Hallo!
Folgendes hat sich bei mir ereignet. Im Oktober 2010 war mein Nachbar über mir der Meinung er müsse Nägel durch seinen Laminat kloppen um die darunter liegenden Heizungsrohre auf Widerstand zu testen ![]()
Dat ging natürlich schief und prompt hat er einen feuchten Gruss nach unten geschickt.
Der Schaden wurde der Versicherung gemeldet. Komischerweise handelte es sich dabei aber um die Versicherung seines Vaters. Der wohnt nicht hier und ich kann mir nicht vorstellen das ein 40+ jähriger noch bei seinem Vater mitversichert ist. Das hat mich schon stutzig gemacht. Mein Nachbar pochte auch darauf das die Gebäudeversicherung für den Schaden haften müsse. Zur Info: Wir wohnen in einer Siedlungsgenossenschaft.
Nach einigem hin und her zwischen uns Mietern, der Siedlungsgenossenschaft und den Versicherungen untereinander haftete tatsächlich erstmal die Gebäudeversicherung.
Vor ein paar Wochen bekam ich die Mitteilung der Siedlungsgenossenschaft das die Versicherung meines Nachbarn jegliche Ansprüche abgelehnt hat (was mich nicht weiter verwundert!!). Und vor 3 Tagen bekam ich eine weitere Email das die Gebäudeversicherung zwar den Hauptteil des Schadens trägt, allerdings nicht für eine Mietminderung aufkommt.
Meine Wohnung ist 34 qm klein (2 Zimmer + Bad). In der Zeit wo hier die Handwerksarbeiten durchgeführt wurden musste ich mein Möbilar aus 2 Räumen in einem unterbringen. Sozusagen wurde meine Wohnung geZIPPed
Betroffen vom Schaden war mein Bad und mein Schlafraum+Kochnische. Das Bad konnte ich nutzen. Mein Schlafraum+Kochnische habe ich leer geräumt da ein Trockengerät im Einsatz war (Trockengerät im Wechsel Bad und Schlafraum), und damit die Handwerker arbeiten konnten.
Es sind 2 Monate vergangen vom eigentlichen Wasserschaden bis dazu hin das alle Handwerksarbeiten erledigt waren und meine Wohnung wieder im Ursprungszustand war, da ich am arbeiten bin und es zeitlich nicht anders passte. Ich konnte in meinem Wohnraum lediglich schlafen und mir am Schreibtisch meine Brote schmieren!
Unzumutbarer Zustand meiner Meinung nach.
Wie erwähnt lehnt die Gebäudeversicherunng der Siedlungsgenossenschaft eine Mietminderung ab, geschweige denn habe ich irgendeine Info darüber bekommen (weder Versicherung noch Siedlungsgenossenschaft) was mit meinen erhöhten Stromkosten für das Trockengerät ist. Das war nämlich hier ca. 3 Wochen im Einsatz.
Meine Fragen:
- Ist es richtig das die Gebäudeversicherung die Mietminderung ablehnen kann?
Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich keine Rechtsversicherung habe. Bin auch nicht Mitglied in einem Mieterverein um mal Druck zu machen, weil meine Lohneinkünfte das einfach nicht zulassen.
Ich weiss mir nicht anders zu helfen. Bin über jeden Tipp und Vorgehensweise dankbar.