Nachbarn stellen nach und mobben

  • Hallo,
    ich bin mit meinen Kräften solangsam echt am Ende. Meine Freundin (21) & ich (19) leben seit Januar letzten Jahres in einem Mehrfamilienhaus ganz oben & unter uns sind noch zwei weitere Parteien. Ein altes Ehe-Paar und eine türkische Familie. Anfangs waren wir noch 3 Mädchen, eine weitere Freundin war noch dabei.
    Bereits als wir eingezogen sind, gab es die ersten Komplikationen. Wir wollten eigentlich die Garage dazu mieten. Aber meine Freundin & Hauptmieterin sah sich die Wohnung mit der Vermieterin alleine an und sagte dort, wir bräuchten die Garage nicht. Als meine weitere Freundin und ich danach die Wohnung noch bei den Vormietern ansahen, meinten wir wir bräuchten die Grage nun doch, sie sagt sie gäbe es weiter.
    Als wir dann einziehen wollten stand die Vermieterin mit dem Familienvater von unten im Hof und übergab ihn die Garage, mit der begründung wir hätten ihr dies selbst persönlich mitteilen müssen (gut, das sehen wir sogar noch ein, das das wirklich falsch von uns war). Der Nachbar stand nur grinsend nebendran und meinte, dass sei weil er sich ein neues Auto kaufen wolle. Es sind zwei Garagen und eine gehört bereits ihm. Den Stellplatz (großer Hof indem locker 2 Autos nebeneinander parken könnten) durften wir auch nicht nutzen.
    Folgend gab es noch des öfteren mal Streit mit den alten Ehe-Paar unter uns, wegen angeblich zu lauter Musik (Tagsüber) und manchmal sogar wenn wir nur gestaubsaugt oder die Möbel verrückt haben, ebenfalls tagsüber!! Als unsere eine Mitbewohnerin dann ging, war die Musik sowieso vorbei, da wir keine Stereo-Anlage besitzten. Ich startete nach einem Jahr dann nochmal einen neuen Versuchen mit der türkischen Familie zu reden ob ich den Hof nicht mitbenutzen dürfe, da er immernoch kein neues Auto hatte. Erst hieß es ja, dann wieder nein, dann wieder ja, dann meinte er er kaufe sich jetzt ein neues Auto, dass sei morgen da. Als nach einer Woche kein Auto dort stand, parkte ich wieder im Hof. Als ich dann einen Tag später draussen rauchte, kam er heraus zeigte mit dem Finger auf mich und schrie mich an: "Morgen ist dieses scheiss Auto weg!" und ging dann wortlos. Daraufhin parkte ich nie wieder dort.
    Das Ehepaar in der Mitte fand, nachdem die Musik ja nun zu Ende war immer mehr Gründe uns anzumeckern. zB Sei es nicht in Ordnung den Fegedienst im Flur, für den wir eine Woche Zeit haben) immer erst am Sonntag zu machen. Der Garten sei nicht richtig gemacht etc.
    Die Familie ganz unten beschwerte sich zunehmen, die Türen würden Nachts geklatscht werden. Wir gaben aber so sehr acht, das man einfach nur sagen, dass dies eine Lüge ist. Wir wissen, dass sie Kinder haben die schlafen und nehmen Rücksicht. Selbst Gästen sagten wir sie sollen total leise sein. Ich lag der Frau auch immer wieder nahe, dass wenn es nicht besser sein sollte, sie mir sofort bescheid geben kann und dass wir dann schauen wer das war. Tat sie aber nie. Dafür rief sie aber der Vermieterin an, welche sowieso schon genervt ist wegen der Beschwerden die uns das alte Ehepaar immer anhängen will.
    Der Mann der Frau stellt uns schon förmlich nach. Schaut immer aus dem Fenster, beobachtet was wir machen und überwacht alles genaustens, was den Garten und Flurdienst angeht. Dann lagen vor ein paar Wochen, aufgrund eines Geburtstags (den ich schon extra ausserhalb gefeiert hatte damit es keine Komplikationen mit den Nachbarn gibt) 6 blaue Müllsacke draussen, die ich nach einer Woche fachgerecht entsorgte. Einen hatte ich übersehen, da er hinter der Papiertonne stand. Statt uns das zu sagen riefen sie nur wieder die Vermieterin an, die dann sauer wurde. Ich sollte den Sack sofort wegmachen. Da aber die Müllabfuhr erst nächste Woche kommt, stellte ich ihn in den Keller (es sind nur Plastikflaschen darin und es stinkt nicht!). Der Nachbar ging daraufhin in unseren Keller, sah den Sack und machte meine Mitbewohnerin dafür wieder runter und sagt er rufe der Vermieterin an, wenn der Sack nicht bis 12 Uhr weg sei. Jetzt müssen wir ihn bei uns in der Wohnung lagern.
    Wir fühlen uns langsam total gemobbt, strengen uns schon total an, und dennoch finden sie dauernd neue Dinge und rasten wegen jeder Kleinigkeit total aus. Die Vermieterin hält auch immer zu den anderen Parteien. Was können wir tun?

    Tut mir leid das es so lang wurde...

  • Wir haben schon so oft versucht mit ihnen zu reden aber besonders die beiden Ehemänner spielen sich total auf....neue Wohnung suchen kommt leider nicht in Frage da hier der Wohnungsmarkt gerade sehr schlecht ist :(

  • Was machen wir denn, was es rechtfertigen würde das jemand zu klagen hat? Tagsüber meine Wohnung saugen? Mittags auf Zimmerlautstärke Musik hören? Ausserdem rechtfertigt das nicht dieses gestalke und die Überwachung. ..

  • Was machen wir denn, was es rechtfertigen würde das jemand zu klagen hat? Tagsüber meine Wohnung saugen? Mittags auf Zimmerlautstärke Musik hören? Ausserdem rechtfertigt das nicht dieses gestalke und die Überwachung. ..

    u.a. mittags auf Zimmerlautstärke Musik hören? Bei Zimmerlautstärke wird es wohl nicht bleiben, sonst würden es andere Mitbewohner nicht hören....

  • Nett wie man hier in diesem Forum empfangen wird...

    Was erwartest du denn, sollen wir eure Nachbarschaftsproblem im Internet lösen?

    Selbst unter der Voraussetzung, dass alles stimmt was du schreibst, lässt sich hier nicht viel mehr machen, als zu bestätigen, dass du Scheißnachbarn hast.

    Entweder legt ihr euch ein dickes Fell zu und lasst die Beschimpfungen daran abprallen, oder ihr benehmt euch so, wie eure Nachbarn es erwarten, oder ihr sucht euch trotz schlechter Wohnungslage etwas neues.

    Gruß
    H H

  • Hallo Chaya,

    ich möchte dir ein wenig Mut machen;)

    Ihr seid noch sehr jung. Die Vorstellungen von Alt und Jung gehen sowohl bei Sauberkeit, als auch bei Lautstärke von Musik oft sehr weit auseinander. Sicher geht ihr arbeiten oder studieren, habt also weniger Zeit - die Rentner dagegen sind den ganzen Tag zuhause und haben mehr als genug Zeit.

    Hier ein paar Tipps:
    - An welchem Tag ihr in eurer Kehrwoche die Treppe reinigt, ist allein euch überlassen.
    - Prüft die Zimmerlautstärke, indem ihr kurz ins Treppenhaus geht und prüft, ob ihr etwas (mehr, als gaaaaaanz leise) hört.
    - Wenn ihr keinen Pkw-Stellplatz im Hof gemietet habt, parkt dort nicht.
    - Saugt möglichst nicht in der Mittagspausenzeit (13-15 Uhr) -obwohl das Staubsaugen in der Wohnung zum ganz normalen vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung zählt. Es geht hier in eurem Fall nur um Rücksicht.
    - Ihr müsst euch nicht an die Anweisungen der anderen Mieter halten. Versucht sie zu ignorieren und bleibt dabei immer freundlich.

    Überhaupt ist die Kunst hier, ruhig und gelassen zu bleiben, sich an alle mit dem Vermieter (!) vereinbarten Regeln zu halten und ansonsten alles ganz entspannt zu ignorieren.

    Bei Begegnungen einfach nur ein freundliches "Guten Tag " und "Auf Wiedersehen".

    Vielleicht auch nett mit den Kindern ins Gespräch kommen, wenn es sich ergeben sollte. Kinder können ganz gut zwischen Freund und Feind unterscheiden;)

    Dann merken die anderen Mieter vielleicht irgendwann, dass ihr selbstbewusste, gleichberechtigte und sogar nette;) Mieter in diesem Haus seid - und nicht die "Jungspunte", denen man erst noch das Leben in einem Mietshaus beibringen müsste.

    Ich wünsche euch viel Kraft und vor allem Gelassenheit;)

    Viele Grüße,
    anonym2

  • Hallo Chaya,

    ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass Ihr auf Dauer in der Wohnung gluecklich werdet. Den Fehler hat eigentlich der Vermieter gemacht, auch wenn es kein Gesetz dagegen gibt. Eine Wohneinheit, in der
    - eine junge Maedels-WG
    - ein aelteres Ehepaar
    - eine auslaendische Familie aus einem Land, in dem die Frauenrechte deutschem Standard weit hinterherhinken
    zusammen wohnen, schreit geradezu nach den Schwierigkeiten, die Ihr gerade habt. Wie anonym2 schon schrieb, hat jeder dieser drei Gruppen eine ganze andere Vorstellung vom Zusammenleben. Und ich fuerchte, da koennt Ihr Euch aus Eurer Sicht so toll verhalten, wie Ihr wollt, die anderen werden das immer ganz anders sehen.

    Sucht euch eine neue Bleibe mit ueberwiegend jungen, ledigen Mietern in der Nachbarschaft, dann duerften sich die meisten Eurer Probleme von selbst erledigen.

    cu
    Guenni

    Einmal editiert, zuletzt von Guenni (4. Juli 2016 um 13:24)

  • Hallo Chaya,

    Sucht euch eine neue Bleibe mit ueberwiegend jungen, ledigen Mietern in der Nachbarschaft, dann duerften sich die meisten Eurer Probleme von selbst erledigen.

    Guenni

    Mich wundert wie schnell Mieter in Bedrängnis den Rat bekommen, auszuziehen. Mit welcher Gewissheit eigentlich, dass die nächste Wohnung reibungslos abläuft?, selbst wenn dies vorerst den Anschein nach so wäre.

    Ein Wohnungswechsel ist mit vielen finanziellen wie evtl.persönlichen Unannehmlichkeiten verbunden und für mich käme das in Betracht, wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft sind.

  • Hallo Banane,

    natuerlich haben unterschiedliche Menschen unterschiedliche Ansichten. Es steht Dir vollkommen frei, anderer Ansicht zu sein als ich, davon lebt ein Forum ja auch.

    Aber dann gib der Ratsuchenden auch bitte Alternativen, was Sie Deiner Meinung nach noch tun koennte, und gib nicht nur kund, dass Du meiner Meinung nicht zustimmst. Das hilft naemlich nicht wirklich.

    cu
    Guenni

  • Hallo Banane,

    natuerlich haben unterschiedliche Menschen unterschiedliche Ansichten. Es steht Dir vollkommen frei, anderer Ansicht zu sein als ich, davon lebt ein Forum ja auch.

    Aber dann gib der Ratsuchenden auch bitte Alternativen, was Sie Deiner Meinung nach noch tun koennte, und gib nicht nur kund, dass Du meiner Meinung nicht zustimmst. Das hilft naemlich nicht wirklich.

    cu
    Guenni

    Der Stein des Anstosses ist offensichtlich Chaya. Sie sollte meines Erachtens Ihr Verhalten gut überdenken und evtl. Abstriche machen in Bezug auf Lautstärke etc. Wer will ihr garantieren, dass nicht auch in der nächsten Wohnung lärmempfindliche Mieter wohnen, selbst wenn diese ledig und jung wären.
    Ich persönlich würde an ihrer Stelle rigoros alle Beschwerdepunkte mal abstellen um zu sehen, was es dann noch zu meckern gäbe. Wäre doch einen Versuch wert, oder?

  • Oh man, ich kann euch total verstehen. Hab selbst Nachbarn des Grauens. Wünsche euch da wirklich viel Kraft, aber ich glaube man kann da gar nichts machen.

    Manche Leute haben einfach nichts besseres zutun als anderen das Leben schwer zu machen.

    Vielleicht wenn die Fronten nicht zu verhärtet sind, könnt ihr sie einladen, alle zusammen zu einem Gespräch? Ansonsten, zieht es solange durch wie es geht und sucht nach einer neuen Wohnung.

  • Zitat

    Hab selbst Nachbarn des Grauens.

    Und es müßte vieles nicht sein, es geht auch anders, meine Meinung. Ich frage mich, warum müssen Menschen in vorgeschriebenen Ruhezeiten - 13 - 15 Uhr Krach machen, warum die Türen zuschlagen anstatt mit der Hand schließen, warum auf dem Balkon grillen, wenn es lt.MV verboten ist usw.usw. Anstand und Rücksicht sind offensichtlich aus der Mode gekommen, es wäre so einfach, gäbe es diese Art des Umgangs unter Menschen noch.

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