Nach Arbeiten an Hausleitungen Spülmaschine kaputt - wer zaht?

  • Hallo,
    ich habe eine etwas vertrackte Situation: es gab ein paar Elektronikarbeiten in der Wohnung, und der Vermieter hat den Elektriker geschickt. Zum einen waren es nicht funktionierende Steckdosen (unproblematisch), zum anderen war es aber so, dass eine Kriechspannung auf meinen Küchengeräten lag.

    1) Elektriker stellte die Kriechspannung fest (~35V), bastelte an der Steckdose rum, stellte fest, dass die nicht geerdet war (und OT: übrigens ohne FI, und alle Küchengeräte auf einer Leitung - ist das überhaupt zulässig, kann man da was machen?), bastelte daran rum. Alles erstmal fein.

    2) Als ich aber dann die Spülmaschine anstellte, funktionierte diese nicht mehr (Fehleranzeige, Herkunft unbekannt). Habe ich natürlich direkt dem Elektriker gesagt, er kam, untersuchte die Leitungen und schaute sich die Maschine an. Er stellte nur fest, dass die Maschine einwandfrei lief, wenn er die Erde wieder abklemmte. Allerdings lag dann (immerhin schon) eine Spannung von ~70V an den Küchengeräten. Ihm war das natürlich zu heikel, d.h. er reparierte die Steckdose wieder, klammte aber die Maschine ab und eminte, da müßte ich (auf meine Kosten) einen Spülmaschinentechniker kommen lassen, es läge ja an der Maschine. Damit ja nichts passiert (d.h. niemand aus versehen anschaltet und dann an die 70V fasst), klemmt er den Geräteanschluss direkt im Gerät ab.

    3) Ok, wenn es ein Problem meiner Geräte ist, sehe ich ein, dass ich das selbst machen muss. Ich rufe also einen Spülmschinetechniker an, der kommt, prüft professionell die gesamte Maschine durch, und kann nichts finden. regt sich über den Elektriker auf, der eigentlich gar nichts direkt an der Maschine abklemmen dürfte (Garantieverlust, weiß ich natürlich nicht). Kosten:150,- Euro

    Nun bin ich der Meinung, dass der Defekt (der ja wohl doch keiner war, da die Maschine - nachdem der Hausgerätetechniker durchgeprüft hat, einwandfrei ohne Kriechspannung läuft) entstanden ist auf grund der Arbeiten
    an der steckdose, und eigebtlich der Vermieter das zahlen müßte. Der weigert sich natürlich, und es steht auch zum Ablauf mein Wort gegen das seines Elektrikers.

    Was kann ich hier machen?

    Danke&Gruß
    Jule

  • Was kann ich hier machen?


    Wenn du mich fragst würde ich mir eher eine neue Maschine kaufen, als weiter Geld in eine kaputte zu investieren. Das steht eh an, oder willst du mit Wäsche waschen warten bis das Ausgeurteilt ist?

  • Das steht eh an, oder willst du mit Wäsche waschen warten bis das Ausgeurteilt ist?


    @ AJ1900

    Wäscht du wirklich deine Wäsche in der Spülmaschine? Ich habe dafür eine Waschmaschine, aber was solls. Und dann hast du den Beitrag nicht gelesen/verstanden. Die Spülmaschine ist in Ordnung, nur der Elektriker nicht, der es nicht schafft eine Steckdose ohne Kriechstrom anzuschließen.

    @ scully

    Ich würde die Rechnung für die Überprüfung der Spülmaschine an den Elektriker schicken, denn der hat scheinbar keine Ahnung von seinem Beruf.

  • @ AJ1900
    Wäscht du wirklich deine Wäsche in der Spülmaschine? Ich habe dafür eine Waschmaschine, aber was solls. Und dann hast du den Beitrag nicht gelesen/verstanden. Die Spülmaschine ist in Ordnung, nur der Elektriker nicht, der es nicht schafft eine Steckdose ohne Kriechstrom anzuschließen.

    @ scully
    Ich würde die Rechnung für die Überprüfung der Spülmaschine an den Elektriker schicken, denn der hat scheinbar keine Ahnung von seinem Beruf.


    Schliesse mich grundsätzlich an. Der TO hat den Fehler gemacht, dass er den Vermieter unmittelbar nach Bekanntwerden des mangelhaften Arbeitsresultates des Pfuschelektrikers nicht aufgefordert hat, einen Fachmann zu schicken, der das Stromnetz in der Mietsache zuverlässig i.O. bringt. Mit dem Pfuschelektriker hattte der Mieter keinen Vertrag.

  • [QUOTE=Mainschwimmer;74187Ich würde die Rechnung für die Überprüfung der Spülmaschine an den Elektriker schicken, denn der hat scheinbar keine Ahnung von seinem Beruf.[/QUOTE]

    Hallo,

    das wäre auch meine Meinung, nicht nur dass er Tätigkeiten ausgeführt hat die zum Funktionsverlusst der Maschine geführt haben, auch dies Bestätigt der Gerätetechniker, eventuell Garantieverlusste hinzunehmen sind.

    Gruß

    BHShuber

  • Hallo,

    das wäre auch meine Meinung, nicht nur dass er Tätigkeiten ausgeführt hat die zum Funktionsverlusst der Maschine geführt haben, auch dies Bestätigt der Gerätetechniker, eventuell Garantieverlusste hinzunehmen sind.

    Gruß

    BHShuber


    Tja, ich gebe euch allen hier grundsätzlich schon recht. Fragt sich nur, ob das alles eine pragmatische/realistisch Lösung ist? Sollte man wirklich anfangen wegen einer gebrauchten Spülmaschine, in die man schon erst mal 150€ investiert hat, nach dem wirklich schuldigen zu fahnden, bzw. diese Ansprüche die man meint zu haben auch durchzusetzen?
    Ich halte das nicht für besonders produktiv, ehrlich gesagt.

  • Tja, ich gebe euch allen hier grundsätzlich schon recht. Fragt sich nur, ob das alles eine pragmatische/realistisch Lösung ist? Sollte man wirklich anfangen wegen einer gebrauchten Spülmaschine, in die man schon erst mal 150€ investiert hat, nach dem wirklich schuldigen zu fahnden, bzw. diese Ansprüche die man meint zu haben auch durchzusetzen?
    Ich halte das nicht für besonders produktiv, ehrlich gesagt.

    Hallo,

    im Grunde gebe ich dir Recht, allerdings war die Produktivität des Vorgehens nicht Inhalt der Frage. Das muss jeder für sich entscheiden.

    Gruß

    BHShuber

  • Fragt sich nur, ob das alles eine pragmatische/realistisch Lösung ist? Sollte man wirklich anfangen wegen einer gebrauchten Spülmaschine, in die man schon erst mal 150€ investiert hat, nach dem wirklich schuldigen zu fahnden, bzw. diese Ansprüche die man meint zu haben auch durchzusetzen?


    Was würdest Du denn machen?

  • AJ1900

    Noch einmal ganz langsam und ganz speziell für dich. Hättest du den Eingangsbeitrag gelesen, dann wüsstest du, dass bei der Spülmaschine ein Kriechstrom vorhanden war. Der beauftragte Elektriker konnte die Steckdose nicht kriechstromfrei machen, öffnete dafür aber die Spülmaschine und klemmte den Anschluss ab.

    Der Spülmaschinentechniker konnte keinen Defekt an der Spülmaschine feststellen und ließ sich seine Arbeit mit 150,- Euro bezahlen. Denn der Fehler lag nach wie vor an der Steckdose, bzw. der Hausleitung mit einer defekten Erdung.

    Dass scully dieses Geld gerne zurück hätte, weil der Elektriker nicht an dem Spüler hätte fummeln dürfen, ist doch wohl klar.

  • AJ1900

    Noch einmal ganz langsam und ganz speziell für dich. Hättest du den Eingangsbeitrag gelesen, dann wüsstest du, dass bei der Spülmaschine ein Kriechstrom vorhanden war. Der beauftragte Elektriker konnte die Steckdose nicht kriechstromfrei machen, öffnete dafür aber die Spülmaschine und klemmte den Anschluss ab.

    Der Spülmaschinentechniker konnte keinen Defekt an der Spülmaschine feststellen und ließ sich seine Arbeit mit 150,- Euro bezahlen. Denn der Fehler lag nach wie vor an der Steckdose, bzw. der Hausleitung mit einer defekten Erdung.

    Dass scully dieses Geld gerne zurück hätte, weil der Elektriker nicht an dem Spüler hätte fummeln dürfen, ist doch wohl klar.


    Ja, das ist eine plausible Theorie. In der Praxis wird der Elektriker wohl im Zweifel alles abstreiten, wie es ja oben auch schon angedeutet wurde. Man kann natürlich mit dieser Annahme vor Gericht ziehen, wenn man genug Lust, Zeit und Geld hat.
    Irgendwie sehe ich da aber in letzter Konsequenz keinen praktischen Nutzen drin? Kurz gesagt, ich geh nicht für 150€ vor Gericht, wäre mir schlicht zu unproduktiv, mal ganz unabhängig davon, wie die Aussichten sind da einen Blumentopf zu gewinnen, was immerhin ja auch noch fraglich ist.

    Einmal editiert, zuletzt von AJ1900 (5. Februar 2016 um 14:40)

  • Was würdest Du denn machen?


    Ich würde die 150€ unter Lehrgeld verbuchen, das man keine Hauselektriker an Küchengeräte ran lassen sollte, mindestens dann nicht, wenn das Gerät noch Garantie hat.
    Für die Erfahrung sind 150€ eigentlich noch geschenkt.:rolleyes:

  • Ich würde die 150€ unter Lehrgeld verbuchen, das man keine Hauselektriker an Küchengeräte ran lassen sollte, mindestens dann nicht, wenn das Gerät noch Garantie hat.
    Für die Erfahrung sind 150€ eigentlich noch geschenkt.:rolleyes:


    OK, ist i.O.:D

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!