Hallo,
bin grade etwas überrollt von den Ereignissen, bin im Mietverein, aber den konnte ich für eine schnelle telefonische Beratung heute bisher noch nicht erreichen. Ich schildere mal die Situation:
In den letzten Jahren gab es zwei Wohnungbegehungen von Gutachtern, die festgestellt haben, dass die Dachbalken (Altbau) marode sind und in Zukunft erneuert werden müssen. Das letzte Gutachten war vor rund einem Jahr und ich habe damals noch mit der Verwaltung telefoniert um zu erfahren, wann die Sache angegangen werden soll. Jedoch war daraufhin nichts konkretes mehr zu hören. Da die Sache nicht meinen Wohnkomfort beieinträchtigt (keine Einsturzgefahr oder so), habe ich ebenfalls nicht weiter nachgehakt.
Nun klingeln gestern Tischler und der Geschäftsführer von der Hausverwaltung bei mir. Die unter mir liegende Wohnung wird grade kernsaniert und dabei ist den Handwerkern wohl klar geworden, dass eben jene Dachbalken gemacht werden müssen! Da die Wohnung zum 1. März neu vermietet ist, wollten die Herren eine zeitnahe Lösung mit mir vereinbaren. Der Vorschlag war, in eine baugleiche Wohnung zwei Etagen tiefer einzuziehen, bei gleichen Mietkonditionen. Die Wohnung habe ich mir heute mit dem Hausmeister angeschaut und war schockiert, weil sie in einem katastrophalen Zustand ist. Sie ist weder saniert noch renoviert (alte Nachtspeicherheizungen, feuchte Flecken bzw. Schimmel (?) an den Wänden, alte Badausstattung, marode Holzdielen,...) – meine ist deutlich moderner und gepflegter. Also habe ich dem Geschäftsführer heute mitgeteilt, dass ich den Umzug bei dem Zustand nicht zustimme, vorallem nicht ohne angemessene Aufwandsentschädigung. Er hat ungehalten reagiert und meinte, die Baumassnahmen müssen dann halt (in den nächsten zwei Wochen!) während meiner Anwesenheit durchgeführt werden, wobei Bad und Küche gar nicht oder nur eingeschränkt nutzbar sind. Auf die Frage, wie er sich das konkret vorstellt und wie es entschädigt wird , wollte er nicht näher eingehen, sondern sich Montag melden.
Wie Ihr Euch vorstellen könnt, bin ich von den Ereignissen, der Kurzfristigkeit und dem Drängen seitens der Hausverwaltung grade überrollt. Konnte glücklicherweise am Dienstag einen Termin beim Mietverein ausmachen. Meine Frage an Euch: Hat der Vermieter das Recht, so kurzfristig und ohne längere Ankündigung dieses Vorhaben durchzuziehen? Wie sollte das entschädigt werden? Der Gutachter sprach damals von zwei Monaten Baumassnahmen. In der Zeit bin ich also dem Baulärm ausgesetzt, da ich als Freiberuflerin mein Büro hier in der Wohnung habe und kann Küche und Bad vorraussichtlich gar nicht nutzen. Da ich sowieso schon beruflich viel an der Backe habe, ist der ganze Vorgang mehr als ungünstig für mich.
Vielen Dank für Eure Meinungen und Hilfe!