei bei der Reinigung. Das Rohr wäre abgesackt. Was da raus kommt wäre normal. Nun ist der VM der Meinung, dass ich an allem Schuld bin (seine Frau erzählt, meine Wohnung würde nur an dem Rohr dranhängen, er sagt, alle Wohnung von oben). Er hätte auch mit dem Handwerker gesprochen, Reinigungstücher wären dran schuld, bestimmt meine Tochter (ich kannte zufällig den Handwerker, welcher vor Ort gewesen ist... es wurde sich nicht erkundigt!)
3. vor zwei Jahren hat er bei Renovierungsarbeiten in einer Wohnung meine Telefonleitung durchbohrt. Einen Monat kein DSL. Er hätte aber alles repariert (Telefonleitung mit Lüsterklemmen wieder geflickt). Leitung trotzdem tot. Er würde eine neue Verlegen. Irgendwann hat ein Techniker mir im Keller eine Buchse beim Hauseingang installiert. Mit D-Lan über die Stromleitung konnte ich mir dann doch noch wenigsten Internet und Telefon in die Wohnung schleifen.
4. Heizung war mehrere Tage im Jahr aus (ca 15-16°C in der Wohnung), da sie nicht unnötig laufen soll (bei ihm im Ort wäre es ja warm)
5. Meine Waschmaschine wurde häufig fremd benutzt im Waschkeller... er wollte immer einen Schlüsselkasten daran bauen. Nie passiert. Irgendwann habe ich mir angewöhnt jedesmal der Stecker abzuschrauben.
Zusätzlich gab es immer Streitpunkte (alle Mülltonnen unter meinem Schlafzimmerfenster, ich räume sie weg, er sie wieder hin, bis ich irgendwann mal mit Anwalt gedroht habe). Lose Lichtschalter seit Einzug, da komisch verputzt wurde.
Kann ich, oder besser darf ich, die letzte Monatsmiete nun kürzen? Nebenkosten (100€ zahle ich).
150 Euro Telefonleitung (29,99 Euro DSL Gebühr, ca. 120 Euro für D-Lan Geräte und WIFI Repeater)
20€ für das Blockieren meines Stellplatzes (habe 10 € / Woche angesetzt)
50€ Pauschale für Heizungsausfall, Geruchsbelästigung, Waschmaschine etc.
Ich würde somit nur 100 Euro für die letzte Miete überweisen und 100€ für die Nebenkosten (welche ich nicht haben werde, da ich zum 01.12. eine neue Wohnung habe).
Ich trottel habe nur Anfangs gesagt, dass ich streichen werde und sogar so freundlich bin, die alte Küche abzubauen, da die Nachmieterin eine eigene hat.
Es ist jetzt nicht viel Geld, aber ich bin knapp bei Kasse da ich noch zwei Personen unterhaltspflichtig bin. Die neue Wohnung beziehe ich, dass meine Tochter endlich ihr eigenes Zimmer haben soll (hier kam ja der Vorschlag vom Vermieter, ich kann bei den Nachbarn nachfragen ob sie nicht dort im Garten spielen darf, so brauche ich nicht kündigen).
Gruß,
Ralph