Guten Tag,
3 Monate nach meinem Auszug aus meiner ersten Wohnung in der Ich ca 4 Jahre gewohnt habe bekam Ich nun einen gerichtlichen Mahnbescheid mit einer Gesamtforderung von ca 3000€!
Die Hauptforderung setzt sich folgender Maßen zusammen:
1.gem Schreiben Mangelbes. Wände/Tapeten vom 27.06.16 (873,90€)
(Zur Wohnungsabnahme waren alle Wände von mir geweißt. Es gab ein Paar stellen an denen mein Kater die Tapete aufgekratzt hat aber das hat man nach dem ich drübergestrichen hatte nicht mehr gesehen.)
2. gem Schreiben ReparaturPVC-Beleg vom 27.06.16 (563,44€)
(Ich habe ca 4,5 Jahre in der Wohnung gewohnt und an den Stellen an denen ein Tisch stand oder zb. die Waschmaschine war der Bodenbelag aufgekratzt. Aber über 500€?)
3. gem Schreiben Türen/Klempnerarbeiten vom 27.06.16 (1444,81€)!!!
(man muss dazu sagen es waren wirklich 2 Türen (Pressspantüren wie im Neubaublock üblich) kaputt und mir war bewusst dass diese ausgetauscht werden müssen. Da ich finanziell zur Zeit des Umzugs nicht wirklich Geld übrig hatte und Revovieren, Arbeit und Umzug unter einen Hut zu bringen für mich anstrengend genug war, hab Ich entschlossen dafür die Kaution zu nutzen. Es gibt im Bauhaus hochwertigere Türen für ca 60€! Warum Klempnerarbeiten angeblich von Nöten waren ist mir ein Rätsel!)
4.gem. Schreiben Kosten Wohnungsreinigung vom 27.06.16 (159,76€)
(Ich hab nach der Renovierung die gesamte Wohnung gewischt und weil ich danach noch mit Schuhen drin war sogar 1 Stunde vor Wohnungsabnahme gekehrt. Die sanitären Anlagen waren ebenfalls sauber!)
der Rest sind kleine Posten wie ein verlorener Schlüssel, das ist ja okay.
Dazu kommen dann natürlich noch die Anwalts und Gerichtskosten!
Dumm wie Ich bin gibt es kein Übergabeprotokoll. Der Vertreter der Vermieter kam in die Wohnung hat sich umgeschaut, die Zählerstände abgelesen und mir die Schlüssel abgenommen.
Es war wie gesagt meine erste Wohnung und ich hatte keine Ahnung wie wichtig das ist!
Dazu kommt noch dass ich kein Schreiben von 27.06.16 bekommen habe! Prinzipiell hat man mir da einfach unrealistisch hohe Summen in Rechnung gestellt für eine Leistung die nicht nachvollziehbar ist!
Nun hab Ich erstmal Widerspruch eingelegt!
Das Problem ist dass Ich keine RSV habe und einen Anwalt kann Ich mir auch nicht leisten.
Ich hab schon geschaut ob man irgendwo noch eine RSV abschließen kann aber rückwirkend wird da niemand dafür aufkommen.
Meine Fragen:
Ist das rechtlich überhaupt erlaubt?
Hab Ich irgendeine Möglichkeit dagegen vorzugehen?
Hab Ich überhaupt eine Chance vor Gericht gegen einen Firmenanwalt irgendetwas zu erreichen?
Könnt Ihr mir bitte irgendeinen Rat geben wie Ich vorgehen sollte?
Es muss doch irgend eine Möglichkeit geben wie Ich mich wehren kann!?
Ich bin wirklich am verzweifeln und für jeden Rat den Ich von euch bekommen kann extrem Dankbar.
LG Billy