Nachbar im Innenhof fühlt sich gestört durch uns (Home Office)

  • Schön Guten Tag alle zusammen,

    ich versuche mich kurz zu halten:

    Ausgangslage:
    Wir (5er WG/ alles Studenten) teilen uns einen Innenhof mit noch rund vier anderen Studenten-WGs und einem Nachbar, der in unseren Innenhof von seinem Balkon (1.OG) aus einsehen kann.
    Da es in unserer WG kein Wohn/Esszimmer gibt, nutzen wir im Sommer gerne unsere Terrasse (die im Innenhof liegt) um dort zu Essen oder um gemütlich zusammensitzen und miteinander reden (ab und zu lachen wir auch mal).
    Wir haben auch 1-2 mal die Woche Gäste (ca. max. 5) und sitzen zusammen auf der Terrasse, essen und trinken zusammen.

    Der Nachbar:
    Unser Nachbar arbeitet von Zuhause aus und fühlt sich von der Lautstärke unserer WG, wenn wir im Innenhof sitzen, gestört bei der Arbeit.
    Allgemein fühlt sich das Ehepaar von unserer Lautstärke gestört und meint wir wären Rücksichtslos.
    Sie meinen wir hätten zu viele Gäste.

    Zusatzinfo:
    - Die Musik haben wir auf der Terrasse komplett eingestellt.
    - An die Lärmschutz-Regeln (Mittag- und Nachtruhe) halten wir uns.
    - Im Sommer grillen wir gerne ca. einmal die Woche auf einem Holzkohlegrill (Darauf könnten wir verzichten :( ).
    - Das Ehepaar und der Vermieter verstehen sich augenscheinlich gut.
    - Der Vermieter wohnt auch im Innenhof, hat sich bisher aber noch nie beschwert.
    - Wir haben mit dem Ehepaar für nächste Woche einen Termin ausgemacht, an dem wir versuchen werden einen
    Kompromiss zu finden.
    - Der werte Herr Nachbar bevorzugt es im Sommer mit offener Balkontür zu arbeiten...

    Meine Frage:
    - Kann uns der Vermieter mit den oben aufgeführten Gründen kündigen?
    - Gibt es eine Gäste-Regelung ( á la maximal 5 Gäste pro Tag/Woche)
    - Was kann der Nachbar von uns verlangen und was nicht?
    - Kann sich der Nachbar nicht einfach Ohropax, bei der Arbeit, in die Ohren Stecken?(!)

    P.S. Wir möchten auf keinen Fall ein Rechtsstreit mit unseren Nachbarn provozieren, sind aber auch nicht bereit uns haltlose Vorschriften auferlegen zu lassen.

    Liebe Grüße

    2 Mal editiert, zuletzt von Mihiael (6. Juni 2017 um 15:06)

  • Hallo Mihiael,

    "Die Musik haben wir auf der Terrasse komplett eingestellt.
    An die Lärmschutz-Regeln (Mittag- und Nachtruhe) halten wir uns."
    - finde ich nicht zu beanstanden.

    "Im Sommer grillen wir gerne ca. einmal die Woche auf einem Holzkohlegrill (Darauf könnten wir verzichten :( )."
    - Empfehle einen Elektrogrill.

    "Der Vermieter wohnt auch im Innenhof, hat sich bisher aber noch nie beschwert.
    Wir haben mit dem Ehepaar für nächste Woche einen Termin ausgemacht, an dem wir versuchen werden einen
    Kompromiss zu finden."
    - Viel Glück!

    "Der werte Herr Nachbar bevorzugt es im Sommer mit offener Balkontür zu arbeiten..."
    - ... wozu er jedoch nicht verpflichtet ist...

    "Kann uns der Vermieter mit den oben aufgeführten Gründen kündigen?"
    - Nein.

    "Gibt es eine Gäste-Regelung ( á la maximal 5 Gäste pro Tag/Woche)"
    - Nein.

    "Was kann der Nachbar von uns verlangen und was nicht?"
    - Rücksichtnahme ja, Übertreibungen nein.

    "Kann sich der Nachbar nicht einfach Ohropax, bei der Arbeit, in die Ohren Stecken?(!)"
    - Können ... ja.

    "Wir möchten auf keinen Fall ein Rechtsstreit mit unseren Nachbarn provozieren, sind aber auch nicht bereit uns haltlose Vorschriften auferlegen zu lassen."
    - Habt Ihr schon etwas schriftlich bekommen?

  • Zitat

    "Kann sich der Nachbar nicht einfach Ohropax, bei der Arbeit, in die Ohren Stecken?(!)"
    - Können ... ja.

    Ich finde es eben etwas fragwürdig Zuhause zu arbeiten und dann von seinen Nachbarn zu verlangen leise zu sein, damit man bei der Arbeit nicht gestört wird.
    Wobei Ohropax eben die einfachste Lösung wäre.

  • Schwieriger Fall...

    Wenn ich das richtig verstehe, seid ihr 5 Personen und bekommt ca. 2mal die Woche Besuch von 5 weiteren Personen.
    bei 10 Personen entsteht dann schon ein gewisser Lärmpegel, der als störend empfunden werden kann.

    Hier hilft dann tatsächlich nur das persönliche Gespräch.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Tjo,

    WG's und HomeOffice Arbeiter, da sind Stoerungen vorprogrammiert.

    2 Punkte wuerde ich klaeren:

    1. Beschwert sich der HomeOffice Mieter nur ueber Euch oder auch die anderen WG's? Wenn nur ueber Euch, liegt es wohl an Eurer Nutzung der Mietsache. Wenn ueber alle, eher an seiner Erwartungshaltung.

    2. Wen gibt es schon laenger? Die WG's oder den HomeOffice Mieter? Die meisten Gerichte beruecksichtigen durchaus das Umfeld, wenn es um Laermentscheidungen geht. Und wenn man in ein Haus zieht, in dem es 5 WG's gibt, muss man halt mit hoeherem Laermpegel als in einem Seniorenheim rechnen.

    Wohnt der HomeOffice Mieter da schon laenger als die WG's und beschwert sich nur ueber Euch, wuerde ich also etwas kleinere Broetchen backen als andersrum. Aber ansonsten bleibt nur der Versuch, eine Loesung zu finden.

    cu
    Guenni

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!