Lärmschutz für Boden gesucht

  • Hallo,

    ich habe seit einigen Monaten neue Nachbarn, in der Wohnung unter mir. Zwei Frauen. Die eine hat mich vor ein paar Wochen angesprochen, sie hätte mal eine Bitte, sie könne meine Schritte hören. Ich habe ihr nur gesagt, dass tut mir leid, aber das kann ich nicht ändern, ich trage in der Wohnung nicht mal Schuhe. Jetzt haben sie sich schriftlich bei der Vermieterin beschwert, meine Schritte würden durch ihre ganze Wohnung hallen, ob ich Aerobic machen würde?

    Ich höre den Nachbarn über mir kaum. Und wenn, dann stört es mich nicht, ich halte es für normal, dass man in einer Mietwohnung auch mal Geräusche aus Nachbarwohnungen hört. Ist schließlich kein freistehendes Einfamilienhaus.

    Ich fühle mich durch diese beiden Frauen belästigt.

    Soll ich mich zu Hause die ganze Zeit auf einen Stuhl setzen oder was? Selbst wenn ich 20 Minuten Aerobic machen würde, zu normalen Uhrzeiten, gehört das doch wohl zum normalen Gebrauch einer Mietwohnung!

    Es geht auch nicht nur um die "Schritte", sie fühlen sich auch durch abgelassenes Badewasser belästigt ... Ich habe mich bisher für einen rücksichtsvollen Nachbarn gehalten, höre z. B. Musik nur mit Kopfhörer. Als rücksichtsvoller Nachbar würde ich auch gerne Abhilfe schaffen - aber wie?

    Ich halte mich überwiegend im Wohnzimmer auf, dort ist PVC-Boden, weil ich Teppiche überhaupt nicht mag. Ich finde die unhygienisch. Lieder würde ich so eine Art Matte auslegen. Unter dem PVC-Belag noch etwas zur Schalldämmung anzubringen, geht glaube ich nicht, da ich dann die Tür nicht mehr zu kriege.

    Weiß jemand Rat?

  • Ich fühle mich von den beiden Frauen belästigt, weil ich mich überwacht fühle.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lärmbelästigung durch mich so groß sein soll, wenn ich, wie gesagt, den Nachbarn über mir kaum gehen höre. Da knarrt ab und zu mal was für ein paar Sekunden, mehr nicht. Stört mich
    überhaupt nicht. Und meine Schritte sollen durch ihre ganze Wohnung hallen?

    Aber, wie gesagt, ich bin bereit, Geld, Zeit und Arbeit aufzuwenden, damit man unter mir überhaupt nichts mehr hört und ich mich wieder frei bewegen kann.

  • snow:

    "Ich fühle mich von den beiden Frauen belästigt, weil ich mich überwacht fühle."
    - Ein gaanz gewichtiges Argument...:o

    "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lärmbelästigung durch mich so groß sein soll, wenn ich, wie gesagt, den Nachbarn über mir kaum gehen höre. Da knarrt ab und zu mal was für ein paar Sekunden, mehr nicht."
    - auch bei uns, wenn das Laminat sich durch Temperaturveränderung ausdehnt.

    "Stört mich überhaupt nicht. Und meine Schritte sollen durch ihre ganze Wohnung hallen?"
    - Dir dürfte doch wohl geläufig sein, dass heutzutage fast nur noch mit Übertreibungen argumentiert wird...:eek:

    "Aber, wie gesagt, ich bin bereit, Geld, Zeit und Arbeit aufzuwenden, damit man unter mir überhaupt nichts mehr hört und ich mich wieder frei bewegen kann."
    - Würde ich wahrscheinlich nicht tun.

  • Hallo,

    neue Mieter unter dir, die dich als zu laut empfinden und du denkst darüber nach, Mühe und Geld dafür zu verschwenden, dass die dich nicht mehr wahrnehmen.

    Dich möchte ich auch als Nachbar haben.

    Mein Tipp: Lass es. Wenn du deine Wohnung normal nutzt und sogar Rücksicht auf die Nachbarn nimmst, dann liegt es nicht an dir, sondern an denen oder an der Wohnung. Es ist auf jeden Fall nicht dein Problem und lösen kannst du es auch nicht.

    Wenn du den Trittschall gedämpft hast, dann sind es die Wasserrohre, als nächstes, wie du durch Treppenhaus gehts usw. Einigen Menschen kann man es nie recht machen.

    Erkläre dem Vermieter die Situation. Das beste Argument ist immer, dass sich die Vormieter nie gestört gefühlt haben.

    Gruß
    H H

  • Mal ganz im Ernst: bin auch vor kurzem mit meiner Freundin umgezogen und habe jetzt das Vergnügen mit einer Dame älteren Semesters als Nachbarin, die unter uns wohnt. Sie beschwert sich auch andauernd, dass wir zu laut wären und meint sogar mich beim Klavierspielen/Aufnehmen zu hören (was absolut lächerlich ist, da ich A) ein E-Piano habe und B) ausschließlich mit Kopfhörern arbeite).
    Meine Devise:
    Mit Vermieter/in ein Gespräch unter 4 Augen führen, die Problematik ruhig und sachlich schildern und der Käse ist gegessen.

    Wie H Hamburg bereits erwähnt hat: Manchen Menschen kann man es einfach nicht Recht machen.

    Ansonsten fällt mir dazu noch folgender Song ein: https://www.youtube.com/watch?v=5wU1Dr5Vj_w

    Gruß

    BMF

    2 Mal editiert, zuletzt von BMF2209 (6. Juli 2017 um 16:54)

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