Studentenwohnung- Toll, bezahlbar, aber unseriös?

  • Hallo liebe Leser,

    ich habe nun einige Zeit nach einer bezahlbaren Wohnung für mich, der ich Student bin, gesucht und endlich ne tolle Wohnung gefunden. Es gibt nur einige Punkte, die mich sehr verunsichern und zu denen ich gern noch ein paar Meinungen hätte.

    Kurze Vorgeschichte

    1.Zur Wohnungsbesichtigung kam lediglich der Hausmeister, der überhaupt keine Ahnung von der angebotenen Wohnung hatte. Vorab wurde konkret gesagt, welche Unterlagen man mitbringen soll, wenn man nach der Besichtigung seine Chance haben will (kennt man ja so). Dementsprechend war ich vorbereitet, aber der Hausmeister meinte "Nein, nein, das müssen Sie schon dort und dort hinschicken." Kam mir alles ziemlich unprofessionell vor.

    2. Bei der Selbstauskunft sollte man unterschreiben, dass man bei Vertragsabschluss eine Gebühr von 25 Euro zu zahlen hat (mache ich im Zweifelsfall, dennoch ein weiterer Punkt, den ich missgünstig hinnehme. Zudem wird angegeben, dass es einen Kündigungsausschluss von 2 Jahren gibt.

    Meine Unterlagen- wie gehts weiter ?

    Ich schickte die geforderten Unterlagen hin. In der Auskunft hieß es, dass Schufa und Einkommensnachweis erst gefordert werden, wenn man dem Mietinteressenten einen Vertragsentwurf zugeschickt hätte. Ich habe nun keinen Vertragsentwurf, aber die Bitte, dass ich o.g. Dokumente noch nachreichen sollte (prinzipiell auch okay, aber warum bietet man dann in der Auskunft an, dass man als Interessent einen Vertragsentwurf bekommt?).

    3. "KANN IHR BÜRGE HAUPTMIETER WERDEN?"

    Von Anfang an, teilte ich mit, dass ich Student sei und Bafög beziehe. In Absprache mit der Immobiliengesellschaft schickte ich also auch ein Bürgschaftsdokument hin. Nun erhielt ich von der Gesellschaft die Nachricht, ob es nicht möglich wäre, meine Mutter, die ja Bürge ist, ebenso als Hauptmieter einzutragen.

    Ich frage mich nun was das soll? Mehr Mieter heißt ja auch, dass mehr NK veranschlagt werden können. Hat jemand ähnlich Erfahrungen gemacht, kann ich einfach nein sagen?

    Besonders der letzte Punkt lässt mich an der Seriosität der Hausverwaltung zweifeln. Bei I*****scout richtig gut bewertet, bei Google und zu lesenden Portalen heißt es oft "Mietkostenerhöhung aufgrund von ungerechtfertigten Nebenkosten". Ich habe einfach Angst, dass ich hier in eine fiese Falle tappe. Ich bin richtig hin-und hergerissen, weil die Wohnung perfekt in mein Budget passt, Platz-und Lagetechnisch ist es auch prima. Trotzdem alles etwas undurchsichtig.


    Ich bitte um Meinungen/Erfahrungen... Lieben Dank<3

  • Es scheint alles ein wenig durcheinander in der Organisation zu sein, kann vorkommen, wirkt aber wie du schon sagst nicht sehr professionell, aber ich finde nicht unbedingt unseriös.

    Kündigungsverzicht von 2 Jahren ist nicht so ungewöhnlich, gerade auch bei Studenten, da die etwas schnelllebiger sind. Ist halt für dich eine zusätzliche Verpflichtung, Studiumsabbruch, Lebenspartner und und und können dazu führen, das man die Wohnung wieder aufgeben möchte.

    Das die Mutter Hauptmieterin werden soll ist einfach erklärt. Denn wenn sie nur Bürge ist, muss man sich erst an dich wenden und Zwangsvollstrecken, bevor man den Bürgen in Anspruch nehmen kann (Ausnahmen möglich). Wenn Sie Hauptmieterin ist, kann man sämtliche Ansprüche direkt gegen sie geltend machen. Eventuell soll auch so noch zusätzlich die Kaution ermöglicht werden, da beides zusammen eine Übersicherung ist und die Bürgschaft unwirksam. Also ist zu erklären, aber ob wirksam oder ob hier ein Umgehungsgeschäft vorliegt ist eine andere Frage. Ich persönlich würde mich nicht darauf einlassen, aber hat eher was mit den Gedanken zu tun selbstständig zu werden. Aber deine Mutter haftet dann voll für alles. Schutzvorschriften zu der Bürgschaft kommen dann nicht zu tragen.

    Einfluss auf die Nebenkosten hat das nicht, denn die werden pro Wohnung und nicht pro Mieter berechnet. Ob jetzt die Nebenkosten überteuert sind und eine Mieterhöhung durchsetzen wollen ist nicht zu beurteilen von hier.

    Insgesamt macht es einen leicht bedrückten Eindruck, nicht unseriös finde ich, aber ich kann verstehen, wenn man aus diesen Gründen lieber auf die Wohnung verzichtet.

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