Nachbarn stören mich einfach und Frage zu Ruhezeiten

  • Grüßt euch,

    ich habe seit längerem ein Problem mit meinen Nachbarn und hoffe hier auf Vorschläge zur Lösung meines Problems zu finden.

    Eines vorweg: Umziehen kommt für mich nicht in Frage. ^^

    Also..

    Ich wohn schon ein paar Jährchen in meiner Wohnung und nie gab es Probleme wegen Lärms oder der Gleichen. Bis die neuen Nachbarn neben mir eingezogen sind.
    Sie haben sich einfach nur daneben benommen. In der Mittagsruhe ihre Musik und Bass aufgedreht, in der Nacht bis teils 3 Uhr renoviert, selten war um 12 Uhr Nachts ruhe und im allgemeinen waren die einfach nur Laut durch Trampeln, Poltern, Rumpeln als würde man schwere Sachen aufm Boden schmeißen, Türen knallen.

    Im groß und ganzen war es einfach nur unerträglich.

    Nach über einem Jahr 4 Gesprächen und 2 Briefen vom Vermieter war dann (wer hätte es für möglich gehalten) endlich Ruhe!

    Leider hielt diese nur ein paar Monate und jetzt seit Anfang April fangen die wieder an mit ihrem Lärm. Es ist wesentlich leiser als am Anfang, aber es stört mich dennoch.

    Man hört zum Beispiel mindestens 2 mal am Tag schweres Rumpeln, Poltern und Trampeln. Einmal knarzte sogar die Decke deswegen.. Hin und wieder hört man auch wieder deren Bass, die Türen werden wieder zufallen gelassen und seit gestern finden sie es anscheinend lustig durch die Wohnung zu brüllen.. -.-

    Mein Problem:

    Sie halten sich gößtenteils an die Ruhezeiten und ich finde es nicht so laut ist, dass ich zB. die Polizei rufen könnte. Teils sind die Geräusche nur noch im Hintergrund zu hören, aber aufs Lesen oder Zeichnen kann ich mich dennoch nicht konzentrieren. Ich fühle mich in meiner Wohnung sehr eingeschränkt durch die Nachbarn. Was könnte ich da am besten tun? Ich weiß nicht ob das Grund genug ist, wieder den Vermieter anzuschreiben (Wäre dann das dritte mal). Mit denen zu Reden hat auch keine große Wirkung. Und auf dauer erträgt man diese Geräusche einfach nicht.

    Ich bin für eure Antworten und Vorschläge offen ^^

    Einmal editiert, zuletzt von GurkenHans (10. Mai 2019 um 11:10)

  • Auch außerhalb der Ruhezeiten kann man nicht machen, was man will.

    Ich würde die Störungen mit Datum, Uhrzeit und Art der Störung protokollieren und dem Vermieter zukommen lassen.

    Da kommt es aber auch immer darauf an, wie umfangreich die Störungen objektiv tatsächlich sind. Eine absolute Ruhe kann man nie erwarten.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Danke für deine Antwort.

    Ich protokolliere das glücklicherweise schon einige Zeit. Hab mich aber nie ganz getraut das weg zu schicken.

    Meine Angst liegt darin dass ich mich vielleicht nur "anstelle" und dann selber eins aufm Deckel bekomme. Aber wenn man deren Aktivitäten trotz laufender Empfangsgeräte hört und somit auch stören kann das so leise ja nicht sein.

  • Ich höre aus deinen Worten heraus, dass dir durchaus bewußt ist, dass ein gewisses Maß an Geräuschen völlig normal ist in einem Mehrfamilienhaus. Das sind eben die normalen Geräusche des Alltags, beim einen mehr beim anderen weniger. Nur die schwierige Frage, wann ist das Maß überschritten.

    Diese Frage ist gar nicht so einfach. Denn selber als Bewohner wird man übersensibel. Man nimmt Geräusche viel stärker wahr, wenn man eh schon davon genervt ist. Man will am liebsten mal eine Stunde komplette Ruhe, aber es geht nicht. Das macht wahnsinnig. Ich kann mit dir mitfühlen.

    Mein Vorschlag daher. Du brauchst mal irgend eine neutrale Meinung dazu. Frag doch einfach mal deine Besucher, die zu dir kommen, wie sie es empfinden. Oder lade jemanden ein extra dafür. Du kannst dann so dein eigenes subjektives Empfinden über die Sache besser einschätzen. So kannst du dann sehen, ob du deine Sensibilität senken kannst, oder ob es Grund genug ist, sich darüber zu beschweren.

    Ja, man kann seine Sensibilität herabsetzen. Das ist möglich, sobald man sich damit abfindet, dass es so ist wie es ist. Und vielleicht ist es nötig, da du nicht umziehen möchtest. Bei uns im Haus bin ich auch schon am Rand der Verzweiflung gewesen, denn obwohl ich kein Problem mit Kindern habe, der Geräuschpegel und die Dauer doch oft sehr in ein überwiegend rücksichtsloses Verhalten über gegangen ist. Meine Partnerin hat gesagt, sie möchte nichts unternehmen, weil sie Angst hat, dass es aus Trotz dann nur noch schlimmer wird. Das habe ich akzeptiert und mein Empfinden so geändert, dass ich es noch höre, aber nicht wirklich mehr wahrnehme,

  • Okay, Respekt dass du dein Empfinden so gut ändern konntest. :thumbup:

    Ich weiß nicht ob ich das so könnte. Wenn die ihren Lärm machen, regt mich das mittlerweile einfach nur noch auf und ich bin mir ziemlich sicher dass ich eine Beschwerde schreiben werde, jedoch sind sie am nächsten Tag wieder völlig still und mein Frust legt sich wieder. Bis sie sich wieder was neues einfallen lassen und so weiter. Es ist für mich leider schwierig den Besuch so abzupassen, dass dieser den Lärm hört, da die Zeiten und Dauer immer unterschiedlich sind sowie die Stärke des Lärms. Ansonsten eine gute Idee.

    Ich denke ich werde, bevor ich eine Beschwerde einreiche mal telefonisch mit dem Vermieter reden und ihm die SItuation erklären, wie es mit dem Lärm ist. Da ich seit Anfang April auch deren Urinstrahl im Wohn und Essbereich höre wäre ein telefonisches Gespräch mit ihm vorher vielleicht doch eher angebracht.

  • Alles völlig nachvollziehbar was du sagst. Doch so gern ich auch mehr helfen will, so bleibt doch das Problem, dass ich hier im Forum nicht einschätzen kann, wie die Geräusche sind. Das wäre aber wichtig. Du sagst, man hört sogar den Toilettengang. Das ist schon mal ein Anzeichen dafür, dass die Wände einfach sehr hellhörig sind, und man somit auch noch nicht mal sehr laut reden muss, dass alles recht laut bei dir ankommt. Und so Dinge wie Toilette, Duschen, Waschmaschine sind halt nun mal normale Alltagsgeräusche, auch dass mal was umfällt und es poltert kann passieren. Ich spreche hierbei natürlich von tagsüber, nachts ist es natürlich was anderes, aber auch da kannst du den Nachbarn nicht verbieten auf Toilette zu gehen.

    Vielleicht gelingt es dir, die für deine Begriffe übermäßigen Geräusche irgend wie aufzunehmen. So kannst du das dann den Vermieter oder anderen Personen vorspielen.

    Eventuell hat ein anderer User noch eine Idee, wie man dir helfen könnte. Aber ohne es zu hören oder einer objektiven Beschreibung des "Lärms" ist es einfach wahnsinnig schwierig zu sagen, ob es noch im "normalen" Rahmen liegt, was man akzeptieren muss oder zu viel ist.

  • Kleines Update:

    Ich habe mich beim Vermieter gemeldet und ich sei wohl nicht der einzige der sich über die beschwert hat. Leider können die außer Briefe schreiben nicht viel tun und die Wirkung dieser lässt auch langsam nach. Somit versuche ich es noch einmal mit einem persönlichen Gespräch mit den Nachbarn selbst und hoffe auf Einsicht...

    Ich denke meine Frage hat sich damit ja erledigt.

    Danke für eure Hilfe. :)

  • Ich denke meine Frage hat sich damit ja erledigt.

    Außer vielleicht noch die Information falls es dich interessiert, dass der Vermieter durchaus einiges mehr an Möglichkeiten hat. Je nach der konkreten Umstände bei euch kann auch in Betracht kommen, dass der Vermieter dem störenden Mieter kündigen kann. "Störung des Hausfriedens" ist ewas, das das Gesetz auch vorsieht. Ein Vermieter will darauf verständlicherweise nur als letztes Mittel zurück greifen, weil er dann wieder einen Mieterwechsel durchzuführen hat. Jedenfalls scheint es wirklich störend zu sein, wenn ich auch andere schon beschwert haben.

    Danke für deine Rückmelung dazu.

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