Holzterrasse verrottet und Fragen zur Instandhaltung

  • Hallo zusammen,

    wir haben an unserem Haus eine Holzterrasse. Diese war schon vor zwei Jahren beim Umzug recht mitgenommen (ca 30 Jahre alt)

    Auf meine Frage, ob sie noch erneuert wird, kam damals die Antwort, aktuell nicht, aber man könnte ja dann schauen, dass der Vermieter das Material zahlt und wir die Arbeit machen.

    Nun geht es eben um die Erneuerung der Terrasse, da einige Balken und Bretter mittlerweile so morsch sind, dann wir Angst haben, durchzubrechen.

    Der Vermieter meinte nun tatsächlich, wir sollen uns überlegen, ob wir das Material, die Arbeitszeit oder das Ganze selbst machen und er das Material zahlt bzw sich beteiligt.

    Ist das zulässig? Ich meine, das wird ein Vermögen kosten und wir bezahlen jeden Monat eine grosse Menge an Miete.

    Über Hilfe wäre ich dankbar.

    Viele Grüße Christine

  • Ich finde die Frage nicht so einfach zu beantworten.

    Auf der einen Seite hat der Vermieter natürlich die Pflicht für die Nutzungsmöglichkeit der Mietsache zu Sorgen und wäre dementsprechend zur Instandsetzung verpflichtet.

    Auf der anderen Seite, habt ihr die Mietsache in diesem Zustand angemietet und euch wurde gesagt, eine Erneuerung ist nicht geplant, da könnte man mit einem guten Willen auch den Ausschluss der Instandsetzung auf die Terrasse interpretieren. Das ist aber dann auch wieder eine Sache, ob die mündliche Absprache bewiesen werden kann.

    Ich würde eher zum ersten tendieren.

  • Hallo,

    danke für die Antwort. Hatte befürchtet, dass das wieder nicht so einfach ist.

    Aktuell ist deren Vorschlag, sie uagsln das Material und wir machen die Arbeit :(

    Da wir Kinder haben, finde ich es aber wichtig, dass die Terrasse sicher ist, zudem sie noch direkt an einen Teich angrenzt.

    VG Christine

  • Wie darkshadow schon schreibt wird dir das im Forum niemand beantworten können, ob deine Terasse vom Vermieter in Stand gesetzt werden muss. Das hängt vom Vertrag, dem Übergabeprotokoll und dem aktuellen Zustand der Terasse ab (und der Fragestellung: Wann ist eine Terasse "kaputt"?)

    Die Selbstvornahme hingegen würde ich jedoch freundlich aber sehr bestimmt zurückweisen. Selber Handanlegen kann man wenn eine Glühbirne im Treppenhaus kaputt ist und der Hausmeister gerade im Urlaub ist.

    Eine Terasse zu restaurieren ist jedoch blanker Wahnsinn. Wenn die Bretter oben morsch sind wird die Unterkonstruktion auch nicht mehr die Beste sein. Selbst für versierte Handwerker kann das ein Projekt über mehr als eine Arbeitswoche werden und du haftest natürlich für alle Schäden, die du anrichtest. Regenablauf falsch geplant und Wasser staut sich am Fundament? 100.000 - 150.000 € wenn der Keller irgendwann durchfeuchtet. Der Nachmieter verletzt sich schwer, weil du etwas falsch montiert hast? Nach oben unbegrenzt offen.

  • Eine Terasse zu restaurieren ist jedoch blanker Wahnsinn. Wenn die Bretter oben morsch sind wird die Unterkonstruktion auch nicht mehr die Beste sein. Selbst für versierte Handwerker kann das ein Projekt über mehr als eine Arbeitswoche werden und du haftest natürlich für alle Schäden, die du anrichtest. Regenablauf falsch geplant und Wasser staut sich am Fundament? 100.000 - 150.000 € wenn der Keller irgendwann durchfeuchtet. Der Nachmieter verletzt sich schwer, weil du etwas falsch montiert hast? Nach oben unbegrenzt offen.

    Ich würde hier mal nicht den Teufel an die Wand malen wollen.

    Zunächst: Ich würde das auch nicht selbst machen wollen, da dies schon eine Frage der Haftung ist. Angenommen, der Vermieter zahlt das Material und ist mit dem Arbeitsergebnis nicht zufrieden, dann ist der Ärger vorprogrammiert.

    Die angesprochene Geschichte mit dem falsch geplanten Regenablauf halte ich für deutlich überzogen.

    Als Beispiel von meinem Haus: Dort hat es vor einigen Jahren die Regenwasserleitung im unteren Bereich auseinandergedrückt und das Wasser ist über diesen Zeitraum einfach im Boden versickert. Passiert ist da gar nichts.

    Bei deinem Horrorszenario müssten hunderte Liter Wasser/m² innerhalb weniger Tage runterkommen und zusätzlich müsste der Boden unterhalb des Erdreiches aus blankem Stein bestehen. Vermutlich müsste dann auch schon die Vertikalsperre eine "Macke" haben.

    Unabhängig davon: Es würde mich wundern, wenn der Regenwasserablauf in irgendeiner Form bei der Erneuerung einer Terrassenholzkonstruktion tangiert wird. Wer legt denn eine Regenwasserleitung unterhalb einer Terrassenkonstruktion?

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Zunächst: Ich würde das auch nicht selbst machen wollen, da dies schon eine Frage der Haftung ist. Angenommen, der Vermieter zahlt das Material und ist mit dem Arbeitsergebnis nicht zufrieden, dann ist der Ärger vorprogrammiert.

    Das müsste man entsprechend durch einen Vertrag regeln, Haftungsausschluss, Qualitätsbeschaffenheit etc, das ist ja alles möglich. Jedoch sollte man sich dafür Unterstützung holen, damit im Zweifelsfall keine Lücke vorhanden ist.

    Trotzdem sollte man das nur in Eigenregie machen, wenn man genau weiß, was man da tut.

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